Obacht: Thun verbietet Gästen den Fangesang!

“Gemeinsam gegen Menschen, welche die Vorschriften nicht einhalten.”

Das ist einer der vier Grundkonsense, auf die sich der FC Thun und die Stadt Thun heute im Bemühen um “friedliche Fussballspiele” geeinigt haben. “Gemeinsam gegen Menschen”, das tönt ja schon einmal gut. Wer könnte da dagegen sein? Gegen Menschen sind wir doch alle.

Was aber aufhorchen lässt: Für friedliche Fussballspiele gehen der FC Thun und seine Stadt nun ganz neue Wege. So wird das Thuner Stadion weltweit das erste sein, in dem den Gästefans das Singen verboten wird:

Thun_Chor

 

Da fragt man sich natürlich: Welche Vorschriften wurden denn in der Vergangenheit durch Choreinlagen missachtet? Hatten die Gäste Mühe mit dem hohen C? Gab es zu viele Lieder in auswärtigen, also niederen Dialekten? Waren die Wechselgesänge rhythmisch ungenügend?

FC-Thun-Präsident Lüthi wurde in den letzten Tagen ja nicht müde zu betonen, dass es den FC Thun eventuell bald nicht mehr geben könnte. Die neuen Auflagen, unter die er nun seine Unterschrift gesetzt hat, werden da sicher helfen im Sinne einer Beschleunigung. Zu vermuten ist nämlich: Die Gäste werden in Thun weiterhin singen. Einfach nicht mehr drinnen.

PS: Eine Lockerung des bestehenden Alkoholverkaufsverbots im Gästesektor will man in Thun immerhin prüfen. Die Rückkehr der Schwenkfahne durch die Hintertür?

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