Fragen Sie Dr. Stephan (Folge IV)

lichti1jLieber Dr. Stephan, jetzt habe ich auch einmal eine Frage an Sie. Oder zwei. Im Kanton Zug muss man eigentlich eine Schweizer Landessprache sprechen, wenn man eine Niederlassungsbewilligung will. Eine Partei will das jetzt ändern. Also für Reiche. Wenn jemand sehr reich ist, soll es reichen, wenn er zum Beispiel Englisch kann. So wie in Rüschlikon im Kanton Zürich zum Beispiel. Dort haben sie einen sogar eingebürgert, obwohl er ausser Englisch nichts kann. Aber er ist reich. Ivan heisst er glaubs. Jetzt also meine zwei Fragen: Finden Sie es noch eidgenössisch, wenn man sich hier niederlassen kann ohne Deutsch oder Rätoromanisch? Und wenn einer den Schweizer Pass bekommt, aber nur Englisch kann, ist er dann ein richtiger oder ein anderer? Vielen Dank für die Hilfe, Ihre Nadja

Liebe Nadja, mal gradeaus: Was heisst, er ist reich? Reich oder extrem reich? Also kommt er in der Zeitschrift Bilanz? Das muss ich wissen. Sonst kann ich nicht sagen, ob er ein richtiger ist oder ein anderer. Und wegen dem Kanton Zug: Ich finde Sprachen überbewertet. Also alles was mit Sprachen und Sprechen zu tun hat. Ich sage zum Beispiel heute: “Das ist ein heikles Thema”, und dann morgen: “Das ist ein banales Thema”, und ich meine beidesmal das gleiche Thema. Das darf ich doch, oder? Oder leben wir jetzt nicht mehr in einem freien Land? Wir müssen langsam aufpassen, dass eine Meinung noch eine Meinung bleibt. Es gibt nämlich nicht mehr viele richtige Meinungen. Viele Grüsse, Dein Dr. Stephan

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1 Response to Fragen Sie Dr. Stephan (Folge IV)

  1. Steffan Lychtsteiner says:

    Ich finde, wenn der Kanton Zug das alles vorher mit dem Trainer abspricht und sich bewusst ist, dass das ein heikles Thema ist, ist alles in Ordnung. Diese Meinung habe ich jedenfalls, hat man mir gesagt bei 20Minuten.

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