Der Antitheser

Er träumt davon, noch einmal 18 zu sein und sich selber als Trainer zu haben, weil dieser Trainer dann wüsste, “wie er mich führen muss.” Er sagt über seine Karriere als Spieler: “Ich war zwar deppert in der Birne, aber kicken habe ich können.” Er hat während seiner Profikarriere Biologie studiert, “ungefähr 25, 26 Semester”, und ging als Trainer an Demonstrationen. Er hat sich als Spieler die Fingernägel schwarz lackiert und wünschte, vom Trainer “Bob Dylan” gerufen zu werden. Auf das Vertragsangebot eines Vereinspräsidenten reagierte er mit einem Münzenwurf, “Zahl ist ja, Kopf ist nein”, und den Fussball sieht er “auch als Hure, die sich am Markt anpreisen muss.” Die Rede ist vom Österreicher Alfred Tatar, heute Trainer des Zweitligisten First Vienna Football Club und Verfechter radikal neuer Spielideologien:

Dank an HC und Doma für den Hinweis auf das Video. Und dem ballesterer Nr. 11 vom Dezember 2003 für das zeitlos gültige Interview mit “Alfred, dem Hüter der Naturgesetze”.

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4 Responses to Der Antitheser

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  2. Benibunny says:

    Sogar in Österreich heisst die zweite Liga “Erste Liga”. hmpf.

  3. admin says:

    Gut, bei uns heisst so die vierte.

  4. Hi,

    da ich den Ballesterer 12 nicht im Archiv habe, danke dir herzlich für die knackige Zusammenstellung über den großen Tatar. Und noch ein extra “Hossa” für Dein Blog, der mir durch aufrechte Haltung und mutige Meinung sehr viel Freude bereitet.

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