Archive for the ‘Pyro’ Category

Pyro 1974

Wednesday, January 18th, 2012

Was so alles auftaucht, wenn man alte Zeitungen durchstöbert, hier aus dem «Sport» vom 11. März 1974. Ist ein Fussball-Blog, ich weiss. Aber es ist ja Winter. Und «6793 zahlende Zuschauer!» ist für die 1. Liga jedenfalls nicht schlecht.

Gute Laune hat eine Farbe: lila

Monday, January 2nd, 2012

Zum Jahresbeginn erreicht uns die gute Nachricht, dass die LILA LAUNE, vermutlich eines der besten Fan-Magazine zu Tennis Borussia Berlin, wieder belebt worden ist. Und zwar in einer Zeck Zweckgemeinschaft mit dem Übersteiger. Am Titelblatt der Nummer 104 ist abzulesen, in welche Richtung es in etwa geht. Urteilen Sie selbst!

 

 

 

Ans Herz gelegt

Friday, December 9th, 2011

Ein ausgezeichneter, ausführlicher Wortbeitrag zur aktuellen Diskussion um Fussballfans kommt von Manuel Feer, dem die Luzerner Zeitung auf ihrer Regiofussballplattform Platz angeboten hat. Feer schreibt:

Es ist gut möglich, dass ein noch repressiveres Vorgehen die bestehende Fankultur aus den Stadien verdrängt. Es ist unumstritten, dass das sowohl aus fussballkultureller, als auch aus wirtschaftlicher Sicht ein grosser Fehler wäre. Die Konsequenz wären schlechtere Atmosphäre, weniger Zuschauer, keine Gästefans, weniger Emotionen, weniger Vermarktungspotenzial. Für den Schweizer Profifussball würde dies einen klaren Einschnitt bedeuten. Die Gruppe, welche die Clubs in ihren Communiques jeweils als kleine, unverbesserliche Minderheit beschimpfen, ist in der Realität weit grösser und von vitalerer Bedeutung, als diese erahnen, denn sie geniesst grosse Solidarität.

Und wer jetzt vorschnell denkt und einen Ultra der Verharmlosung bezichtigt, sollte den ganzen Text lesen und vielleicht vorher auch noch das hier.

Abschreckung, da und dort

Wednesday, November 16th, 2011

Der frühere Chefredaktor des “Bund”, Hanspeter Spörri, schreibt auf medienspiegel.ch einen der wohl besten Kommentare zur Blick- und Petarden-Geschichte:

Wenn man sich gegen uns mit toten Fischen, hilflosen Drohungen und einem Gegenpranger wehrt, ist das zwar ebenfalls zu verurteilen. Fair ist es nicht, denn wir stehen ja unter Erfolgsdruck, müssen Auflage und Klickrate erhöhen, sind gestresste Angestellte, tragen nur eine Teilverantwortung. Aber vielleicht soll es abschreckend wirken.

Und noch besser: Am Ende des Textes werden auch alle anderen guten Kommentare zum Thema verlinkt.

Heusler lesen

Sunday, November 13th, 2011

Einmal mehr. Diesmal in der Sonntagszeitung. Gute Fragen auch. Da ist alles drin. Eigentlich restlos alles. Voilà.

Immer, wenn wir es mit einer grösseren Gruppe zu tun haben, sei das bei einem Fanmarsch, bei einer Demonstration oder der Basler Fasnacht, müssen wir einen Weg finden, wie wir die negativen Auswirkungen der Masse in Kauf nehmen, um die positiven Aspekte zuzulassen. Wenn wir garantiert die negativen Aspekte nicht mehr wollen in den Stadien, dann muss der Fussball ohne sie stattfinden.

Mit dem letzten “sie” meint er bzw. die Sonntagszeitung vermutlich die Masse der Zuschauer, nicht die negativen Aspekte oder die Stadien.

Nulltoleranziges

Thursday, November 10th, 2011

Noch letzten Samstag forderte Peter Bühler im Tages-Anzeiger in grossen Lettern «Nulltoleranz – aber sofort!». Heute dann quasi das Dementi seiner Redaktionskollegen Thomas Schifferle und Fredy Wettstein in ihrem lesenswerten Artikel: «Nulltoleranz ist radikal.» Ja was nun? Wenigstens dies: «Ab sofort gelte Nulltoleranz, es werde kein Fleisch mehr ausgepackt.» So zu lesen ebenfalls im Tagi von heute auf der Frontseite in einem Bericht zu Frischfleischproblemen im Coop.

Gewalt im Fussball: Die Zahlen, die wirklichen

Monday, October 31st, 2011

Was die NZZ schon vor einem Jahr belegt hat, wohlgemerkt ohne es zu merken, bringt nun der Beobachter explizit und aktuell: All jene Zahlen, die Gewalt an Sportveranstaltungen erfassen, widerlegen die Behauptung einer Zunahme:

Im Jahr 2010 ging die Anzahl der Verzeigungen auf 303 zurück – eine Abnahme um sieben Prozent trotz steigenden Zuschauerzahlen. In den letzten beiden Jahren kam also je eine Verzeigung wegen einer Gewaltstraftat auf rund 13’000 Zuschauer. Bei schweren Gewalttaten beträgt das Verhältnis rund 1 zu 750’000.

Gestützt auf diese Tatsache kann man sich der Frage zuwenden, warum wichtige Repräsentanten einer rein repressiven Strategie gegen Gewalt und als Gewalt taxiertes Feuerwerk im Zusammenhang mit Fussballspielen sich so sehr dagegen wehren, die eindeutigen Zahlen zur Kenntnis zu nehmen. Luzerns Polizeikommandant Beat Hensler im SF-Club: “Ein bisschen Zu- oder Abnahme, das spielt doch keine Rolle”. Wäre es denkbar, dass ein bisschen Abnahme von Gewaltvorfällen bei steigender Zuschauerzahl etwas mit der angeblich nicht existierenden Selbstregulierung der Fanszenen zu tun hat? Nein, sagt dazu Beat Hensler im Club. Wenn tatsächlich weniger passiert, dann nur dank der Präsenz der Polizei. Urteilen Sie selbst.

Ohne Worte

Monday, October 24th, 2011

Meist ist es in solchen Fällen die Polizei, die die Medien informiert. Und leider findet diese Information dann meist auch ungefiltert den Weg in die Zeitungen und Online-Portale. Diesmal informieren die Fans. Wir deklarieren diesen Text als ungefiltert:

Communiqué der Muttenzerkurve Basel

Bildlegendenmetamorphose 2

Wednesday, October 19th, 2011

Leser Stellarossa war uns freundlicherweise eben gerade noch behilflich beim Erstellen einer Bildlegendenmetamorphose 2. Diesmal eine Metamorphose etwas gegen den Zeitgeist, um es mal so zu sagen. Bild 1 von Blick-online aus dem Jahr 2009, Bild 2 von gestern.

(Sorry, ich weiss, man muss auf die Bilder klicken, um es lesen zu können. Aber wenn ichs grösser mache, verziehen sich die Dateien. Keine Ahnung wieso.)

Was zu sagen, was Gescheites

Tuesday, October 4th, 2011

“Der erste Spielabbruch der Superleague – ich war dabei!” Das möchte ich so nicht schreiben. Es würde aber nicht gross auffallen im Wulst der Veröffentlichungen seit Sonntagabend. Was zu sagen, und was Gescheites dazu, hat SFV-Generalsekretär Alex Miescher. Der FDP-ler, rechte Hand von Präsident Gilléron, war bis eben noch der Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Leider, muss man sagen. Lesen Sie das:

Nennen Sie mich einen grenzenlosen Optimisten. Aber wir kommen nicht darum herum, mit den vernünftigen Köpfen aus der Kurve den Dialog zu suchen. Das Problem lösen wir nicht, indem wir sie alle aus dem Stadion werfen. Dann würden wir es nur verlagern. Es wird uns vorgehalten, wir gingen mit diesen Leuten zu pfleglich um. Ich akzeptiere den Vorwurf, weil ich der Überzeugung bin, dass es nicht anders geht. Aber der Appell richtet sich an die Kurve: Sie muss einsehen, dass sie sich der Kollektivhaftung stellen muss.

Und dann den ganzen guten Rest hier.