Von der Schönheit des Stolperns

Letzten Sonntag hat Melbourne Victory die A-League Australiens gewonnen, nach einem 3:0 im Grand Final gegen den Sydney FC. Nun dürfen wir uns in einem 15-minütigen Zusammenschnitt ansehen, was sonst noch so lief diese Saison down under, beziehungsweise: was nicht so lief. Eine Viertelstunde der Unzulänglichkeiten, Missgeschicke und Verstolperer, Eigentore, Fehlschüsse und Grätschen per Kopf. Und das Erstaunliche daran: Bei all dem wirken die Menschen so viel weniger ernst und verbissen als hier. Fast als wäre das Spiel noch ein Spiel. Aber vielleicht hat das Fox Sports auch manipuliert. Und in Wahrheit ist alles ganz traurig. Wie auch immer, there you go:

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Von der 1. Liga Promotion ins “Echo der Zeit”

xamaxJa, es ist ein Ereignis allererster Güte und Schönheit: Die Rückkehr von Xamax bzw. Neuchâtel Xamax FCS unter das Dach der Swiss Football League. Dass es die verlorenen Söhne von der Maladière aber direkt ins “Echo der Zeit” schaffen, diesem so wunderbar aus der Zeit gefallenen Informationsliebling der Bildungsbürger, verwundert einen dann doch ein wenig. Hören Sie selbst.

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Wenn das blaue Kissen piekst

Was macht eigentlich Dimitri Rybolowlew? Zuerst wurde der Russe ja Milliardär. Er hatte mit Düngemittel gehandelt, worauf sein Vermögen wundersam schnell wuchs. Darauf legte Rybolowlew eine Pause ein, im Gefängnis. Dort sass er zehn Monate, weil man ihn mit einem Auftragsmord in Verbindung gebracht hatte. Es blieb aber nichts an ihm hängen. Also modiglianjuristisch. Dann bekam Rybolowlew Ärger mit seiner Frau. Weil er befürchtete, bei einer Scheidung einen beträchtlichen Haufen seines Vermögens an sie zu verlieren, investierte er schnell ein paar Millionen: in die AS Monaco. Mit der stieg er auf.

Um die AS Monaco ist es inzwischen wieder etwas ruhiger geworden. Am Wochenende kann sie sich zwar wieder für die Champions League qualifizieren, aber der grosse Spass am Fussball scheint bei Rybolowlew bereits wieder verflogen. Ungebrochen aber ist seine Liebe zur Kunst. Und da hat er nun wieder Ärger am Hals: mit seinem Genfer Kunstvermittler Yves Bouvier. Der soll ihn um ein paar Millionen betrogen haben beim Kauf von Modiglianis “Nu couché au coussin bleu”. Sagt Rybolowlew. Stimmt gar nicht, sagt Bouvier, 20 Millionen Provision, das mache er immer so.

Zuständig ist die Justiz in Monaco. Die ist so unabhängig wie in einem Fürstentum halt möglich. Anfang Jahr trafen sich Rybolowlew und der Justizminister zum Znacht in Gstaad. Kurz darauf wurde Bouvier verhaftet. Ob er in seiner Zelle die Spiele der AS Monaco schauen durfte, war nicht in Erfahrung zu bringen.

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Cover art

Heute hat mir der Pöstler eine Platte gebracht, die mich irgendwie an David Shrigley erinnert. Aber das kann fast nicht sein. David Shrigley war etwa zwölf, als die Platte rauskam. Und ob einer aus Macclesfield jetzt genau Lierse unterstützt?

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Fussball im Videoclip

Sehen Sie hier die famosen Sleaford Mods und dann finden Sie bitte für uns heraus, wer dort vor dem Busfenster spielt ab Minute 1:50. Danke.

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„Arm ist nicht derjenige, der wenig besitzt….“

mujica 001Pepe Mujica, Staatspräsident aus Uruguay, ist vielen Fussball-Fans nur einmal aufgefallen, nämlich nach dem Ausschluss von Luis Suarez bei der letzten WM in Brasilien („Die FIFA ist ein Haufen alter Hurensöhne“). Aber Mujica bewundert man nicht wegen dessen  Aussagen zum Fussball, sondern weil er – im neuen wunderbaren Film-Portrait  über ihn und seine Frau – sagt, was wenige in der Politik  so klar und deutlich aussprechen:  „Arm ist nicht derjenige, der wenig besitzt, sondern derjenige, der immer mehr braucht.“ – Spannend wäre es zu wissen, ob Mujica auch Vorbild ist für die Spieler seines Nationalteams: Spendet einer der Uru-Stars  - so wie der Staatspräsident  - 90 Prozent  seines Einkommens für soziale Projekte?  - “Ich bin kein Freund von staatlicher Einmischung in den Sport, erst recht nicht im Fußball. Fußball ist ein Teil der Identität der Menschen in Uruguay. Aber es gibt Grenzen, und manchmal zwingt uns die Realität zum Handeln.” Das  sagte auch Mujica, in seiner unverwechselbaren,  direkten Art,  im März 2014. Da war es nach einem Spiel zwischen Rekordmeister Nacional Montevideo und den Newell’s Old Boys aus Argentinien (2:4)  zu schweren Ausschreitungen  gekommen. Anschliessend  ordnete Mujica den Rückzug sämtlicher Polizeikräfte aus den beiden größten Stadien des Landes an. – Mujica wurde  auch schon für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, unter anderem wegen der Legalisierung von Marihuana, seinen Verdiensten bei den Menschenrechte und der nachhaltigen Entwicklung in Uruguay.  – Los,  raus aus dem Sofa, ab ins Kino!  Mujica muss man sehen und hören, diese Stimme und ihre Botschaft vergisst man nicht: „Die einzigen Besiegten sind die, die aufgehört haben zu kämpfen.“

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Postkarte zu Auffahrt

toulon

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Im Nahmen der Schadenfreude

Der “Blick” macht sich über die Genossinnen Allemann und Graf-Litscher lustig, die im Parlament die gleichen Reden schwingen:

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Das Buch zum Musical

Von 2002 bis 2006 erschien  im FCSG-Matchprogramm „Inside“ die Kolumne „Hutter&Mock“: Enzo Hutter und Roman Mock treffen sich bei jedem  Match auf der Espenmoos-Gegentribüne und freuen sich zusammen über die Erfolge des FCSG.  Wenn es  nicht rund läuft, klagen und wettern sie, und zerfetzen jeden, der ihnen unter die grünweissen Augen kommt.  - Eine typische Fussball-Kolumne aus der Ostschweiz: Mock ist der behäbige, bodenständige Thurgauer, Hutter der kultivierte  Fan aus der Bratwurst-Stadt. Und ohne Fussball hätten die beiden nach zwei Minuten  kein gemeinsames Gesprächs-Thema mehr. – Tanja Landolt ist die Freundin von Enzo Hutter:  Tanja ist  FCZ-Fan.  Tanja und Enzo sind unzertrennlich, aber der Fussball reisst manche Wunde in ihre verletzlichen Fan-Seelen. Zum Beispiel hier, im Herbst 2002:

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„Hutter&Mock“ kam  mit dem „Inside“ alle zwei Wochen per Post. 2004 brachte der  Verlag Saiten 37 Folgen als Sammelband  mit Zeichnungen von Manuel Stahlberger  heraus. Das St.Galler Fanmagazin SENF druckt vierteljährlich eine Folge aus den Jahren 2004 bis 2006  ab. Aktuell  greift das Musical „Ost-Side-Story“ im Zürcher Hecht-Theater das Thema einer Fanfreundschaft zwischen Zürich und St.Gallen auf.

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Blinder Reporter im Teilchenbeschleuniger

“Blick”-Liveticker zu Le Mont – FC Winterthur (Pausenstand 1:1):

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