Fragen Sie Dr. Stephan (Folge IV)

lichti1jLieber Dr. Stephan, jetzt habe ich auch einmal eine Frage an Sie. Oder zwei. Im Kanton Zug muss man eigentlich eine Schweizer Landessprache sprechen, wenn man eine Niederlassungsbewilligung will. Eine Partei will das jetzt ändern. Also für Reiche. Wenn jemand sehr reich ist, soll es reichen, wenn er zum Beispiel Englisch kann. So wie in Rüschlikon im Kanton Zürich zum Beispiel. Dort haben sie einen sogar eingebürgert, obwohl er ausser Englisch nichts kann. Aber er ist reich. Ivan heisst er glaubs. Jetzt also meine zwei Fragen: Finden Sie es noch eidgenössisch, wenn man sich hier niederlassen kann ohne Deutsch oder Rätoromanisch? Und wenn einer den Schweizer Pass bekommt, aber nur Englisch kann, ist er dann ein richtiger oder ein anderer? Vielen Dank für die Hilfe, Ihre Nadja

Liebe Nadja, mal gradeaus: Was heisst, er ist reich? Reich oder extrem reich? Also kommt er in der Zeitschrift Bilanz? Das muss ich wissen. Sonst kann ich nicht sagen, ob er ein richtiger ist oder ein anderer. Und wegen dem Kanton Zug: Ich finde Sprachen überbewertet. Also alles was mit Sprachen und Sprechen zu tun hat. Ich sage zum Beispiel heute: “Das ist ein heikles Thema”, und dann morgen: “Das ist ein banales Thema”, und ich meine beidesmal das gleiche Thema. Das darf ich doch, oder? Oder leben wir jetzt nicht mehr in einem freien Land? Wir müssen langsam aufpassen, dass eine Meinung noch eine Meinung bleibt. Es gibt nämlich nicht mehr viele richtige Meinungen. Viele Grüsse, Dein Dr. Stephan

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Bleibender Wert

bier immernoch gutVor einiger Zeit berichteten wir an dieser Stelle, dass im Winter 1964 im Joggeli zu Basel Bier als “etwas Gutes” beworben wurde. Zu recht, wie unsere LeserInnen damals meinten. Nun, 7 Jahre später war das Bier in der Schweiz immer noch gut, wie dieses Standbild aus dem Film “Der Fall” von Kurt Früh zeigt, aufgenommen am Sechstagerennen 1971 im Hallenstadion Zürich.

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Felder (56)

Saasfee_15Es wird Fussball in Saas-Fee (schreibt der Ortskundige Samuel)

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Visionär

tagi (600x800)Heute im Tagi.

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“Zürichs Schulbuben …

1971 fcz fcb… und die sogenannte Zürcher Jugend”

Im Mai 1971.

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Viele Grüsse nach Pretoria

Postman_PretoriaAdi M. vermeldet diese Woche überrascht den Erhalt seines Exemplares von “Viele Grüsse aus dem Stadion”. Es hatte Zürich am 26. September 2014 verlassen und für die 8363 km Postweg sechseinhalb Monate gebraucht: Am 13. April 2015 did the postman ring twice. Wer sich ebenfalls noch ein Exemplar wünscht (A-Post zum  Beispiel) – nur zu! Man könne das Buch auch mit Verspätung oder mehrmals lesen, schrieb Thomas Wyss letzte Woche im Tages-Anzeiger: “Die Geschichten entwickeln bei jedem neuen Lesegang noch mehr Sog, noch mehr (Spiel-)Tiefe und, auch dies: noch mehr leise Melancholie.” 

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Die Lösung ist simpel

“Die Lösung ist simpel” – Das ist der Titel des Communiqués, mit dem sich eine (noch weitgehend anonym agierende) Taskforce diese Woche zum Thema der Fangewalt geäussert hat. Jahrelang hat man so getan, als werde man dem Fan-Problem nicht Herr – dabei liegen pfannenfertige Lösungen auf dem Tisch! Es ist den Firmen Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung hoch anzurechnen, dass sie die Veröffentlichung des Communiqués in ihren Kommentarspalten erlauben. Von den Mainstream-Medien (NZZ, Weltwoche, WOZ) wird die Wahrheit ja meistens unterdrückt. Nun aber tut sich etwas: Bereits bedienen sich Fachleute wie Klaus Zaugg (watson) und Guido Tognoni (Tages-Anzeiger) argumentativ bei der Taskforce. Das ist der richtige Weg! Hier das Communiqué:

Die Lösung ist simpel

Solidarhaftung! Chaoten müssen verhaftet werden! Gülle statt Wasserwerfer! Warum nicht auch noch mehr Militär und Securitas einsetzen? Polizisten tragen bei Demo-Einsätzen Nummern. Wieso in den Fanzonen die Zuschauer nicht auch mit Nummern versehen? Mit Schrotkugeln auf die Chaoten schiessen! 2-3 Scharfschützen, danach hast du Ruhe. Sofort Nacktscanner aufstellen. Und: Schaum ist viel wirkungsvoller als jedes andere Mittel. Man weiss plötzlich nicht mehr, wo man ist und will nur noch weg. Tränengas ist viel zu teuer. Die Rädelsführer sollten mit dem Taser in Berührung kommen. Das nächste FCB/FCZ-Spiel in Tikrit austragen. Die Radikalen können gleich dort bleiben und sich austoben.

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Heute Dienstag: Lesung mit Musik im FCZ-Museum

Heute Dienstag, 14. April, gibt es ab 19 Uhr “Viele Grüsse aus dem Stadion” und “Viele Lieder aus dem Plattenspieler“. Wo? In einem “Raum, den der FCZ Museum nennt” (T. Schifferle, Tages-Anzeiger) an der Werdstrasse 21 in Zürich 4.

Zu trinken gibt es Eichhof Pony und Bier Paul. In den Texten geht es auch “immer um Bier” (Kulturmagazin Saiten), aber mit Fussballbezug. Die Lieder handeln zum Beispiel von Paul Gascoigne (“Geordie Boys”), aber auch von Ike. Alles in allem eine vielversprechende Sache. Seien Sie dabei!

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Fragen Sie Dr. Stephan (Folge III)

lichti1jLieber Dr. Stephan, vor einer Woche habe ich in einer Sonntagszeitung gelesen, dass der Goalie David Da Costa ein sehr ehrgeiziger Jasser sei. Gestern stand in derselben Zeitung, dass der Trainer Raimondo Ponte es schade findet, dass beim FC Aarau kein Spieler mehr jassen kann. Meine Frage an Sie: Wussten Sie, dass “die anderen” auch jassen? Wer hat denen das beigebracht? Mit freundlichen Grüssen, Ihr Roman

Lieber Roman, das wusste ich nicht. Ich glaube es aber auch nicht. Vielleicht jassen sie Molotov. Es geht mir nicht um “richtiges und anderes” Jassen. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns in der Schweiz noch mit dem Jassen identifizieren können. So viele Identifikationsjasse gibt es nicht mehr. Was ist, wenn plötzlich alle Molotov oder so extreme Sachen wie Sidi Barrani spielen? Ein Jass sollte immer noch ein Jass bleiben. Aber warum fragen Sie überhaupt? Ich verstehe nicht, warum ich mich zu so banalen Dingen äussern muss. Ausserdem: Da Costa – seit wann hat die Schweiz eine Küste? Überlegen Sie mal! Mit Grüssen, Ihr Dr. Stephan

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Night boat to the future

Wie verarbeitet man eine Heimniederlage? Man verprügelt lädt die gegnerischen Fans zu einer Party in die Stadionkatakomben und lässt einen Mod-DJ in sinnloser Lautstärke Platten auflegen. 3. April 2015 – Brighton vs. Norwich 0:1 (1:1 nach Verlängerung):

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