Postkarte zum Wochenende

Malmoe

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Negen en zeventig

Für die einen hält der 31. Oktober orange Kürbisse bereit, für die andern oranje Schallplatten: DS’79 – wordt kampioen!

DS’79 steht für Drechtsteden 1979, einen Verein, der 1883 als Dordrechtsche FC gegründet wurde und nach einigen Umstrukturierungen und Umbenennungen heute wieder fast so heisst wie damals: FC Dordrecht. Als solcher spielt er seit dieser Saison wieder in der Eredivisie, nur leider nicht so gut: 5 Punkte aus 10 Spielen, und morgen gehts zu Ajax.

Die Single aber zeugt von einer Zeit des Aufbruchs: von 1979, als der FC Dordrecht den Namen der Region erhielt und auch gleich ein neues Gründungsjahr: “Neunundsiebzig, DS wird Meister, neunundsiebzig, DS, da ist was los”. Oder so etwas in der Art singen sie. Sehen Sie hier die obersten 4 Centimeter der Plattenhülle mit der hintersten Reihe des topmotivierten DS-Studio-Chors:

482_DS79_cf Kopie

Und hier der Unterbau:

DS_Fusse

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I want to throw my bicycle

Im Buch “Viele Grüsse aus dem Stadion” ist in einem der Texte eine Szene aus einem ostslowakischen Stadion beschrieben, wo ein Zuschauer scheinbar ohne Probleme sein Velo durch die Eingangskontrolle schleusen konnte. Mein Zürcher Sportsfreund Matej aus Trnava hat mich nach der Lektüre nun darauf hingewiesen, dass Velos in slowakischen Stadien eine gewisse Tradition haben.

Vor fast genau acht Jahren, am 29. Oktober 2006, begegneten sich in der 18. Runde der höchsten Liga in Bratislava Artmedia Petrzalka (kurzzeitig berühmt durch wenig nachhaltige Champions-League-Auftritte) und Spartak Trnava. Spartak lag am Tabellenende und drohte abgehängt zu werden. Die slowakische Liga wollte sich eine Zukunft ohne Zugpferd aus Trnava aber nicht ausmalen, und so wurde ein wenig nachgeholfen. Nach Artmedias 1:0 waren die Spieler des Heimteams geheissen, sich vornehm zurückzunehmen. Spartak erzielte aus dem sich daraus ergebenden Strauss an Chancen dann irgendwann tatsächlich zwei Tore und gewann. Das hingegen fanden selbst die mitgereisten Fans aus Trnava unter jeder Würde. Sie skandierten “Skurvena Liga”, was wir hier nicht weiter übersetzen möchten.

Im Rahmen dieses wütenden Protestes wurde dann also auch zu einem Fahrrad gegriffen, das aus welchen Gründen auch immer am Spielfeldrand platziert war (Minute 4.24). Die slowakischen Wettbüros übrigens, und dann ist Ende der Geschichte, hatten die Partie kurz vor Anpfiff aus ihrem Angebot entfernt.

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condrita

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Condrita, Moldawien. Foto admin

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Gastronomie, jetzt oder nie!

libero 1972Warm gegen kalt, im Tor Schinkenomelette gegen Buurefleischkäse (vom Bär), vorne Jägerspiess und Schweinskotelett gegen Hors-d’oeuvre und Salamiteller (Citterio). Diese Auswahl! Und dann diese Preise! En guete.

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Helene Fischer gegen Hooligans gegen Salafisten

Am Sonntag hat in Köln also eine Demonstrationen von rechten “Hooligans gegen Salafisten” (bzw. gegen Muslime bzw. gegen Ausländer) stattgefunden. Es kam zu den schwersten Krawallen in Nordrhein-Westfalen der letzten Jahrzehnte. Deutsche Politiker sprechen von einer neuen Dimension der Militanz. Und was lesen wir in der Schweiz in 20minuten (Tamedia) über die Ausschreitungen? Unter dem Titel “Atemlos” stellt Demo ruhig steht

Um 16 Uhr brach die Polizei die Demo ab – um die Gemüter zu beruhigen, spielte sie laut dem Newsportal express.de den Schlagerhit “Atemlos” von Helene Fischer.

Was 20minuten hier zitiert, ist nicht irgendein “Newsportal”, sondern die Webseite des ungefähr sinnlosesten Revolverblatts von ganz Deutschland, des Kölner “Express”. Es reicht 20minuten aber noch nicht, ein Ereignis wie die Hooligan-Demo auf einen Helene-Fischer-Witz zu reduzieren. Man schreibt von den Falschen auch noch falsch ab. Und flugs wird aus dem Pianist der Polizist.

Im neuen Jahrbuch zur Medienqualität schreibt das Zürcher Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft in diesem Zusammenhang von “qualitätsniedrigen Medien” – und dass deren Ausbreitung auf Kosten von Qualitätsblättern den öffentlichen Diskurs in der Schweiz bedrohten. Wer möchte da widersprechen?

Wobei sich auch die Qualitätsblätter schwer tun. Als vermutliche einzige Zeitung im deutschen Sprachraum vermeldet die NZZ am Montag eine Demonstration, bei der es

zu schweren Ausschreitungen zwischen Fussballfans und islamistischen Gegendemonstranten

gekommen sei. Als wären 49 verletzte Polizeibeamte nicht genug. Der Tages-Anzeiger begibt sich derweil auf die Spuren des “Blick” und macht aus einer wochenalten Behauptung der Frankfurter Rundschau, die an einer früheren Hooligan-Demo jemanden mit FCB-Fan-Utensilien gesehen haben will, pauschal die “FCB-Fans”. Tönt gut, vor allem auch, wenn im Titel suggeriert wird, diese seien in Deutschland “Teil der temporären Kampfgemeinschaft“.

Ja, sie gibt viel her, diese Demo “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa bzw. neu: HeFiGeHoGeSa), auch viel Nonsense. Wer das andere lesen will, soll sich an “Ein schwarzer Nachmittag in Köln” auf der Facebookseite von BAFF wenden. Besser gehts wohl kaum.

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Lesungen “Viele Grüsse aus dem Stadion”

Es gibt eine kleine Lesetour mit Musik zum Buch “Viele Grüsse aus dem Stadion”. Bisherig Stationen waren Zürich und Berlin, demnächst folgen Luzern, St. Gallen, Bern, Basel und Winterthur. Genaueres hierzu in der Spalte rechts unter “Lesungen“.

Die inzwischen schon zahlreichen Pressestimmen gibt es hier.

Schokoladen_Buehne

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Was eine solidarische Gesellschaft kaputt macht

In der heutigen NZZ kritisiert Michael Schoenenberger das gegenwärtige System der Sozialhilfe, die in seinen Augen immer mehr zur Sozialrente verkommt. Schoenenberger schreibt:

Es darf nicht sein, dass eine hart arbeitende Familie sich kein Auto und keine Ferien leisten kann, derweil der Sozialhilfebezüger in solchen Wohlstandsgenuss kommt. Solches macht eine solidarische Gesellschaft kaputt.

Was eine solidarische Gesellschaft vielleicht ebenso kaputt macht: Dass eine hart arbeitende Familie die normale Steuerlast zu tragen hat, während zugezogene Multimillionäre mit den Behörden lukrative Steuerdeals aushandeln dürfen. Davon ist in der NZZ aber nichts zu lesen.

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Sainte-Croix VD, Foto by admin

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Der Goldzwerg

477_Hugo_Sanchez_kleinSehen Sie hier eine der erstaunlichsten Coverrückseiten in der Geschichte der Fussballschallplatten: Hugo Sanchez, “El Nino de Oro”, wie die Platte heisst. Falls Sie sie hören möchten: Sie ist seit gestern neu auf 45football.com zu finden. Aber Achtung: Der Nino traf die Tore besser als die Töne.

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