Archive for the ‘Musik’ Category

Über sieben Brüggli musst du gehn’

Wednesday, March 10th, 2010

Anlässlich einer Lesung Ende 2009 darauf angesprochen, habe ich “Brügglifäld Olé” wieder aus dem Gedächtnis verbannt, bis mich Herr Roter Stern Unterstrass heute auf den dazugehörigen Clip rund um den FC Aarau aufmerksam gemacht hat. Sie heissen auch die Unabsteigbaren, die Herren vom FCA, und dass man dem unbedingt beipflichten muss, sehen Sie in den folgenden drei Minuten. Oder möchte das irgend jemand missen? Möchte irgend jemand, dass ein Verein, der sowas hervorbringt, von der Bildfläche verschwindet? Nicht im Ernst, oder? Wie schreibt doch schön der Herr Noz im Kommentar: “Gute Güte”. Damit ist ja dann alles gesagt.

Wilde Liebe

Thursday, March 4th, 2010

Sco_FCBDie Tartan Army und der FC Bayern – eine wilde Liebe! Das zumindest legen Sutherland Brothers & Quiver nahe, deren Single ich gestern in einem schönen Laden in einer kleinen Kiste gefunden und gekauft habe, für fünf Stutz. Der Song, naja.

Ha Ha Ha Ha-Ess-Vahau

Friday, February 12th, 2010

Es wird angepriesen als das etwas andere Firm-Buch, Alexander Hohs “In kleinen Gruppen, ohne Gesänge – unterwegs mit den Hamburg Hooligans“. Das Buch habe, so der Klappentext, “was vielen anderen Büchern zum Thema abgeht: Eine gesunde Prise Humor”. Im ersten Kapitel sieht das so aus: Auf der Heimfahrt aus277331507631 Kopenhagen werfen die Protagonisten einer aufdringlichen, naiven “Tunte” die Kleider aus dem Zugsfenster, watschen ihr ein bisschen das Köpfchen und verabschieden sie dann am Bahnhof Lübeck mit dem Lied “Einen kleinen Nymphomanen ficken! Eine kleine geile Sau! Sau!” Es darf nun jeder und jede gerne selber abwägen, wie nahe diese Art der Lustigkeit den eigenen Vorstellungen von Humor kommt.

Der Schreibstil darf getrost mit sports-casual umschrieben werden: “Pinny war ein richtiger Sunnyboy. Er hatte lange, lockige, dunkle Haare, auf denen er meist eine Baseballmütze trug. Er besass eigentlich immer ansteckend gute Laune, und ständig sass ihm der Schalk im Nacken. Er war ein durch und durch sympathischer Kerl, der für jeden Spass zu haben war.  Wenn der altmodische Begriff ‘Mit dem kann man Pferde stehlen!’ irgendwann auf jemanden zutraf, dann auf Pinny.” So geht das dann über gut 400 Seiten, und hin und wieder lacht einem dann doch das Glück. Zum Beispiel, wenn auf Seite 163 plötzlich Blitz’ “Razors in the night” aus den Boxen schallt. You – better watch out!

Do they know?

Monday, December 21st, 2009

Es braucht keine grenzenlos fundierten Kenntnisse der Premier League, um das hier unterhaltsam zu finden:

Frohes Fest und bis bald, unter dieser Adresse.

“Die Single”

Monday, October 26th, 2009

Freundinnen und Freunde unguter Musik können sich ab sofort auf der redesignten Zwölf-Homepage ein paar Schweizer Fussballperlen anhören. Und zwar just die, die im Zwölf jeweils als “Die Single” vorgestellt werden. Hebed nech am Bänkli!

“Eckstein, Eckstein”

Wednesday, September 30th, 2009

Und gleich noch eine Frage: Habe hier eine Vinyl-Single ohne Cover, von der ich schon lange gerne mehr wüsste. Die Band nennt sich ASLK, die zwei Songs heissen “Eckstein, Eckstein” und “Wonderland” (B-Seite). ASLK zähle ich vom Stil her noch zur Neuen Deutschen Welle, d.h. maximal Mitte 80er. Monotoner, harter Sound. Könnte sich theoretisch um eine Fussball-Platte handeln, wegen Eckstein und den Farben rot-schwarz auf der Etikette (Nürnberg). Momentan funktioniert die Audio-Funktion hier nicht, aber später lad ich den Song mal hier rauf. Wenn jemand im Netz was findet, wäre ich dankbar. Hab bisher vergebens gesucht.

Nachtrag 1.10.09: Danke, Theo. Jetzt weiss ich, dass die Single von 1981 ist. Dieter Eckstein spielte da im Fussball aber noch keine Rolle, und schon gar nicht in Nürnberg. Die Platte hat also wohl keinen Fussballbezug. Aber trotzdem eine gute Textzeile: “Eckstein, Eckstein, alles muss perfekt sein.”

Paralitos

Monday, September 21st, 2009

Und gleich noch einmal Fangesang, diesmal aber laut und deutlich. Das hier ist zwar schon alt, gesehen hab ichs aber heute zum ersten Mal. Pearl Jam, die während eines Konzertes in Buenos Aires von den eigenen Fans paralysiert werden. Wie der etwas nervige Kommentator dieses Rockvideos richtig erkennt:

Fangesänge – auf DRS2!

Monday, September 21st, 2009

Von einer mir nahestehenden, an E-Kultur interessierten, bald 70-jährigen Verwandten erhielt ich gestern den Hinweis auf eine kurze Sendung auf DRS2 zu Fangesängen. Die These: Fussballfans sind musikalischer als der Durchschnittsbürger. Mal erfrischend anders, sowas. Sonst heisst es eher: besoffener, brutaler, primitiver. Jetzt also mal musikalischer. Gast im Studio ist der Journalist Walter Aeschimann (ehem. Timeout SFDRS), der das Thema für das Buch Musikszene Schweiz (Cronos Verlag) aufgearbeitet hat. Der Beitrag geht nicht gross in die Tiefe und hört natürlich mit You’ll never walk alone auf, aber, he, es ist nicht Radio Gäubschwarz, es ist DRS2! Schade einfach, dass sie sich nicht die Mühe genommen haben, mit einem guten Richtmikrofon ins Stadion zu gehen. So haben sie die Gesänge der Muttenzer Kurve bei FCB-Roma ab TV-Aufzeichnung geschnitten, was einen dumpfen Soundbrei ergab. Langer Rede kurzer Sinn: Hören! Und, falls Baslerin oder Basler, nachher den Eltern sagen: “Ich kam im Fall auf DRS2!” (Übrigens: Link gleich darunter, Knigge für Fans, kann man sich sparen)

Junior und Socrates

Sunday, September 20th, 2009

socrates_juniorAus Porto Alegre erreichte mich ein quadratisches Paket von sinnesverstörendem Inhalt: zwei LPs, eine von Junior, eine von Socrates. Wobei: Von Socrates ist es nur die Hülle, leider. Aber der Junior, der singt, als wären seine Stimmbänder Beine. Gut, wer sich an seine Tänzchen nach Torerfolgen erinnert, ist da nicht wirklich überrascht. Die Hülle von Socrates’ LP hat insofern ihren Eigenwert, als ich ihn zuvor noch nie ohne Schnauz gesehen hatte. Vielleicht war er damals noch nicht so ein starker Raucher. Später, also noch zu Aktivzeiten, soll er ja 1-2 Päckchen am Tag weggeraucht haben. Da brauchte er dann vielleicht den dicken Schnauz, um die gelben Zähne zu verdecken. In einem Dokumentarfilm zu seiner post-fussballerischen Künstlerkarriere war dann auch kaum eine Sequenz ohne blauen Dunst zu sehen. Nun denn, er hatte das Herz stets auf dem rechten Fleck, der Herr, nämlich eben genau nicht dort.

Penalty Goal!

Wednesday, August 12th, 2009

Gestern fand ich in meinem Briefkasten eine Sendung von hocherfreulichem Inhalt, ein unerwartetes Geschenk: Die Vinyl-Single der Ganglords aus dem EM-Jahr 2008, “Penalty Goal”, die leider völlig an mir vorbei gegangen ist. Die Ganglords hatten schon 2006 mit “Köbi Cool” einen sehr guten inoffiziellen Beitrag abgeliefert, doch wurde die Verbreitung des Songs damals von den Boney-M.-Anwälten verboten (es handelt sich, wie unschwer zu erraten ist, um eine Adaption von Daddy Cool). “Penalty Goal” schafft nun aber jede rechtliche Hürde, geht in seinem altersgerechten Tempo und dem sehr eingängigen Bläserthema sofort in den Bauch, verzichtet mit Ausnahme einiger Samples (u.a. Beni T.) auf Gesprochenes und sieht zudem noch super aus (s. Bild mit Etikette). Ach, kaufen Sie das Lied doch einfach, es ist auch digital zu haben: und zwar hier. Merci, Philipp!