“Und wenn du mal im Abseits stehst …

… wir holen dich da raus”, sang Peter Behrens, Schlagzeuger vom TRIO, zur EM 1988. Auch über Abseits singt Jack Stoiker, nur anders. Der Ostschweizer Barde, der vor rund 20 Jahren mit “Tätowierti Spiesser” einen der besten und wahrsten Mundartsongs aller Zeiten geschrieben hat, sagt es so:

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Lesungen mit Senf, Gläsern und Gläser

Im Sinne einer Frühwarnung ein wichtiger Hinweis auf die kommende Woche: Am Dienstag, 25. November heisst es “Viele Grüsse aus der Halbzeit” – eine Lesung mit Musik im YB-Fanlokal in Bern. Die Lesung beginnt früh um 19.15 Uhr, weil danach noch der Grill angeschmissen wird und später auch der Fernseher.

Einen Tag später dann, am 26. November, der nächste Schlag: “Viele Grüsse aus dem Libero, denn der BFC war schuld am Mauerbau” – ein Leseabend vom und beim FC Winterthur mit Musik und zusammen mit dem Berliner Autor Andreas Gläser, der seit über 40 Jahren seinem BFC Dynamo verbunden ist und darüber, aber nicht nur darüber, schreibt. Was er zu sagen hat, liest sich aktuell gerade auch in einem sehr schönen Beitrag über Fussballfans im Osten der 80er Jahre im Wall Street Journal.

In Winterthur spielt man mit dem Gedanken, Heizpilze aufzustellen für Besucherinnen und Besucher des Leseabends, die dann doch lieber draussen vor der Stadionbeiz Champions League schauen wollen (Basel gegen irgendwas). Es gibt also für alle Menschen zwischen Flaach und Bauma eigentlich wirklich keinen Grund, am Mittwoch nicht zu kommen.

 

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Lesung ohne Senf

grossewurstNach Eichhof nun Schützengarten: Donnerstag ist Leseabend. “Viele Grüsse aus dem Fanlokal” wird es heissen. 20. November 2014, 20 Uhr, in St. Gallen. Eine Lesung mit Musik. Und, eben, Schützengarten.

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Wenn die Liveticker-App…

POL_SUI… das mit den “internationalen Begegnungen” etwas gar wörtlich nimmt, staunt Leser Adriano nur noch. Unser Tipp: Handy-Weitwurf in den Urnersee.

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Fussball im Buch: „Mörderische Huren“

Bolano - Buba 001Der „Blick“ hat letzte Woche berichtet, mit welcher Gelassenheit Gilles Yapi seine schwere Verletzung aufgenommen hat: Woher nimmt Yapi diese Ruhe? «Sein Glaube hilft ihm jetzt wahnsinnig», sagt Trainer Urs Meier im “Blick“. Und „Blick“ weiss auch, wie Yapi zum Glauben gefunden hat – in einem Video auf der Homepage einer evangelischen Freikirche erzählt Yapi die Geschichte seiner Umkehr, weg von der Sünde und der Schwarzen Magie hin zu Gott .
Mir kam bei Yapis Beichte sofort das Buch „Mörderische Huren“ von Roberto Bolaño in den Sinn, das ich wenige Wochen zuvor gelesen hatte. „Buba“, eine von dreizehn Erzählungen, spielt in Barcelonas Fussball-Milieu. Buba ist ein neunzehnjähriger Profi-Fussballer aus Afrika, der die erste Saison in Spanien spielt und fast nichts über sich und sein bisheriges Leben erzählt. Dafür berichtet sein Mannschafts-Kollege Azevedo umso mehr, unter anderem von Bubas Blut-Ritual, das dem Team in der Krise den Sieg zurückbringen soll. Bolaños Stil ist spröd, aber von hypnotischer Kraft. Oder in den Worten des FAZ-Kritikers, „…..er verweigert Hinweise auf tiefe Beweggründe für die Handlungen seiner Protagonisten; und trotzdem wirken diese Helden in überraschender Weise komplex und plausibel….“

Niklaus Meienberg hätte am chilenischen Schriftsteller Roberto Bolaño grosse Freude gehabt. Denn Bolaño , der 2003 – zehn Jahre nach Meienbergs Tod – in Barcelona verstorben ist, löste in der Literatur ein, was Meienberg von ihr immer gefordert hatte: Bolaño schaut der Wirklichkeit zuerst aufs Maul, bevor er sie in der Literatur überhöht. Und das Dokumentarische ist dabei präzis recherchiert.
Genau diese Haltung hatte Meienberg 1983 bei manchen Kulturschaffenden in der Schweiz vermisst und mit seiner bissigen Kritik die „Realismus-Debatte“ in der WoZ lanciert.
Wem das jetzt etwas zu theoretisch vorkommt – hier eine weitere Episode aus „Buba“ in „Mörderische Huren“: Herrera, Bubas chilenischer Mannschaftskollege in Barcelona, berichtet wie er als erst neunzehnjähriger Neuling beim argentinischen Klub Gimnasia y Esgrima La Plata aus der sportlichen Krise gefunden hat. Den Tip hatte er von Cerrone , dem Veteran im Tor, bekommen: „Wenn du nichts Besseres zu tun hast, Junge, und die Probleme dich auffressen, versuchs mal mit Prostituierten.“

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Postkarte zum Wochenende

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Gefunden auf dem grandiosen Plainpalais-Flohmarkt in Genf. Um sachdienliche Hinweise wird freundlich gebeten.

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Frauen und Kinder zuerst!

Jetzt fängt auch noch Zürichs alternativer Polizeivorsteher Richard Wolff damit an:

Dabei wäre ein Fussballmatch für alle – auch für Familien mit Kindern – ein viel tolleres Erlebnis, wenn Lust und Frust von allen friedlich und fair ausgelebt werden könnten.

Wäre, wenn, könnten. Als ob jedes verdammte Fussballspiel in Zürich seit zehn Jahren von Krawallen überschattet und die panikartige Flucht von Eltern mit Kindern aus der Gefahrenzone fester Bestandteil jedes Spielbesuchs wären.

“Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann”, zitiert Wolff ein Buch von Biermann/Fuchs über die Geschichte des modernen Fussballs. Doch könnte, was für das Spiel gilt, nicht auch für die Rhetorik von Amtspersonen gelten?

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Stella Rossanera

001_nordstern_cf.0917698dAn der gestrigen Lesung in Luzern machte ich Bekanntschaft mit der “Groppe Nordschtärn”, die sich zusammengefunden hat in der gemeinsamen Verehrung des Jubiläumsliedes des FC Nordstern aus dem Jahre 1976 (zu hören auf 45football.com). Aus  Respekt vor der Förderung der kulturellen Nischenproduktionen, für die die “Groppe Nordschtärn” ohne Zweifel steht, habe ich nun noch die zweite Version des Vereinsliedes digitalisiert: “Nordstern, Nordstern, Nordstern” von der vereinsnahen Gugge-Musig Räpplischpalter. Drei Tage nach dem 11.11. passt das ja wie die Faust aufs Auge.

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Was kümmert uns der Mauerfall?

“Es geht hier nicht um die Banane, es geht hier um die Wurst.” Das ist einer der letzten vernehmbaren Sätze einer illustren Reisegruppe, und er fällt auf der Rückfahrt im Mitropa-Wagen.

Es ist der 11. November 1989. Ganz Ostberlin strömt in den Westen, es gibt kein Halten mehr. Doch eine Handvoll Fussballfans bleibt davon unberührt: Sie fahren für Eisern Union ans Auswärtsspiel, zur BSG Kernkraftwerk Greifswald. Die Wende kann warten. Ein grosses Glück für uns alle, hatten Zecke, Nase und Co. damals ihren Kameramann dabei:

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Achtung: Heute Veranstaltung!

pascal_claude_vielegrusseausdemstadionHeute Donnerstag, 13. November 2014, 19.30 Uhr, Zone5 am Bundesplatz in Luzern: “Viele Grüsse aus dem Stadion” – Lesung mit Musik ab Fussballschallplatte.

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