Archive for the ‘Sion’ Category

Sion gerettet

Wednesday, January 18th, 2012

Ende Feuer bei Xamax. Diese Vollzugsmeldung wird hat uns heute im Verlauf des Tages erreichten. Damit gibt es diese Saison keinen direkten Absteiger aus der Superleague. Sion wird es, sollten die Walliser Lausanne nicht mehr einholen, in der Barrage mit Aarau, Bellinzona oder sonstwem zu tun bekommen. Und somit gerettet sein. Xavier Margairaz hat das schon lange geahnt.

Vor 30 Jahren

Wednesday, December 28th, 2011

Da gab es noch solcherlei Aufnäher auf den Jeans-Gilets. Zu lesen als Kommentar betreffend Fanfreundschaften oder auch als Jahresrückblick zum Fall Sion.

 

Noch schnell 18 Zigaretten

Thursday, November 4th, 2010

Im sehr lesenswerten und abonnierwürdigen Magazin Zwölf ragt diesmal ein Interview mit dem Wahlwalliser Goran Obradovic heraus. Darin geht es, unter anderem, ums Rauchen. Interessant dabei ist einerseits Obradovics Erinnerung an das Rauchergrüppchen bei Servette Genf, dem auch Alex Frei angehört habe. Andererseits erstaunt, wie sich der Serbe seinen Konsum einteilt. “Pro Tag rauche ich ein Päckchen”, gibt er an. Angesprochen auf seine Vorbildfunktion als Mannschaftskapitän und Vater dreier Kinder, präzisiert er aber, er rauche weder vor seinen Mitspielern noch vor seinen Kindern.

Wenn man sich nun aber Goran Obradovics Tagesablauf so zusammenreimt und die zwei Zigaretten abzählt, die er nach eigenen Angaben gleich nach dem Aufstehen wegzieht, bleibt doch die Frage, wo er die restlichen 18 Zigaretten unterbringt. Sind die Kinder wach, geht es nicht. Vor, während und nach den Trainings auch nicht, und zu Mittag essen Fussballspieler ja auch oft mit ihresgleichen. Nach dem Nachmittagstraining helfe er den Kindern bei den Hausaufgaben, sagt Vater Goran, also auch kein Rauch. Dann gibts bald Nachtessen, Gutenachtlieder, so gegen halb neun sollten dann wohl alle drei schlafen. Dann, so muss man annehmen, bricht im Hause Obradovic allabendlich das Feuer aus, denn auch wenn Goran zwischendurch mal heimlich eine dazwischenschieben konnte, bleibt immer noch ein gutes Dutzend Zigaretten, das weg will bis zum Sandmännchen. Na dann! Sorgen brauchen wir uns nicht zu machen um ihn, denn das Rauchen, sagt Goran Obradovic, sei für ihn keine Sucht. “Es ist nur Genuss”.

Interessante Bildwahl IV

Tuesday, March 30th, 2010

Vielen Dank dem Herrn aus dem Untergeschoss für den Hinweis. Tagi-online, unser Lieblingsportal für Schnellschüsse aller Art, hat den Herrn mittlerweile ersetzt.

dos_santos

Instant Treue

Thursday, July 23rd, 2009

Leser Franz Biberkopf (hoffentlich ein Pseudonym, und sonst: pardon!) schickt uns folgendes Bild mit der Bemerkung: “Da soll noch einer sagen, es gäbe keine Klubtreue mehr. Emile Mpenza zeigt schon bei seinem ersten Einsatz für den FC Sion, wie sehr er seinen neuen Verein liebt. (Torjubel beim 2:0 gegen Luzern).”

“In the fuckin’ man!”

Tuesday, April 14th, 2009

Am Bahnhof kaufe ich mir eine kühle Flasche Chodovar, eines meiner Lieblingsbiere. Weil ich nicht zuletzt deswegen Gefahr laufe, eine zu gute Laune mit mir herumzutragen, dämpfe ich die Euphorie mit dem Kauf der aktuellen Weltwoche. Die Titelgeschichte über frustrierte Lehrer beginnt mit einem abschreckenden Beispiel aus Biel: “In der Realklasse 9a im Oberstufenzentrum Madretsch herrschen seit Jahren chaotische Zustände.” Wie lange bleibt eine durchschnittliche Bieler Klasse wohl im 9. Jahr? Ziemlich lange, offenbar.

Dann steig ich in Luzern aus und um auf die ZB nach Kriens Mattenhof. Am Perron bestaune ich die neue Kampagne von bluewin tv. Sie wirbt für Live-Fussball, und zwar so: Julio Hernan Rossi im Dress von Xamax jubelt auf der Leinwand, zwei Männer auf der Couch (man sieht sie von hinten) jubeln ihm zu. Darunter steht: “Stefan und Philipp, Bern, 20.17 Uhr” Das habe ich nicht gewusst. Also dass Xamax in Bern so beliebt ist. Gut, es gibt vielleicht 2-3 Exilneuenburger. Aber die heissen eher nicht Stefan und Philipp. Die Botschaft von bluewin tv ist also: Wenn du männlich bist, in Bern wohnst und Xamax unterstützt, solltest du ein bluewin-tv-Abo kaufen. Ob die Zielgruppe jetzt sehr gross ist, kann ich nicht sagen. 

Auf der Allmend kauf ich ein Billett für den Gästesektor. Dort, beim Eingang, sind eben die letzten Busse aus dem Wallis angekommen. Es steigen und fallen Menschen aus den Karossen, die mit jeder Faser ihres Körpers veranschaulichen, in welche Abgründe eine dreistündige Busreise den menschlichen Organismus zu reissen vermag. Unfairerweise ist der Gästesektor in Luzern für Menschen mit reduziertem Gleichgewichtssinn der gefährlichste Ort überhaupt, besteht er doch zu grossen Teilen aus einer schräg abfallenden, geteerten Fläche, die nirgends Halt bietet. Männer in rot-weissen Textilien verteidigen verbissen ihre persönliche Vertikale, indem sie Schwankungen mit dem Gewicht einer Wurst in der einen und jenem eines Bieres in der andern Hand auszugleichen versuchen. Es macht sich rundherum eine grosse Heiterkeit breit.

Kurz vor Anpfiff ertönt “We will rock you” aus den Boxen. Mein Unterwalliser Nebenmann ist wie elektrisiert. Er singt laut mit: “Cas in the pace, livin the nace, bady i canner and in the fuckin’ man – We will we will rock you!” Dann ziehen die Luzerner ihre Choreografie hoch. “Mais c’est mille fois meilleur que le Kop Nord”, sagt mein Nebenmann zu seinem Kumpel. Überhaupt, die Luzerner: Die haben einen ausgezeichneten Sinn für Melodie und Rhythmus. Selten werden Gesänge so rein vorgetragen, selten bleibt eine Kurve so sicher im Takt wie auf der Allmend. Meine Theorie: die Fasnacht. Die beste Schule für Kollektivgesang.

In der zweiten Halbzeit treffe ich vier Bekannte. Sie haben kein Ticket für den Heimsektor mehr gekriegt. Mit offiziellen und weniger offiziellen Rauschmitteln verschaffen sie sich jenen Ruhepuls, der nötig ist, um nicht plötzlich unbedacht zu jubeln bei Luzerner Treffern. Es gelingt ihnen vorzüglich. Mit dem Schlusspfiff nach 90 Minuten spüre ich ein plötzliches Absacken meines körperlichen Salzgehalts auf ein gefährlich tiefes Niveau. Und so tue ich, was ich die vielen hundert Male zuvor im Stadion noch nie getan habe: Ich esse eine zweite Wurst. Einen zweiten Schüblig. Es sollte mir nicht gut bekommen.

Die Penaltyentscheidung sehe ich vom Sockel des Flutlichtmastens aus, die Bekannten reichen mir netterweise ein letztes Getränk hoch. Danach kippen jubelnde Walliser über den Zaun zu ihren Spielern. Einige werden frivol und rennen Richtung Heimkurve, um den Sieg noch etwas fieser auszukosten. Das reicht dann aber einem kleinen Bataillon Blau-weisser. Vorschriftsgemäss vermummen sie sich und rennen den Wallisern entgegen. All das unter teilnahmsloser Beobachtung der Securitas, die unterdessen den Spielerausgang bewacht. Nach ein paar Tritten und Flätteren ist die Sache gelaufen, der letzte Walliser weggeschickt und das Territorium verteidigt. Dann kommt doch noch die Securitas. Sie hatte so lange gebraucht, weil sie sich erst noch neongelbe Signalwesten besorgen musste.

Draussen bleibt es ruhig. Am schönsten Wasserwerfer der Schweiz vorbei besteige ich den Bus. Dann den Zug. Ich bin froh, hab ich die Allmend noch einmal lebend gesehen.

Ferdribbelt

Tuesday, November 25th, 2008

Während die Angriffe des Fussballverbandes gegen Constantin gleich reihenweise hängen bleiben, verdribbelt sich der BLICK in der Engmaschigkeit der Abkürzungen. Eingangs genannter Verband wird in der heutigen Online-Ausgabe nicht nur im Teaser zum Schweizerischen Vussball-Ferband (SVF). Wohl inspiriert durch die heiss laufende Diskussion um die SVP-Nachfolge für Sämi Schmid. Oder hat CC am Ende gar den Schweizerischen Volk-Fussball in die Knie gezwungen?

“Blick”: Ultras gegen Constantin

Monday, November 17th, 2008

Das hat es so noch nie gegeben: Der “Blick” baut einen Artikel auf Unmutsäusserungen von Ultras (vom selben Blatt gern auch als “Hooligans”, “Chaoten”, “Krawallanten” oder dergleichen betitelt) auf und pflichtet ihnen zwischen den Zeilen gar noch bei. Der Anlass: Der Stimmungsboykott des Sittener Kop Nord beim Heimspiel gegen Vaduz aus Protest gegen die Irrungen des Präsidententrainers. Online-Lesende dürfen sich sogar das Flugblatt herunterladen, das die drei Gruppierungen Freaks, Ultras Sion und Red Side gemeinsam verfasst und verteilt haben. Weht da ein neuer Wind? Oder hat es mit “Blick”-Sportredaktoren zu tun, bei denen die eigene Fanvergangenheit ultramässig durchdrückt?