Die NZZ und die Hooligans: rechtsextreme Antirassisten?

Wenn Rechtsextreme und Hooligans und rechtsextreme Hooligans gemeinsam in den (Strassen-)Kampf gegen Salafisten ziehen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Auch bei seriösen Blättern. Wenn nun aber die NZZ von “Hooligans” schreibt, die sich “verdrossen” von den Rechtsextremen “distanziert” hätten, und diese Behauptung mit einem Hyperlink auf BAFF belegen will, wird man doch einigermassen sprachlos.

BAFF, das Bündnis aktiver Fussballfans, setzt sich seit zwanzig Jahren engagiert, klug und beharrlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fussball ein. Das steht, hätte es die zuständigen Redaktoren interessiert, auch ganz zuoberst auf der von ihnen verlinkten Webseite. BAFF-Leute riskieren für ihren Einsatz viel, u.a. von rechten Hooligans bedroht zu werden, die “keine Politik im Stadion” fordern. Zu behaupten, in Köln habe es zwischen Hooligans und Islamisten gescheppert, war schon eine ziemliche Leistung der NZZ. Aber BAFF des Hooliganismus zu bezichtigen, das ist dann doch kaum mehr zu toppen.

(Screenshot 17:47)

NZZ_linkj

This entry was posted in Deutschland, Fans, Medien. Bookmark the permalink.

1 Response to Die NZZ und die Hooligans: rechtsextreme Antirassisten?

  1. Avi Tikva says:

    Was für seltsame Blüten diese neuerliche Hooligan-Hysterie treibt, zeigt doch die heutige Titelseite von 20Minuten:

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Hooligan-Fan-spaziert-ins-KKW-und-macht-Selfies-19360673

    Die Message dahinter ist klar: Hooligans, oder besser Fussballfans, wollen den Putsch. Sie haben sich dazu bereits in hochsensitiven Anlagen wie AKW’s eingenistet.

    Ohne den möglicherweise rechten Hintergrund dieser Person zu verharmlosen: Aber solche Zeitgenossen wollen sich in erster Linie prügeln und Action. Um die verfassungsmässige Ordnung zu stürzen, sind sie schlicht zu dumpf.

Comments are closed.