Archive for the ‘Stadien’ Category

Knapp neben dem Stadion

Friday, March 4th, 2011

Leser und Nomade Manuel erfreut uns wieder einmal mit einem Stadionbild. Diesmal handelt es sich um eine Spielstätte in Galle, Sri Lanka. Weil darin aber vornehmlich Cricket gespielt wird, hat Manuel den Fokus knappdanebenkompatibel auf den Nebenschauplatz gerichtet, wo sich junge Menschen dann doch auf den einzig vernünftigen Sport dieser Erde besinnen. Danke!

Knapp-daneben-Stadionpostkarten

Tuesday, September 28th, 2010

Wieder einmal ein Hinweis auf die Knapp-daneben-Stadionpostkarten-Edition. Zurzeit erhältlich sind Postkarten von acht Schweizer Stadien, die es, mit Ausnahme des Cornaredo, so heute nicht mehr gibt. Im Bild von oben links nach unten rechts: Maladière Neuchâtel 2002 (wenige Restexemplare), Charmilles Genf 1951, Hardturm Zürich 2008, Hardturm Zürich 1954, St. Jakob Basel 1954, Allmend Luzern 2009, Cornaredo Lugano 1954, Letzigrund Zürich 2006.

Die Karten sind über knappdaneben (a) gmail.com zu bestellen. Eine kostet 1.50 Sfr. zzgl. Porto. Ab 10 Stk. pro Sujet gibts Rabatt. Ein Set aller 8 Karten gibt es für 13 Sfr. inkl. Porto. Schenken Sie keinen Alkohol – schenken Sie ein Stadionpostkartenset von Knapp daneben!

Noch eins, leichter

Friday, September 17th, 2010

So haben Sie sich selten die Zähne ausgebissen wie an diesem Stadion bzw. an der Frage, wo es steht. Richtig war: Rangun, Myanmar (Burma). Nun noch ein zweites, letztes des Lesers Wi xeit, der schon recht herumgekommen ist auf der Welt, wie man sieht, dabei aber offenbar das Wesentliche nie aus den Augen verliert.

Bloody Saturday. And Sunday, too.

Friday, September 10th, 2010

Es ist nicht gut, dass die Gruppe U2 und im speziellen ihr Sänger Bono Vox die Infrastruktur eines Sportstadions nutzen dürfen, das ich gelegentlich auch besuche und vor allem als Steuerzahler mitfinanziere. Bono Vox kann von mir aus seine Laiff Muzik irgendwo spielen, aber nicht hier. Mein Freund sagte immer: Bevor er sich auf eine Frau eingelassen hat, hat er immer zuerst ihre Plattensammlung durchgekämmt. Ob da U2 drin ist. Wenn ja, adieu Frau.

Ich möchte nicht so weit gehen wie mein Freund. Aber ich möchte beim nächsten Mal darüber abstimmen können, ob Bono Vox in den Letzigrund darf. Das ist nicht übertrieben. Gerade muss ich über einen Kredit für ein WC-Kafi-Kombihäuschen abstimmen, das so genannte Nagelhaus, weil die SVP findet, das sei “e Schiissi” und keine Kultur oder Kunst. Da kann ich auch gleich darüber abstimmen, ob U2 “e Schiissi” ist oder Kultur. Und oh ja, ich weiss, was ich stimmen werde. Überhaupt nicht in the name of love.

Zur Stehplatzfrage

Tuesday, September 7th, 2010

Liebe Zürcher Politikerinnen und Politiker, anbei ein Bild der Standardlösung aus Deutschland. Hier aus der Imtech-Arena beim Hamburger SV (vormals AOL-Arena) stehen dank diesem einfachen System bei jedem Liga-Spiel zehntausend Fans auf ihren Plätzen. Bei Europacup-Spielen (oder Konzerten, oder Leichtathletik, oder wasauchimmer), wird umgeklappt. Ähnlich sieht es in zig anderen Bundesliga-Stadien in Deutschland auch aus.

Kann doch nicht so schwer sein, bei der Planung des neuen Hardturms so etwas mitzudenken, oder?

Danke sehr.

Und das?

Friday, August 20th, 2010

Und, mit ellenlanger Verspätung, hier gleich noch eines, ein ungleich schwierigeres, fotografiert von unserem Leser Wi xeit.

Wo steht das?

Friday, August 20th, 2010

Und gleich noch ein schönes Urlaubsfoto unseres geschätzten Lesers aus Flurlingen. Er fragt: “Wo befindet sich dieses Stadion?” Und sagt: “Es lässt sich herauskombinieren.” In der Tat lässt sich das. Na?

Zwei neue Stadionpostkarten

Thursday, April 22nd, 2010

stadienHeute kamen die Stadionpostkarten Kd09 und Kd10 aus der Druckerei: Allmend und Letzigrund. Ich hab sie schnell und schief auf den Scanner gelegt, damit man ein Bild hat. Die Karten sind, wie alle andern auch, für 1.50 pro Stk. zzgl. Porto unter knappdaneben ( at ) gmail.com zu bestellen.

“Unschöne Lärm- und Pfeifkonzerte”

Tuesday, March 23rd, 2010

Leser Michael v. L. erfreut uns mit der Zusendung eines wissenschaftlichen Kommentars zum aktuellsten Kapitel Zürcher Stadiongeschichte. Hier ist, was er schreibt:

Das Aufbegehren der Altstettner Kleingärtner gegen ein geplantes Eishockey- und dereinst vielleicht auch Fussballstadion in Zürich ist die jüngste Episode eines jahrzehntelangen Ringens. Das zeigt ein Blick in das Archiv des Vereins für Familiengärten Zürich. 1936 beklagt sich der Verein im Jahresbericht, die Bevölkerung wisse alles über sämtliche Fussball- und Athleten-Klubs, während der Verein unbekannt sei. Deshalb müsse man hinten anstehen, wenn es um die Landvergabe gehe. Dabei sei doch da «Resultat» «im Wert ein rein Theoretisches». «Und wir? F ü r u n s sollte doch das p r a k t i s c h e Resultat sprechen: Über eine Million Produktionswert, praktische Landesverteidigung, Gesundheitsförderung, Zusammenarbeit in der Familie, beste Ausnützung der Freizeit, Erziehung zur Bodenständigkeit, Entvölkerung der Strasse von Kindern, Arbeitslosen, Bummlern. Bei uns über 5000 M i t w i r k e n d e, ohne Zuschauer, dort eine kleine Gruppe Tätiger mit einer Masse Bewunderer und Kritiker. Sicher kommt die Zeit, da auch unsere Arbeit die richtige Würdigung findet. Lassen wir uns nicht entmutigen.»

SchrebergartenDie Kleingärten sind aus einer Bewegung um die Wende zum 20. Jahrhundert hervorgegangen – zu einer Zeit, als das Schlagwort „zurück zur Natur“ ein erstes Mal geprägt wurde, gut 70 Jahre vor der Öko-Bewegung. Die Gärten wurden von wohlmeinenden Bürgern für die Arbeiterschaft eingerichtet. Diese sollte, nicht zuletzt durch ein strenges Regelwerk, dem bürgerlichen Ideal entsprechend geformt werden. Der Garten sollte ein Gegengewicht sein gegen allerlei Auswüchse der modernen Stadt – von der „ungesunden“ Wohnung bis zum „ungesunden“ Freizeitverhalten. Der Fussball wurde Letzerem zugerechnet. Noch in den 50er-Jahren hebt der Verein die «die volkshygienische und ethische Bedeutung unserer Kleingärten» hervor und schreibt: «Der Familiengarten ist in erster Linie der Gesundbrunnen für die in Fabriken, Bureaus und Werkstätten tätige und in Mietskasernen wohnhafte Bevölkerung. (…) So wagen wir denn die kühne Behauptung aufzustellen, die Erstellung von Kleingärten sei für die Volksgesundheit und die vernünftige Ausfüllung der Freizeit ebenso notwendig und wichtig wie die Schaffung von Sport- und Spielanlagen.» Das Lamento schliesst mit dem schönen Satz, die Gärten fügten sich mindestens so gut ins Stadtbild ein wie «eine Fussballtribüne oder mannshohe Bretterwände, hinter denen junge und alte Sportfanatiker ihre unschönen Lärm- und Pfeifkonzerte abzuhalten pflegen!» Damals gabs halt den Südkurven-Chor noch nicht.

Nicht ganz verdichtet?

Friday, March 5th, 2010

Im noch genau bis heute Nacht aktuellen “Magazin” wird Zürich beklagt, unter anderem so:

«Verdichtung bedingt eine andere Wertstruktur in den Köpfen», sagt Architekt Marcel Meili. «Verdichtung heisst, einen Neubau zu akzeptieren, auch wenn er dir die Sicht auf den Uetliberg wegnimmt.»
Meili weiss, wovon er redet. Vor sechs Jahren stand sein neues Hardturmstadium vor der Realisierung. Dann zog die Credit Suisse nicht mit, eine spiessige Anwohnerschaft blockte aus egoistischen Gründen. Meili hat das Projekt begraben. Er wird sich nicht am Wettbewerb für die bescheidene Variante eines neuen Hardturmstadions beteiligen.

Jetzt stellen sich natürlich sehr viele Fragen. Zum Beispiel zur Spiessigkeit. Ich kann mich an das kollektive Aufatmen (u.a. in Kommentaren in Tagi und NZZ) erinnern, als das 5-Eck von Meili/Peter letztes Jahr endgültig begraben wurde. Der Tenor war: Diese doofen Anwohner, aber eigentlich hatten sie recht. Eigentlich müssen wir froh sein. Ich weiss nicht, was spiessiger ist für eine, schon rein topografisch, ewige Kleinstadt wie Zürich: dass ein paar keine Lust haben auf ein Monument vor der Haustür oder dass ein paar Lust haben auf zwei leere Stadien statt nur einem.

Erinnert sich noch jemand an die Demo gegen die Verhinderer-Spiesser auf dem Turbinenplatz (auch der müsste vielleicht beizeiten mal einer Spiessigkeitswertung unterzogen werden)? Die FDP machte den Max und Hotz gab auf der Bühne den Empörten und ein paar verwirrte Freunde der dritten Halbzeit freuten sich, endlich einmal in aller Öffentlichkeit kund tun zu dürfen, was sie von Linken halten. Wie verdichtet war denn dieser Anlass? Sieht so der Kampf für das Zürich von morgen aus? Frau Fiala für fünf Ecken?

Und jetzt müssen wir also vernehmen, dass sich Meili/Peter nicht mehr beteiligen, wenn es um den Entwurf eines neuen, kleineren Hardturmstadions geht. Es wollen mir einfach nicht recht die Tränen kommen. Genau so wenig wie es mir gelingt, ein tiefes Leiden zu entwickeln angesichts Zürichs Durchschnittlichkeit. Die Nicht-Spiesser haben ja Easy-Jet. Können shoppen in NY, wenn Apple Europa später bedient mit dem neusten i-Wank. Oder Ferien machen in Dubai. Das ist so verdichtet, da herrscht die reine Progressivität. Fragen Sie Roger Federer.