Ein Herz für Verlierer

Loser 001„The Other Final“ war ja kein naiver Film. – Sicher, etwas kitschig war das alles schon, diese gross inszenierte Begegnung und Umarmung  von Bhutan und Montserrat, die beide den letzten Platz der FIFA-Rangliste loswerden wollten.  Es war ein Film über Loser – aber wer hat schon kein Herz für Verlierer?

Ab Minute 4.30 kann man schauen, wie viel Gutes all die Jahre über mit den vielen FIFA-Millionen getan wurde: Zum Beispiel auf Montserrat, einer kleinen Insel  mitten im Meer  - weit weg.  Dort verwüstete ein Vulkan das Fussballstadion. FIFA-Vize-Präsident Jack Warner erklärt uns bei der Einweihung des neuen Platzes die Welt des Balls: Er lobt die Geschmeidigkeit des karibischen Fussballs, während ihm jener aus Asien etwas steif und militärisch vorkommt. – Dann versucht Warner  selbst mit dem Ball zu tanzen, im Takt des Calypso, voller Flair und  Panache  und man merkt, er kann es nicht – oder nicht mehr. Aber Jonglieren in einem Hausgang ist ja auch nicht ganz einfach. – Man ist gerührt und fragt sich: Warum nur setzt sich das Gute nie durch, warum gibt es für Romantiker im Fussball keinen Platz, warum kommen immer irgendwelche Stinkstiefel und machen alle kaputt, die nur Gutes tun, aber nicht mehr darüber reden wollen?

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Zum schönen 27. Mai

“This for Fifa is good” Walter the Gregorio, Fifa-speakerer

Blattini

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“Les amoureux du ballon rond”

Aufstiegsmusik die Vierte: Die internationalen Promotionswochen haben auch in Frankreich Herrliches zutage gefördert. So kommt ein Verein zurück, dessen süffigen Namen wir schon schmerzlich vermisst haben: Espérance Sportive Troyes Aube Champagne. Allez Hopp, allez Aube! (für schunkeligen Hörgenuss wie immer aufs Bild klicken)

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“And with rattles in hands they sing …”

Musik zum Aufstieg die Dritte: Gestern war Ornithologentreff im Wembley, und die Freunde des Kanarienvogels feierten wild. Wahrscheinlich auch zu diesen Takten Tanzmusik aus der Karibik (für wahrhaftigen Hörgenuss aufs Bild klicken):

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Bianco-Neri FCZ

Aufstieg mit Musik zum Zweiten: Die frühere Besitzerin dieser Schallplatte darf sich ab heute auf die nächste Saison freuen. Es kommt endlich wieder zum Duell ihrer Lieblingsmannschaften. (für durchschnittlichen Hörgenuss auf das Bild klicken)

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“Jetzt läuft das grosse Spiel”

Bei der Aufstiegsfeier 2014 dachte man noch, SVD-Präsident Klaus Rüdiger Fritsch habe sich versungen: “Nie mehr, nie mehr, zweite Liga, nie mehr, nie mehr”. Seit gestern wissen wir: Er war bloss allen ein Jahr voraus. (für unbeschreiblichen Hörgenuss aufs Bild klicken)

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Von der Schönheit des Stolperns

Letzten Sonntag hat Melbourne Victory die A-League Australiens gewonnen, nach einem 3:0 im Grand Final gegen den Sydney FC. Nun dürfen wir uns in einem 15-minütigen Zusammenschnitt ansehen, was sonst noch so lief diese Saison down under, beziehungsweise: was nicht so lief. Eine Viertelstunde der Unzulänglichkeiten, Missgeschicke und Verstolperer, Eigentore, Fehlschüsse und Grätschen per Kopf. Und das Erstaunliche daran: Bei all dem wirken die Menschen so viel weniger ernst und verbissen als hier. Fast als wäre das Spiel noch ein Spiel. Aber vielleicht hat das Fox Sports auch manipuliert. Und in Wahrheit ist alles ganz traurig. Wie auch immer, there you go:

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Von der 1. Liga Promotion ins “Echo der Zeit”

xamaxJa, es ist ein Ereignis allererster Güte und Schönheit: Die Rückkehr von Xamax bzw. Neuchâtel Xamax FCS unter das Dach der Swiss Football League. Dass es die verlorenen Söhne von der Maladière aber direkt ins “Echo der Zeit” schaffen, diesem so wunderbar aus der Zeit gefallenen Informationsliebling der Bildungsbürger, verwundert einen dann doch ein wenig. Hören Sie selbst.

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Wenn das blaue Kissen piekst

Was macht eigentlich Dimitri Rybolowlew? Zuerst wurde der Russe ja Milliardär. Er hatte mit Düngemittel gehandelt, worauf sein Vermögen wundersam schnell wuchs. Darauf legte Rybolowlew eine Pause ein, im Gefängnis. Dort sass er zehn Monate, weil man ihn mit einem Auftragsmord in Verbindung gebracht hatte. Es blieb aber nichts an ihm hängen. Also modiglianjuristisch. Dann bekam Rybolowlew Ärger mit seiner Frau. Weil er befürchtete, bei einer Scheidung einen beträchtlichen Haufen seines Vermögens an sie zu verlieren, investierte er schnell ein paar Millionen: in die AS Monaco. Mit der stieg er auf.

Um die AS Monaco ist es inzwischen wieder etwas ruhiger geworden. Am Wochenende kann sie sich zwar wieder für die Champions League qualifizieren, aber der grosse Spass am Fussball scheint bei Rybolowlew bereits wieder verflogen. Ungebrochen aber ist seine Liebe zur Kunst. Und da hat er nun wieder Ärger am Hals: mit seinem Genfer Kunstvermittler Yves Bouvier. Der soll ihn um ein paar Millionen betrogen haben beim Kauf von Modiglianis “Nu couché au coussin bleu”. Sagt Rybolowlew. Stimmt gar nicht, sagt Bouvier, 20 Millionen Provision, das mache er immer so.

Zuständig ist die Justiz in Monaco. Die ist so unabhängig wie in einem Fürstentum halt möglich. Anfang Jahr trafen sich Rybolowlew und der Justizminister zum Znacht in Gstaad. Kurz darauf wurde Bouvier verhaftet. Ob er in seiner Zelle die Spiele der AS Monaco schauen durfte, war nicht in Erfahrung zu bringen.

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Cover art

Heute hat mir der Pöstler eine Platte gebracht, die mich irgendwie an David Shrigley erinnert. Aber das kann fast nicht sein. David Shrigley war etwa zwölf, als die Platte rauskam. Und ob einer aus Macclesfield jetzt genau Lierse unterstützt?

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