Archive for the ‘Spielerinnen/Spieler’ Category

The good Spitzname

Tuesday, February 2nd, 2010

Leser Micki wartet mit einem Hinweis der detektivischen Art auf. Auf die Spuren gebracht durch einen NZZ-Kommentar, verfolgte er einen der Schweizer Wettskandal-Protagonisten bis hinter die Grenze zum Glarnerland nach Niederurnen, wo er schliesslich auf einen, wie er findet, “für einen Mischler im Wettskandal ziemlich lässigen Spitznamen” stiess.

didi

Rauchen ab elf

Sunday, January 31st, 2010

MMDB108483_jugendlicher-raucht_368pxNicht ab elf abends. Sondern seit dem elften Lebensjahr. Das tut laut Tages-Anzeiger von gestern Samstag Emmanuel Petit, der im Tagi aber natürlich Emanuelle heisst, denn ein bisschen Sex muss sein. Petit also habe sich, nachdem er sich am Charity-Abend am WEF in Davos über die “Heuchelei” aufgeregt und geraunzt habe, die Banker sollten mal ihre Boni spenden, also nach all dem habe er sich zum Zigarettenautomaten begeben und sich ein Päckchen Marlboro gezogen. Und dabei dann also eben erklärt, er rauche, seit er elf sei, und habe das auch seine ganze Profikarriere über getan. Drum war der auch immer so bleich.

Den kleinen, intimen Beitrag im Tagi verdankt die Leserschaft übrigens einer Autorin des Mamablog, weshalb wir nun die Tage zählen, bis dort die Frage diskutiert wird: Ab wann soll mein Kind rauchen? Der Mamablog könnte sich dabei u.a. dort orientieren, wo das eingefügte Bild her stammt: von den österreichischen Sozialversicherungen, unter dem schönen Titel “Kinder lernen rauchen”.

Nachtrag am 3. Februar: Drei! Wir haben also gezählt: Genau drei Tage hat es gedauert, bis der Mamablog mit rauchenden Kindern kommt:

mamablog

Bonjour à tout le monde

Friday, January 29th, 2010

Bertin

Do the Drogba

Friday, January 22nd, 2010

Wenn sich zwei junge Herren sozusagen praxisnah der Schwalbe widmen, kommt das so heraus:

Hans, Franz, GPK

Thursday, January 21st, 2010

Was hat die Herausgabe der UBS-Daten mit Franz Beckenbauer zu tun? Kaufen Sie heute die WOZ. Oder lesen Sie es online, und kaufen Sie sie nachher.

Als ich mit Beckenbauer spielte

Saturday, December 26th, 2009

Im Sommer 1977 – ich war 12 Jahr alt – war die Aufregung gross in unserem Dorf. Der Fussballgott Franz Beckenbauer wollte sich bei uns niederlassen. Eben erst hatte er einen sagenhaften Vertrag mit New York Cosmos abgeschlossen, für welche beckenbauerer die nächsten drei Jahre zusammen mit Pelé spielen sollte. Die Millionen wollte der Kaiser aber nicht mit dem deutschen Fiskus teilen und einigte sich stattdessen mit den Behörden des Kantons Obwalden. So würde seine Famile also in die oberste Etage des “Hochhauses” einziehen (so genannt, weil es weit und breit das einzige seiner Art war). Das Haus, in dem ich wohnte, stand direkt daneben. Erst kamen die Möbel und kurz darauf die Blutmeute des “Blick”. Weil sie nicht eingelassen wurde, schickte sie kurzerhand den Automechaniker von nebenan, damit dieser an der Wohnungstür klinge, während sich die sprungbereiten Reporter auf der Treppe verstecken konnten. Bald kehrte aber der Alltag ein, und man traf sich mit des Kaisers Söhnen auf dem Spielplatz, oder wir spielten im geräumigen Wohnzimmer der Familie Beckenbauer Tischfussball und tranken Limonade. Stefan, der jüngere, war frech, spuckte Mädchen an (auch ältere!), und ich fand, dass er auch sonst ein feiner Kerl war. Michael, gleich alt wie ich, war still und etwas wehleidig.

Ich war ein schlechter Fussballer, eine klassische Nummer 13 (zweiter Einwechselspieler). Ich spielte rechter Aussenverteidiger und hatte Angst, den Ball zu bekommen. Ich stellte mich, wann immer möglich, neben einen Gegenspieler. So war ich gedeckt, und keiner kam auf die Idee, mich anzuspielen. Stefan war ziemlich talentiert und spielte deshalb in Luzern. Er hat es später beim FC Saarbrücken zum Bundesligaprofi gebracht, für die ganz grosse Karriere hat es aber nicht gereicht. Michael dagegen war nicht so gut und spielte mit mir bei den C-Junioren des Dorfvereins. Er hat öfter geweint nach einem harten Zweikampf oder wenn ihm etwas misslang. Einmal  fuhren wir abends mit unseren Fahrrädern vom Training nach Hause, als er bei einem Bahnübergang mit dem Vorderreifen in die Schiene geriet und stürzte. Er hatte sich ziemlich aufgeschürft und heulte. Ich weiss nicht, was mich mehr ärgerte: das Heulen oder dass er zu blöd war, um über die Gleise zu fahren. Er tat mir aber auch leid, und ich kehrte um und wartete auf ihn. Im Grunde war er mir sympathisch, weil er – wie ich – alles andere als ein Held war. Mein Glück war, dass mein Vater nicht Franz Beckenbauer hiess. Ich frage mich, was aus Michael geworden ist. Es wäre schön, wenn er sich wieder einmal bei mir melden würde. Wir könnten gemeinsam etwas unternehmen. Eine Radtour, vielleicht.

(von Markus, heute nicht mehr im Dorf wohnhaft)

Ergic zu Enke, Deisler und Schwäche

Friday, December 18th, 2009

Von Ivan Ergic, heller Kopf in Diensten von Bursaspor, ist heute ein erstaunlicher Aufsatz mit dem Titel “Fussball, Machos und Depressionen” zu lesen:

Der Sportler wird so geformt, dass er nicht erkennt, dass noch andere Möglichkeiten existieren. So wird er ängstlich und verbissen zugleich: Er erfährt sich nur so lange selber, wie er Erfolg hat.

Über den zweiten Satz, in dem Ergic jeden Selbstmord vorschnell auf die Zwänge des “modernen Lebens” zurückführt, liesse sich noch diskutieren. Trotzdem gehört dieser Text an jeden Spind. Fragt sich nur, ob dort noch Platz ist neben all den scharfen Bildern und kecken Sprüchen. Und ob überhaupt irgendeiner Lust hat, sich mehr als 20 Minuten mit Lesen zu beschäftigen.

Der GC-Goethe

Saturday, December 5th, 2009

Jetzt lesen Sie einmal diesen Satz:

Wer aber mit nebligem Visier ins Rennen geht, schlägt in einer Mauer auf.

Dann überlegen Sie, was er bedeuten könnte. Wenn Sie es wissen, raten Sie, von wem er stammt.

Richtig! Von Boris Smiljanic. Er hat ihn in einem Interview mit der NZZ gesagt. Also er wurde gefragt: “Ist es naiv, von Dreijahresplänen auszugehen, die Kontinuität versprechen?” Worauf er geantwortet hat:

Es ist nicht naiv. Aber man muss sich im Klaren sein, was man dazu investieren muss. Wer aber mit nebligem Visier ins Rennen geht, schlägt in einer Mauer auf. Und das ist passiert.

Schon erstaunlich, diese Anpassungsfähigkeit. Ich habe ja schon ein gutes Dutzend Interviews mit Boris Smiljanic gelesen, gehört und gesehen, und sie waren alle irgendwie, naja. Und dann spricht er mit der NZZ, und es kommt ihm nur so über die Lippen. Erstaunlich. Dass er das wirklich gesagt hat. Das neblige Visier. Ganz erstaunlich.

(Übrigens: der Torhüter des VfL Osnabrück heisst Berbig.)

Barbarez über Bosnien

Wednesday, November 18th, 2009

Wer sich in letzter Sekunde noch sinnvoll einstimmen möchte auf das wichtigste der vier Barrage-Spiele von heute Abend: Sergej Barbarez hat dem Hamburger Abendblatt ein Interview gegeben über sich und sein Land. Und sagt:

Ein Beispiel: Es gibt drei Präsidenten beim Verband, die sich alle 16 Monate abwechseln. Und wenn dann die ganzen Trainer nach einem nationalen Schlüssel aufgestellt werden…, das ist doch krank. Ich sage Ihnen was: Wenn ich komme, werde ich entweder fünf Minuten oder fünf Jahre Bundestrainer sein. Dann wird der Riesen-Besen rausgeholt, nach dem Motto: Ich oder die. Anders geht es nicht.

Live schauen geht übrigens. Auf RTP, um 20.13 MEZ gehts los.

Barilla testa di funghi

Thursday, November 12th, 2009

bambinoHerr Pan A. Thin Aikos verhilft uns zu folgendem kleinen Rätselspass: Wer ist dieser kleine Pilzkopf, der hier so stolz posiert? Die Auflösung:

Tipp 1: Man lernte ihn kennen, als Erwachsenen, d.h.: Er wurde Profi und berühmt. Es heisst aber auch: Man lernte ihn kennen im Sinne von fürchten. Seine Aussetzer sind berüchtigt.

Tipp 2: Er fand das Glück, wo er es suchte, wie einst Herr Rossi

Tipp 3 (neu): Der Pfeil des Amor durchbohrt noch heute sein Herz: amoR-Roma.

Es handelt sich um Herrn Daniele De Rossi, dessen Klubtreue angesichts dieser Aufnahme doch beeindruckend ist.