Die zwei Hüte vom Hardturm

Hardturm08Zum Glück gibt es Gerichtsentscheide. Sie rufen uns längst vergessene Spielstätten in Erinnerung. Was war passiert? Kurz nach der EM 2008 besetzten Leute den verlassenen Hardturm. Sie wollten Feste feiern und zwar anders, als man das heutzutage an einer EM tut. Die Polizei sah das anfangs ungern, ergo Scharmützel. Ein Pressefotograf hielt die Szene fest – bis er selber festgehalten wurde. Warum? Weil er “zwei Hüte” getragen habe: jenen des Fotografen und jenen des Sympathisanten.

Hardturm2Es würde den Rahmen sprengen, hier auf die Frage einzugehen, inwiefern es Journalistinnen oder Pressefotografen erlaubt sein soll, eine Meinung zu haben. Beziehungsweise mit welchen Mitteln wir die Polizei ausstatten möchten, ebendies zu unterbinden und eine konsequente Ein-Hut-Taktik zu fahren. Freuen wir uns einfach daran, dass der Hardturm durch diese Hintertür wieder einmal von sich reden machen durfte. Aus diesem Anlass sind wir ins hauseigene Archiv gestiegen und haben zwei Bilder des berüchtigten Hobbyfotografen Zlaty Basant (er trägt drei Hüte oder mehr) ausgegraben.

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Hauen geht nicht …

… auch wenn der andere gehauen werden will. Das hat vor einer Woche der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden. Dabei ging es nicht um ein Grundsatzurteil zu irgendwelchen SM-Praktiken, sondern zur rechtlichen Stellung von Hooligangruppen. Erstaunlicherweise stiess das Urteil in der Schweiz auf keine Resonanz.

Die Karlsruher Richter haben entschieden, dass Hooligangruppen künftig als kriminelle Vereinigungen eingestuft werden können. Das Argument der Verteidiger, Hooligans prügelten nur Hooligans – also solche, die das wollen – liess das Gericht nicht gelten. Wer sich zusammenschliesse zum Zweck, Straftaten zu begehen, bilde eine kriminelle Vereinigung. Und Körperverletzung sei eine Straftat.

Wir haben in der inzwischen auch schon Jahrzehnte alten Diskussion hierzulande mehrmals selbst aus besonnenem Munde gehört: “Wenn die sich die Köpfe einschlagen wollen, sollen sie, aber einfach nicht beim Stadion.” Pensionierte Polizisten loben das “Ehrgefühl” der alten Garde und sagen, dass heute alles viel schlimmer sei. Und von allerlei Experten ist zu vernehmen, dass nicht die Hooligans das Problem seien, sondern die Ultras. Und nun? Wird sich Bundesanwalt Lauber nach Thurgauer Ndrangheta-Zellen bald auch kriminellen Schweizer Sportvereinigungen annehmen? Oder finden wir hier weiterhin: konsensbasierte Massenschlägereien sind ok?

Wer sich in der Zwischenzeit weiterbilden will zum Kern der Geschichte, der Stadt Dresden mit seiner SG Dynamo, kann hier noch etwas weiterlesen: “Haben sie ein Hirn, und falls ja, was geht darin vor?”

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Felder (55)

Feld_Peru

Inzwischen sind Luca und Lüku (s. Felder 54) in Peru gelandet. Auf dem Feld in Mancora, genauer gesagt im Sand rechts bei der Baracke, suchen sie den ersten Titel seit 28 Jahren. Vielen Dank für die vielen Grüsse!

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Afrika Cup, Gruppe D (reloaded): Achtung, fertig, Los!

Afrikacup_LosJ

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Afrika Cup, Gruppe D

Afrika Cup DJ

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Vorsicht: Fussball-Analogie

Das ist ein bisschen wie im Fussball: Wird Real Madrid nach dem Abgang von Angel di Maria wesentlich geschwächt? Viele haben es vermutet, es ist aber nicht passiert. Redaktionen verändern sich nun mal, und wir hatten beim “Magazin” jahrelang fast keine Wechsel auf der schreibenden Seite.”

Das sagt der Chefredaktor, der wie seine Redaktionskollegen künftig nicht mehr schreiben will, angesprochen auf die prominenten Abgänge der letzten Wochen.

Wenn draussen die Welt explodierte, brachten sie ein schönes Heft über schöne Wochenenden. Darin sagten Leute, dass sie gerne Zopf essen am Sonntag. Und dass die Stiftsbibliothek in St. Gallen einen Besuch wert sei. Nun will sich “Das Magazin” aber verändern und orientiert sich künftig an Vorbildern wie dem “New Yorker”. Madrid ist da nur ein Zwischenhalt.

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Sportmuseum, jetzt erst recht!

Diese Woche wurde publik, dass die Stadt Basel die Subventionen für das schweizerische Sportmuseum in Münchenstein per Ende Jahr streichen will. Der Verlust von jährlich 150’000 Franken bedroht die älteste sporthistorische Institution des Landes erheblich.

Dabei hat das Museum just in diesem 70. Jahr seines Bestehens seine Räumlichkeiten komplett umgestaltet: Neu gibt es einen schönen Eingangsbereich mit Dauer- und Sonderausstellung und auch die unendlich vielen Objekte im Begehlager wurde neu gruppiert und inszeniert. Für das Durchforsten der Bibliothek und der riesigen Sammlung mit historischen Fotos muss man allerdings fast mal eine Woche Ferien einplanen.

Ein Besuch ist jedenfalls wärmstens zu empfehlen (gerade auch für ParlamentarierInnen aus Basel), die neuen Öffnungszeiten und alle Infos zu diesem grossartigen Kulturhaus findet man hier: www.sportmuseum.ch

(Und wer Glück hat, bekommt auf den Heimweg auch noch was Schönes geschenkt, wie ich gestern diese Pappfigur von Hans Gamper.)

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Ran an die Sparschweine eurer Kinder: für den FCW!

Beim ersten Aufruf vor 40 Tagen fehlten noch 25’000 Franken. Jetzt noch knapp 8’000.-, und es bleiben noch 8 Tage. Wers noch nicht getan hat: Unterstützt das Projekt einer umfassenden Klubchronik des FC Winterthur. Am einfachsten mit der 130-Franken-Option: dafür kriegt ihr 2016 beide Bücher per Post geliefert. Was will man mehr? Viel günstiger wird das später auch nicht werden. Erst recht nicht bei diesem Währungspuff heutzutage.

Also: Plündert eure Matratzen, metzget die Sparschweine, verkauft eure U2-Platten. Caramba!

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The mighty Charmebolzen in the aktuelle Sportstudio

Chris Norman von Smokie hatte ihm den Song auf den Leib geschrieben. Und dann hatte Kevin Keegan, die Maus vom HSV, seinen grossen Auftritt. Ein Moment fürs Leben. Zumindest für die Frau. Und vielleicht auch für den Mann links (Helmut Kohls Bruder?). Wir schreiben das Jahr 1979. Es war alles so anders. Sehen Sie selbst:

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Mario geht zu Lok und Pegida auf Distanz zu Legida

40’000 sollten kommen, viermal weniger waren es dann: Leipzig machte gestern einen auf Dresden, nur härter. Legida. Ohne relativierendes Manifest, ohne “eigentlich nichts gegen Ausländer”. Derweil trat in Dresden der Kopf der Pegida zurück. Er hatte nicht gedacht, dass bei Facebook andere mitlesen.

Im Radio sagten sie heute: Die in Leipzig haben es lieber weniger diplomatisch. Dafür seien die vielen Neonazis und Fussballfans verantwortlich. Dass am Radio in diesem Zusammenhang zwischen den zweien unterschieden wird – eigentlich erstaunlich. In der Zeitung steht, dass Mario Basler Geschäftsführer wird von Lok Leipzig, einem Fünftligisten. Ob das ein Thema war an der abendlichen Demo und wie viele von Legida das direkt betrifft und ob der nun offene Bruch zwischen Pegida und Legida das Ende von beiden bedeutet – wir hoffen auf Antworten. Heute um 20 Uhr in Züri West.

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