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	<title>Knapp daneben &#187; Politik</title>
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	<description>Fussball und Alltag</description>
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		<title>Die wundersame Hooliganvermehrung</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 11:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über eine interessante (und nicht ganz neue) Variante, die Vermehrung der Fussball-Gewalttäter voranzutreiben, berichtet heute der Tages-Anzeiger in einem an Sachlichkeit schwer zu überbietenden Artikel. Sapperlott. Und ich dachte immer, wer nichts zu verbergen habe, habe auch nichts zu befürchten. Also das hat man mir so gesagt. Zwei Zivilpolizisten holten ihn in der Znüni-Pause an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über eine interessante (und nicht ganz neue) Variante, die Vermehrung der Fussball-Gewalttäter voranzutreiben, berichtet heute der Tages-Anzeiger in einem an Sachlichkeit schwer zu überbietenden <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-falsche-Hooligan-/story/12901401" target="_blank">Artikel</a>. Sapperlott. Und ich dachte immer, wer nichts zu verbergen habe, habe auch nichts zu befürchten. Also das hat man mir so gesagt.</p>
<blockquote><p>Zwei Zivilpolizisten holten ihn in der Znüni-Pause an seinem Arbeitsplatz auf einer Baustelle ab. Der ausgebildete Maurer musste zunächst eine Nacht in einer Zelle in Zürich bleiben. Am nächsten Tag wurde er in Handschellen in einem Wagen mit abgedunkelten Scheiben nach Basel gefahren. Dort verbrachte er wieder eine Nacht in einer Zelle, bevor er am späteren Nachmittag endlich einvernommen wurde.</p></blockquote>
<p>Der portraitierte Scheinhooligan ist in der Hooligandatenbank gelandet, ihm hat man ein Rayon- und ein Stadionverbot angehängt. Von da ist es dann nicht mehr weit bis in die bekanntlich über jeden Zweifel erhabenen <a href="http://knappdaneben.net/2010/09/fedpol-und-kkjpd-weniger-ist-mehr/" target="_blank">Gewaltstatistiken</a> der Bundespolizei.</p>
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		<title>Fedpol und KKJPD: Weniger ist mehr</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 15:47:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Montag fand in Zürich eine Tagung zu Gewalt an Sportanlässen statt. Sie trug den schamlosen Titel &#8220;Tatort Stadion&#8221; und bediente sich damit &#8211; mit Sicherheit urheberrechtsverletzend &#8211; bei der gleichnamigen deutschen Wanderausstellung, die sich bereits seit Jahren differenziert und kritisch mit auffälligen Phänomenen rund um Fussballanlässe beschäftigt. Es geht aber nicht um Namenklau und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag fand in Zürich eine Tagung zu Gewalt an Sportanlässen statt. Sie trug den schamlosen Titel &#8220;Tatort Stadion&#8221; und bediente sich damit &#8211; mit Sicherheit urheberrechtsverletzend &#8211; bei der gleichnamigen deutschen <a href="http://www.tatort-stadion.de/" target="_blank">Wanderausstellung</a>, die sich bereits seit Jahren differenziert und kritisch mit auffälligen Phänomenen rund um Fussballanlässe beschäftigt.</p>
<p>Es geht aber nicht um Namenklau und auch nicht um die bekannten Rezepte (&#8220;Die repressiven Instrumente mit aller Konsequenz gegen gewalttätige Zuschauer anwenden&#8221;). Es geht um eine Statistik zur Gewalt an Eishockey- und Fussballspielen, die die NZZ in ihrem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/der_gewalt_mit_haerte_begegnen_1.7485527.html" target="_blank">heutigen Artikel</a> zur Tagung veröffentlicht. Die Statistik soll vermutlich die Aussage Roger Schneebergers, Generalsekretär der KKJPD, stützen, wonach die Gewalt an Sportanlässen  &#8221;in den letzten zehn Jahren in der Schweiz zugenommen&#8221; habe. Betrachten wir die abgedruckten Zahlen, sie <a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/09/Statistik_Gewalt_NZZ.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2940" title="Statistik_Gewalt_NZZ" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/09/Statistik_Gewalt_NZZ-300x103.jpg" alt="" width="240" height="82" /></a>erfassen die Jahre 2007, 2008, 2009. Im Eishockey wurden 2007 59 &#8220;Ereignisse mit Gewalt&#8221; verzeichnet, dies bei 487 Veranstaltungen. Macht 0,12 Gewaltereignisse pro Spiel. 2008 waren es nur noch 43, 2009 41 Ereignisse, bei 741 bzw. 738 Veranstaltungen. Macht noch 0,06 Ereignisse pro Veranstaltung, also gerade noch <span style="text-decoration: underline;">halb so viel wie 2007</span>.</p>
<p>Im Fussball haben die Ereignisse von 2007 bis 2008 von 62 auf 70 zugenommen, jedoch auch die Veranstaltungen, von 533 auf 588. 2009 waren es dann wieder weniger Ereignisse, 68 bei nun 623 Veranstaltungen. Die Entwicklung: 2007 waren es 0,12 Ereignisse pro Spiel, 2009 noch 0,11. Die Zahlen, die das Fedpol hier liefert, beweisen also eher das Gegenteil einer Zunahme (die Zahlen zu den Jahren 2000-2006 kenne ich nicht): Die Zahl effektiver Gewaltereignisse ist von 121 im Jahr 2007 auf 109 im Jahr 2009 gesunken. Im Verhältnis zu den Sportveranstaltungen nahm sie gar von 0,12 Ereignissen pro Spiel 2007 auf 0,08 im Jahr 2009 ab.</p>
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		<title>Effiziente Schnellgerichte</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:36:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das St. Galler Schnellgericht für Fussball-Übeltäter (oder laut SDA &#8220;gewalttätige Hooligans&#8221;) wurde eingeführt, um bei eindeutiger Beweislage für beide Seiten rasch Klarheit schaffen zu können. Gross und breit war die Zustimmung, als in dieser Saison den Ostschweizern die ersten Fische ins Netz gingen. Nach dem Spiel St. Gallen &#8211; FCB waren es sechs Basler Anhänger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das St. Galler Schnellgericht für Fussball-Übeltäter (oder laut SDA &#8220;gewalttätige Hooligans&#8221;) wurde eingeführt, um bei eindeutiger Beweislage für beide Seiten rasch Klarheit schaffen zu können. Gross und breit war die Zustimmung, als in dieser Saison den Ostschweizern die ersten Fische ins Netz gingen. Nach dem Spiel St. Gallen &#8211; FCB waren es sechs Basler Anhänger, die vor dem Stadioneingang wegen Mitführens pyrotechnischer Gegenstände <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ein-verkappter-Hooligan-im-Sicherheitsdienst/story/30574886" target="_blank">herausgepflückt</a> wurden. Was mit ihnen passiert ist? Sie wurden alle <a href="http://www.tagblatt.ch/aktuell/stgallen/stgallen/Freispruch-fuer-Basler-Fussballfans;art536,1563752" target="_blank">freigesprochen</a>, wie das St. Galler Kreisgericht heute mitteilt.</p>
<p>Nachtrag 24. Juni: s. auch Artikel dazu in aktueller <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr25/sport/19479.html" target="_blank">WOZ</a>.</p>
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		<title>The beautiful game &#8211; auch in Honduras?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 07:52:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute wird Sepp Blatters Karneval der Völkerverbindung angepfiffen, und alle dürfen dabei sein. Während vier Wochen symbolisieren Nationalflaggen nur noch Fussballmannschaften, die gesellschaftlichen und politischen Realitäten in den Teilnehmerländern werden als Spassbremsen verdrängt. Gerade in Honduras aber, wo einer der Schweizer Gruppengegner herkommt, beschäftigt die Leute anderes als eine mögliche Achtelfinalqualifikation im fernen Südafrika. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/EdwinFajardo.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2715" title="EdwinFajardo" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/EdwinFajardo-230x300.jpg" alt="EdwinFajardo" width="161" height="210" /></a>Heute wird Sepp Blatters Karneval der Völkerverbindung angepfiffen, und alle dürfen dabei sein. Während vier Wochen symbolisieren Nationalflaggen nur noch Fussballmannschaften, die gesellschaftlichen und politischen Realitäten in den Teilnehmerländern werden als Spassbremsen verdrängt. Gerade in Honduras aber, wo einer der Schweizer Gruppengegner herkommt, beschäftigt die Leute anderes als eine mögliche Achtelfinalqualifikation im fernen Südafrika.</p>
<p>Vor einem Jahr wurde der demokratisch gewählte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, vom Mil<a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/CLAUDIA_BRIZUELA1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2718" title="CLAUDIA_BRIZUELA" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/CLAUDIA_BRIZUELA1-230x300.jpg" alt="CLAUDIA_BRIZUELA" width="161" height="210" /></a>itär entführt und ausser Landes gebracht. Seither herrscht in Honduras ein Klima der Repression und der Angst, mehrere Regime-kritische <a href="http://zas-correos.blogspot.com/2010/04/honduras-terror-gegen-journis-position.html" target="_blank">Medienleute wurden ermordet.</a> Mit Panini-Bildchen der Ermordeten und Verschleppten wird deshalb rund um die Partie Schweiz-Honduras vom 25. Juni in mehreren Schweizer Städten auf die Zustände im zentralamerikanischen Land aufmerksam gemacht. Damit vor lauter Fussball das Leben nicht in Vergessenheit gerät.</p>
<p>Weiterführende Informationen bietet der <a href="http://zas-correos.blogspot.com/search/label/Honduras" target="_blank">Blog des Zentralamerika-Sekretariates</a> ZAS.</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/panini-titel.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2720" title="panini titel" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/06/panini-titel-300x197.jpg" alt="panini titel" width="300" height="197" /></a></p>
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		<title>Zweiklassengesellschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blochin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Medien übertreffen sich im Vorfeld der WM jeweils gerne selber in Bezug auf &#8220;total heisse News&#8221;, die wirklich niemand wissen will. Jedem Schritt der Spieler in einer Hotellobby, jedem Stolperer auf dem Trainingsplatz und jedem Furz, den einer aus dem Nati-Umfeld von sich gibt, wird ein Artikel gewidmet. Online sowieso. So findet sich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medien übertreffen sich im Vorfeld der WM jeweils gerne selber in Bezug auf &#8220;total heisse News&#8221;, die wirklich niemand wissen will. Jedem Schritt der Spieler in einer Hotellobby, jedem Stolperer auf dem Trainingsplatz und jedem Furz, den einer aus dem Nati-Umfeld von sich gibt, wird ein Artikel gewidmet. Online sowieso.</p>
<p>So findet sich bei Blick-Online der packende Bericht mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.blick.ch/sport/wm2010/nati/so-fliegt-die-nati-nach-suedafrika-148634" target="_blank">Wer sitzt neben wem: So fliegt die Nati nach Südafrika</a>&#8220;. Im Gegensatz zu vielen anderen Berichten, lässt sich daraus allerdings Schockierendes herauslesen. Da fliegt die Nati in ein Land, das bis vor Kurzem noch schrecklich unter der Apartheid, einer besonders schlimmen Form der Zweiklassengesellschaft, zu leiden hatte, und macht nix anderes, als genau da weiterzumachen, wo die Südafrikaner selber Anfang der 90er aufgehört hatten!</p>
<p>Man schaue sich doch mal die Sitzordnung genauer an: Dass niemand neben Magnin sitzen will, kann man ja noch verstehen, wenn man weiss, wie er sich auf dem Feld manchmal gebärdet. Dass Herr Hitzfeld in der Business-Class thront, umgeben von seinen Vasallen &#8211; klar. 8 Spieler haben es ebenfalls in die Business Class geschafft, 15 flogen Economy &#8211; darunter mit Ausnahme vom Goldfüsschen Yakin, der zurecht eine Sonderstellung hat, sämtliche Secondos! Und beide Schwarzen.</p>
<p>Die Zweiklassengesellschaft innerhalb der Nati? Werden wir während der WM Streitereien auf dem Feld erleben wie einst bei den Holländern zwischen der Boeren-Fraktion und den Seedorf-Surinamern? Wir sind gespannt. Hauptsache Yakin geht dabei nicht kaputt.</p>
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		<title>Fussball(e)kultur</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 20:53:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein gut gemeinter Beitrag (im Hinblick auf die WM, im Fall!) zum angeblichen Verschwinden von Rassismus im Fussball war heute auf DRS2 zu hören. Gut gemeint, weil es einfach nicht so passt, sich mit drei Schweizer Gesprächspartnern über die Situation in der Schweiz zu unterhalten und das Gesagte danach mit Beispielen aus Ostdeutschland oder Italien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gut gemeinter Beitrag (im Hinblick auf die WM, im Fall!) zum angeblichen Verschwinden von Rassismus im Fussball war heute auf DRS2 zu hören. Gut gemeint, weil es einfach nicht so passt, sich mit drei Schweizer Gesprächspartnern über die Situation in der Schweiz zu unterhalten und das Gesagte danach mit Beispielen aus Ostdeutschland oder Italien zu widerlegen. Und weil es auch einem Hochkulturkanal nicht gut ansteht, Berlusconi mit Inter in Verbindung zu bringen. Und das gleich zweimal in 30 Minuten. Hochkultur nährt sich doch vor allem auch vom Zweifel. Und wenn jemand, was ich sehr schätze, mit Fussball sonst gar nichts anzufangen weiss, dann aber eine Sendung zu Fussball macht und über Inter spricht, ja dann sollte sich doch kurz der Zweifel melden. Sollte anklopfen und sagen: Inter? War das wirklich Inter, das mit Berlusconi? Oder hiess der Verein nicht anders? Hören Sie es aber trotzdem, <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/kontext/5005.sh10134822.html" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Grosser Rat ist teuer</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 19:09:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit 89 zu 33 Stimmen hat sich also das Aargauer Kantonsparlament, der Grosse Rat, für ein Burka-Verbot und die Lancierung einer Standesinitiative ausgesprochen. Die Idee dazu hatte ein Parlamentarier der Schweizer Demokraten (SD). Das ist jene Partei, die neulich im Zürcher Wahlkampf mit der Parole &#8220;Islamisierung und Afrikanisierung stoppen&#8221; antrat. 89 zu 33 für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 89 zu 33 Stimmen hat sich also das Aargauer Kantonsparlament, der Grosse Rat, für ein Burka-Verbot und die Lancierung einer Standesinitiative ausgesprochen. Die Idee dazu hatte ein Parlamentarier der Schweizer Demokraten (SD). Das ist jene Partei, die neulich im Zürcher Wahlkampf mit der Parole &#8220;Islamisierung und Afrikanisierung stoppen&#8221; antrat. 89 zu 33 für die SD. Da muss den Leuten aber was unter den Nägeln brennen, huärägopfertamisiech.<a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/05/robbie.jpg.display.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2618" title="robbie.jpg.display" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2010/05/robbie.jpg.display-249x300.jpg" alt="robbie.jpg.display" width="174" height="210" /></a></p>
<p>Jetzt gehe ich doch auch schon gegen die 40. Die erste Hälfte meines Lebens hab ich im Dorf gewohnt, die zweite in der Stadt. Aber weder am einen noch am andern Ort habe ich jemals eine Burka tragende Frau gesehen. Ich war auch nicht im gleichen Tram wie jene krass mutige NZZamSonntag-Journalistin, die einen Tag lang wallraffte zwischen Bellevue und Paradeplatz und von ihrer Zeitung eine Seite dafür erhielt aufzuschreiben, wie krass komisch die Reaktionen auf eine Tram fahrende Burkafrau sind. Ich habe also keinerlei Erfahrung mit Burkas, ja ich weiss nicht einmal, ob das der richtige Plural ist oder ob es vielleicht Burken heisst oder Burkis (das wäre dann der Fussballbezug) oder vielleicht sogar ja Burka&#8217;s. Keine verdammte Ahnung. Und dann les ich das vom Aargau.</p>
<p>Das muss ja einen Siech voll Burkas haben in diesem Kanton, Herrgottjesus, wenn der Leidensdruck schon das Verhältnis 89 zu 33 erreicht hat. Aber wo? Letzte Woche war ich einen Tag lang in Bremgarten, und was hab ich gesehen? Einen Fluss, eine Brücke, eine Ente. Burka Fehlanzeige. Wo könnten die denn sein? Hat es irgendwo ein Nest? Im Fricktal vielleicht? In Kaisten, Wettingen, Lieli? Oder vielleicht sogar in Endingen und Lengnau?</p>
<p>Wir dürften die Augen nicht verschliessen vor den Problemen unserer Zeit, sagen sie. Ja, die Burka. Genau die Burka ist eines dieser dringenden, drängenden Probleme. Genau ungefähr ihretwegen haben wir uns Sorgen zu machen. Der Rest läuft ja wie geschmiert. Afrikaniserung stoppen, Burka verbieten, 89 zu 33. Herrgott steig hinab und räum auf. Wir bitten Dich erhöre uns.</p>
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		<title>Aux kiosques, citoyens!</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:45:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Leisten Sie sich unbedingt die aktuelle WOZ, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Sie finden darin ein preiswürdiges Interview mit dem Raucher, Poeten und Sänger Endo Anaconda, eine 1. Mai-Partitur von Pedro Lenz und, jetzt kommts: eine Sonderbeilage zu &#8220;100 Jahre FC St. Pauli&#8221;. Den Text kann man zwar auch umsonst haben, aber wer sowas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leisten Sie sich unbedingt die aktuelle WOZ, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Sie finden darin ein preiswürdiges Interview mit dem Raucher, Poeten und Sänger Endo Anaconda, eine 1. Mai-Partitur von Pedro Lenz und, jetzt kommts: eine Sonderbeilage zu &#8220;100 Jahre FC St. Pauli&#8221;. Den Text kann man zwar auch <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/29/kein-fussball-den-faschisten/" target="_blank">umsonst</a> haben, aber wer sowas nicht in der Hand halten will, und zwar auch noch in 10 oder 20 Jahren, ist zu bedauern. Ist haptisch verkümmert.</p>
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		<title>Hüppis Grammatik</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 20:18:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man tötet den Fussball? Werden Sie nicht mehr zahlen können? Es wäre schön, wenn wir hier im Konjunktiv redeten. Die Wahrheit ist: Wir können die Rechnungen der Stadt schon jetzt nicht mehr bezahlen. Das ist zwar Futur I, nicht Konjunktiv, sonst aber legt sich der Präsident des FC St. Gallen im Interview mit der WOZ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: auto; margin-bottom: 0px; margin-left: auto; padding-top: 6px; padding-bottom: 10px; line-height: 1.3;"><strong>Man tötet den Fussball? Werden Sie nicht mehr zahlen können?</strong></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: auto; margin-bottom: 0px; margin-left: auto; padding-top: 6px; padding-bottom: 10px; line-height: 1.3;">Es wäre schön, wenn wir hier im Konjunktiv redeten. Die Wahrheit ist: Wir können die Rechnungen der Stadt schon jetzt nicht mehr bezahlen.</p>
</blockquote>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: auto; margin-bottom: 0px; margin-left: auto; padding-top: 6px; padding-bottom: 10px; line-height: 1.3;">Das ist zwar Futur I, nicht Konjunktiv, sonst aber legt sich der Präsident des FC St. Gallen im Interview mit der WOZ die Dinge rund um den Fussball zurecht wie vor ihm vielleicht höchstens Herr Heusler aus Basel. Wer nach dem Choreoverbot von Hüppi gegen den Espenblock seine Meinung über den Präsidenten gemacht hatte, sollte sich nun die Mühe machen, das <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr15/sport/19202.html" target="_blank">Gespräch</a> in voller Länge zu lesen.</p>
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		<title>Das Hochrisikospiel</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 08:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag um 16 Uhr spielt der FC Zürich im Letzigrund gegen den FC Basel. Die Partie wird als so genanntes Hochrisikospiel eingestuft. Völlig zurecht. Am Ostermontag kesselte die Polizei nach dem Derby 250 GC-Fans ein und nahm ihre Personalien auf. Es war zuvor zu keinen Gewalttätigkeiten gekommen, es ging ums Sammeln von Daten eventueller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag um 16 Uhr spielt der FC Zürich im Letzigrund gegen den FC Basel. Die Partie wird als so genanntes Hochrisikospiel eingestuft. Völlig zurecht.</p>
<p>Am Ostermontag kesselte die Polizei nach dem Derby 250 GC-Fans ein und nahm ihre Personalien auf. Es war zuvor zu keinen Gewalttätigkeiten gekommen, es ging ums Sammeln von Daten eventueller Gewalttäter. Die GC-Anhänger sind erbost. Den Anhängern des FC Basel ist etwas Ähnliches seitens der Zürcher Polizei schon einmal widerfahren, nur etwas intensiver: Man nennt es den &#8220;Kesssel von Altstetten&#8221; &#8211; über 400 Verhaftungen, am Ende 5 Anzeigen. Die Fans des FC Basel haben seither Einkesselungen nicht mehr so gerne. Doch sie sollten mit allem rechnen, schliesslich wohnen sie einem Hochrisikospiel bei.</p>
<p>Vielleicht sind die Fans des FC Basel, wenn es dann zum Kessel kommt, ja sehr entspannt und nehmen es mit Humor. Vielleicht sind sie aber auch ein bisschen angesäuert. Sie werden während des Spiels im Letzigrund nämlich von einer Sicherheitsfirma bewacht, die Leute anstellt, die gerne auf Fussballfans oder Demonstranten eindreschen (bzw. diese &#8220;ficken&#8221;, um im O-Ton zu bleiben). Das letzte Mal war dies in St. Gallen der Fall, als der FC Basel zu Gast war. Die Sicherheitsleute haben dort so gründlich &#8220;gefickt&#8221;, dass mehrere Basler Verletzungen davon trugen. Die Staatsanwaltschaft hat reagiert &#8211; und zehn Basler dem Schnellrichter zugeführt. Am Verhalten der Sicherheitsleute konnte der Staatsanwalt nichts Falsches erkennen. Und so wird es mit Sicherheit ein freudiges Wiedersehen beim Eingang zum Gästesektor, wenn der Sicherheitsmann dem FCB-Fan mit der Autorität des integren Berufsmannes befiehlt: &#8220;Beine spreizen, Jacke öffnen, Taschen leeren.&#8221;</p>
<p>Wer Hochrisikospiele will, bekommt sie. Ob mit oder ohne Zutun der Fans.</p>
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