“Hälfte, Hälfte – so fühle ich mich auch”

PA-83-bvb-124Letzten Samstag ist der FC Wil nicht abgestiegen. Unser Sonderkorrespondent war vor Ort und hat berichtet. Man muss anfügen: Wäre der FC Wil letzten Samstag doch abgestiegen, er wäre heute schon wieder zurück. So ist das im Schweizer Fussball 2015: Die einen können nicht rauf, die andern können nicht runter und Meister werden kann auch nur einer.

Was aber eine ganz wichtige Neuigkeit war, die der Korrespondent aus Wil mitbrachte: Erdal Keser. Erdal Keser ist seit den letzten beiden Meisterschaftsspielen Trainer in Wil. Mir war das entgangen. Erdal Keser in Wil, und ich merks nicht einmal.

Erdal Keser ist einer, der über Spieler mit zwei Pässen sagt: “Der DFB hat es ebenso wie der englische oder der österreichische Fußballverband zu akzeptieren, wie sich die Spieler entscheiden.” Erdal Keser ist auch einer, der von seiner Zeit beim BVB erzählt. Von früher also, als alles besser war, wie wir heute immer wieder zu hören bekommen: “Bei Auswärtsspielen hat noch das ganze Stadion »Ausländer raus!« gerufen. Das war ganz normal, niemand hat sich daran gestört.” Und Erdal Keser sagt noch viel mehr.

Erdal Keser also ist jetzt in Wil. Warum auch immer. Herzlich willkommen auf alle Fälle.

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One Response to “Hälfte, Hälfte – so fühle ich mich auch”

  1. Marcel Tappeiner says:

    Diese ganze Ambivalenz gegenüber dem gemeinen Fussballausländer blitzt auch im Artikellead von 11 Freunde durch. Wobei die Wortbildung “Europakkordinator” auch aus dem eidgenössischen Politslang entsprungen sein könnte. (Bild per Mail)

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