Sion gerettet
January 18th, 2012 by admin
Ende Feuer bei Xamax. Diese Vollzugsmeldung wird hat uns heute im Verlauf des Tages erreichten. Damit gibt es diese Saison keinen direkten Absteiger aus der Superleague. Sion wird es, sollten die Walliser Lausanne nicht mehr einholen, in der Barrage mit Aarau, Bellinzona oder sonstwem zu tun bekommen. Und somit gerettet sein. Xavier Margairaz hat das schon lange geahnt.
Nackt vor den Deltas?
January 17th, 2012 by adminVergangene Woche ist die Vernehmlassungsfrist zu den Änderungen des “Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen” abgelaufen. In etwas einfacheren Worten: Es geht um die Verschärfung des Hooligangesetzes (BWIS II).
Der Verein Referendum BWIS hat einmal mehr in aufwendiger Arbeit das Wichtigste zusammengefasst und die verschiedenen Vernehmlassungsantworten zur Durchsicht präsentiert. Ein Auszug daraus aus dem Papier der SP:
Die SP Schweiz bedauert, dass mit den vorgeschlagenen Änderungen im Konkordat weitere Grund- rechtseinschränkungen verbunden sind. In Anbetracht der Ernsthaftigkeit des Problems und der nicht hinnehmbaren Körperverletzungen und schweren Sachbeschädigungen (z.B. in den Zügen der SBB) sind diese aber grösstenteils gerechtfertigt und als bedauerlich, aber notwendig hinzunehmen.
Wenn man auch einräumen muss, dass in der Stellungnahme der SP kritischere Töne und dabei sogar Verlinkungen auf südkurve.ch oder fansicht.ch zu finden sind, ist die Grundaussage der Sozialdemokraten doch einigermassen irritierend: Wir wissen, das geht in eine rechtsstaatlich sehr gefährliche Richtung, aber Ausnahmezustände erfordern Ausnahmegesetze.
Die Verschärfungen, die die KKJPD unter Führung der dafür soeben ausgezeichneten Karin Keller-Sutter anstreben, sehen unter anderem vor, dass private Sicherheitsdienste wie die Delta Security Besucherinnen und Besucher von Sportanlässen ohne konkreten Verdacht bis in den Intimbereich durchsuchen dürfen. Andere neue Massnahmen werden wie gewohnt mit den Vorbildern Deutschland oder England begründet, völlig ungeachtet dessen, dass gerade im Nachbarland inzwischen ungleich differenziertere Diskussionen im Gang sind und man von einer schnellen “Lösung der Gewaltfrage” weiter entfernt ist denn je – weil nun ernsthaft hinterfragt wird, was denn eigentlich alles unter Gewalt zusammengefasst werden soll.
Wer sich eingehender informieren möchte, was sich die Polizeidirektoren mithilfe des Vehikels Fussball für die Schweiz ausgedacht haben, lese bitte die beeindruckende Vernehmlassungsantwort der YB-Dachverbände oder jene, etwas technischere, der Fanarbeit Schweiz.
Was macht eigentlich …
January 15th, 2012 by peroni… Ivan Ergic? Er dichtet. Schlau wie eh und je. Siehe NZZ.
SBB und Sachschäden: von 3 Mio auf 100’000.-
January 13th, 2012 by adminEin internes Papier der SBB zeigt, dass die Schäden, die Fussballfans an Extrazügen verüben, zehnmal geringer sind als angenommen: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie in zahlreichen Medienberichten zu lesen war, waren es 2009/2010 deutlich weniger als 300’000.-
Seit die WOZ vergangene Woche diese Zahlen publik gemacht hat, werden sie von den SBB relativiert: Die 225’503.65 Franken, so die laut SBB-Papier (s. Screenshot oben) exakte Schadenssumme für die Saison 2009/2010, seien ein rein buchhalterischer Wert ohne versteckte Schäden oder Kosten für Reparaturen und ohne die Schäden, die an den Bahnhöfen entstünden, sagen die SBB.
Ich habe nun versucht, die tatsächliche Sachschadenssumme zu erfahren, in der Annahme, die von den SBB seit langem kommunizierten ungedeckten Kosten von 3 Millionen Franken würden sich aus mehreren exakt erfassten Posten zusammensetzen. Die SBB aber nennen jene Summe, die versteckte Schäden, Reparaturen und Schäden an Bahnhöfen umfassen würde, auch auf Nachfragen hin nicht.
Somit bleibt eine abschliessende, einfache Rechnung mit den Zahlen, die zur Verfügung stehen:
Ulrich Gygi, Verwaltungsratspräsident der SBB, nennt in einem Interview mit der Aargauer Zeitung den Betrag von 13’000 Franken für Sachschäden, die YB-Fans auf Auswärtsfahrten in der Saison 2010/2011 angerichtet haben. Von YB, in dessen Beirat Gygi sitzt, ist zu erfahren, dass sich die Schadenssumme vergangene Saison im Vergleich zum Vorjahr halbiert hat. Das heisst: 2009/2010 müsste der von YB-Fans angerichtete Schaden rund 26’000.- betragen haben.
Zieht man nun das eingangs erwähnte und in der WOZ zitierte SBB-Papier zu Rate, wird ersichtlich, dass die Schadenssumme für YB 2009/2010 mit 27’056.- tatsächlich rund dem Doppelten der Folgesaison entspricht. Das heisst: Die Zahlen, mit denen SBB-Präsident Gygi operiert und an die Öffentlichkeit geht, stammen exakt aus jenen Berechnungen, deren Aussagekraft die SBB-Medienstelle relativieren möchte.
2009/2010 bewegte sich YB mit diesen 27’056.- im unteren Mittelfeld. Geht man nun davon aus – und etwas anderes bleibt einem mangels offizieller Zahlen nicht übrig – dass sich dies auch in der Folgesaison 2010/2011 so verhielt, ergibt sich für diese Periode für die 6 involvierten Vereine GC, FCZ, FCB, FCSG, FCL und YB ein Total von knapp 100’000 Franken Sachschaden, den Fussballfans auf Auswärtsfahrten angerichtet haben.
«3 Millionen Franken Sachschaden durch Fussballfans jährlich». Diese Schlagzeile, prominent verbreitet von Tagesschau bis Tages-Anzeiger, wollten die SBB nie dementieren. Nun sind wir bei 100’000 Franken.
100’000 Franken Sachschaden sind viel. Es sind aber dreissigmal weniger als jener Betrag, mit dem bislang Politik gemacht wurde. Die SBB möchten die Transportpflicht aufheben und Fussballfans nicht mehr auf eigene Kosten von A nach B befördern müssen. Das ist eine legitime politische Forderung. Nun ist, hoffentlich, etwas klarer, auf welchen Zahlen sie beruht.
Sozialverträgliche Stadionbauten
January 12th, 2012 by admin
Aus dem schönen Medellin, Kolumbien, schickt uns Leser F. dieses Bildzeugnis einer ausgesprochen grosszügigen Spielstätte, dem Parque Estadio. Grosszügig, weil die Hintertortribüne extra nur zur Hälfte hochgezogen wurde, damit die Anwohner in den Wohnblocks dahinter ihre Gratissicht aufs Spielgeschehen nicht verlieren.
Wie F. berichtet, wurde das Stadion nach der Ära Pablo E. (el patròn) neu gebaut, weil das alte Stadion des FC Envigado von ebendiesem Herrn finanziert worden war.
“Ultras gegen Kamelreiter”
January 12th, 2012 by adminEmpfehlung der Woche: die aktuelle Ausgabe der Monde diplomatique (am Kiosk, als Beilage der WOZ). Der Autor, Blogger und Unversitätsdozent James M. Dorsey legt einen der bisher ausführlichsten und aufschlussreichsten Texte vor zur Rolle der Ultras im ägyptischen Aufstand. Dorsey zitiert einen Zamalek-Ultra:
Als die Polizei angriff, machten wir den Leuten Mut: Sie sollten nicht davonlaufen und keine Angst haben. Dann feuerten wir Leuchtraketen ab. Die Leute fühlten sich ermutigt und machten mit; sie wissen, dass wir was von Ungerechtigkeit verstehen und fanden es gut, dass wir wie die Teufel kämpften.
Dorsey zeichnet nach, wie das jahrelange Training der Zamalek- und al-Ahly-Ultras bei Kämpfen mit den Sicherheitskräften im und ums Stadion 2011 bei den Demonstrationen zum Tragen kam, aber auch, wie weit die Ultras eine gewichtige Alternative zu den Islamisten darstellen. Grosse Lektüre.
Nachtrag: Fast vergessen, obwohl auch grosse Lektüre und v.a. auch lange Lektüre: In ebendieser WOZ, wo Le Monde diplomatique drinsteckt, schreibt Jens Weinreich auf 3 Seiten über die Fifa. Unbedingt!
Schöne Stadionpostkarte
January 11th, 2012 by admin“Finde die beiden Fehler” …
January 11th, 2012 by admin… schreibt Leser Urs und verweist auf die Pressemitteilung von Fortuna Düsseldorf:
Dabei testen die Flingeraner unter iberischer Sonne gleich doppelt: Am 21. Januar (16.00 Uhr) geht es gegen das Schweizer Spitzenteam Grashoppers Zürich




