Posts Tagged ‘DFB’

DFB gerettet!

Friday, January 30th, 2009

Vor einem Monat mussten wir noch befürchten, der Deutsche Fussballbund (DFB) werde aufgrund eines Kommentars zu einem Blog-Eintrag führungslos. Jetzt die Kehrtwende: DFB-Präsident Zwanziger will nun doch nicht zurücktreten! Seine Verbandsfreunde haben ihm versichert, ihn künftig besser gegen hinterhältige Angriffe aus der virtuellen Welt zu schützen. Deshalb habe er jetzt wieder Freude an seinem Amt. Na dann ist ja alles gut.

Antwort der NZZ

Tuesday, December 2nd, 2008

Wie Herr Noz im Browserdienst zum Runden Leder korrekt erwähnte, stellte ich der NZZ kürzlich eine wichtige Frage zur Nichterwähnung des Themas Weinreich/DFB. Heute kam nun eine Antwort, was ja auch nicht selbstverständlich ist. Sie lautet, sehr kurz zusammengefasst: Die Geschichte ist für den Sportteil zu wenig sportlich und für den Medienbund zu deutsch.

Das muss ich als Abonnent jetzt nun so akzeptieren und tue es auch mit der dafür nötigen Gelassenheit. Einen Wunsch an die NZZ hab ich aber schon: Dass sie, falls der Herr Zwanziger mit seiner Klage entgegen allen Erwartungen irgendwann durchkommt und der Herr Weinreich dann vorbestraft ist wegen Ehrverletzung und dazu ein paar Monate seines Berufslebens für seine Verteidigung verschwendet hat, sie ihn dann nicht fallen lässt. Also die NZZ den Herrn Weinreich als ihren freien Mitarbeiter in Sportkorruptionsfragen.

Das wünsch ich mir von meiner Zeitung. Und dass sie nicht so viele Leute entlässt wie angekündigt. 

Allen einen schönen Advent.

Frage an die NZZ

Friday, November 28th, 2008

Liebe NZZ

Schon sehr lange habe ich Sie abonniert. Auch Ihre Sonntagsausgabe. Das Folio lese ich gerne und einige seiner Redaktoren spielen wirklich schönen Hallenfussball. Jetzt nimmt mich aber einmal etwas wunder.

Diese Woche haben Sie wieder einmal einen Artikel des angesehenen deutschen Sport-Enthüllungsjournalisten Jens Weinreich publiziert, zur ISL-Pleite, zum Fifa-Gemauschel, zu korrupten Funktionären. Es war Weinreichs x-ter Beitrag in Ihrer Zeitung. Offenbar halten Sie ihn also für seriös und glaubwürdig genug (bzw. in dieser Sache mindestens so glaubwürdig und kompetent wie Ihre eigenen Leute), für Sie über ein derart delikates Thema wie die ISL-Geschichte zu berichten. Jens Weinreich ist in seiner Heimat nun aber seit vielen Wochen Zielscheibe einer beinahe grotesken Kampagne des Deutschen Fussball Bundes (DFB). Ist Ihnen das keine Zeile wert? Heute habe ich im Freitagsdossier den hoch geschätzten Medienbund durchgeblättert. Auch nichts, trotz der jüngsten Entwicklung in diesem Fall.

Wie ist das möglich? Haben Sie das verschlafen oder finden Sie das unwichtig? Oder habe ich da etwas übersehen, eine Kurzmeldung vielleicht?

Hochachtungsvoll

Ihr Leser P. Claude

Zwanziger und der DFB: Jämmerliches Communiqué

Monday, November 17th, 2008

An dieser Stelle wurde bereits zweimal auf DFB-Präsident Zwanzigers eigenartige Reaktion auf eine journalistische Kritik hingewiesen. Nun folgt der dritte Akt: Zwanziger zieht seine Klage zurück, doch der DFB verdreht dieses Eingeständnis von Dünnhäutigkeit und Inkonsequenz in einer Pressemitteilung zu einer Anklage gegen den “fehlbaren” Journalisten Jens Weinreich. Ziemlich kaputt.

Und zwar so kaputt, dass nun auch etablierte Printmedien wie die Frankfurter Rundschau nicht anders können, als die Affäre zu kommentieren. Wers lieber akustisch mag, gönne sich fünf schöne Minuten beim Deutschlandfunk. Und wer schliesslich die Chronologie der Ereignisse aus der Sicht des Hauptbetroffenen Weinreich (notabene einer der wenigen unabhängigen und kritischen Sportjournalisten im deutschen Sprachraum) nachlesen will, kann dies auf Weinreichs Blog.

Journalistisch begleitet hat die Geschichte um den “unglaublichen Demagogen” Zwanziger von Beginn an der (In)direkte Freistoss, den zu abonnieren ich an dieser Stelle wieder einmal allen wärmstens empfehle.

Zwanziger gegen Weinreich

Thursday, November 6th, 2008

Der DFB-Präsident Theo Zwanziger wird vom Journalisten Jens Weinreich “unglaublicher Demagoge” genannt. Zwanziger nimmt den Duden zur Hand und liest darin, dass “Demagoge” mit “Volksverhetzer” gleichgesetzt wird. Daraufhin entschliesst er sich, rechtlich gegen Weinreich vorzugehen.

Wie Zwanziger sein Vorgehen begründet, erklärt er nun in einem ausführlichen und hochinteressanten Gespräch mit dem Indirekten Freistoss, jenem Blog, in dem Weinreichs umstrittene Qualifizierung Zwanzigers erschienen war. Lesenswert.