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	<title>Knapp daneben &#187; Politik</title>
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	<description>Fussball und Alltag</description>
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		<title>&#8220;Ich bin nicht Top-Videospezialist&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Freitag berät das Schwyzer Strafgericht über das Urteil gegen zwei Polizisten der Luzerner Sondereinheit &#8220;Luchs&#8221;. Sie hatten im Juni 2005 in Arth zwei unschuldige junge Männer für einen gesuchten Schwerverbrecher gehalten und entsprechend behandelt. Der umstrittene Einsatz wurde von der Polizei gefilmt. Doch: Genau die Sequenz, welche die von den Opfern beklagten und nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Freitag berät das Schwyzer Strafgericht über das <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/19/Schweiz/Polizisten-wegen-irrtuemlicher-Festnahme-vor-Gericht" target="_blank">Urteil gegen zwei Polizisten</a> der Luzerner Sondereinheit &#8220;Luchs&#8221;. Sie hatten im Juni 2005 in Arth zwei unschuldige junge Männer für einen gesuchten Schwerverbrecher gehalten und entsprechend behandelt.</p>
<p>Der umstrittene Einsatz wurde von der Polizei gefilmt. Doch: Genau die Sequenz, welche die von den Opfern beklagten und nun vor Gericht verhandelten polizeilichen Übergriffe zeigen würde, fehlt. <a href="http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/872049.html" target="_blank">Manipulation</a>?</p>
<p>Die Aktion fällt in die Verantwortlichkeit des Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler. Auf das offensichtlich bearbeitete Videomaterial angesprochen, gab er damals der Schwyzer Staatsanwaltschaft zu <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Polizistenluegen-im-Fall-Luchs/story/29133682" target="_blank">Protokoll</a>:</p>
<blockquote><p>Bei der Visionierung ging ich nicht davon aus, dass es ein Beweismittel sein könnte.</p></blockquote>
<p>Später ging er noch weiter und erklärte in <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c48a4201-ef3b-4a90-977e-1606fab16a63" target="_blank">10vor10</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bin natürlich nicht Top-Videospezialist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Beat Hensler sagte im &#8220;<a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4de8eb17-e545-43b3-87da-97f050d89c63" target="_blank">Club</a>&#8221; des Schweizer Fernsehens zu Fussball und Fans, es spiele keine Rolle, ob die Gewalt jetzt ein bisschen ab- oder zunehme. Hauptsache, sie existiere, und das sei schlimm genug. Bitzli mehr oder weniger, bitzli drin lassen oder raus schneiden, bitzli wahr oder falsch, who cares? Nur bei der Toleranz, da nimmt es Herr Hensler sehr genau: Die soll bei null liegen.</p>
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		<title>Nackt vor den Deltas?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 08:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[KKJPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangene Woche ist die Vernehmlassungsfrist zu den Änderungen des &#8220;Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen&#8221; abgelaufen. In etwas einfacheren Worten: Es geht um die Verschärfung des Hooligangesetzes (BWIS II). Der Verein Referendum BWIS hat einmal mehr in aufwendiger Arbeit das Wichtigste zusammengefasst und die verschiedenen Vernehmlassungsantworten zur Durchsicht präsentiert. Ein Auszug daraus aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangene Woche ist die Vernehmlassungsfrist zu den Änderungen des &#8220;Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen&#8221; abgelaufen. In etwas einfacheren Worten: Es geht um die Verschärfung des Hooligangesetzes (BWIS II).</p>
<p>Der Verein Referendum BWIS hat einmal mehr in aufwendiger Arbeit das Wichtigste <a href="http://www.referendum-bwis.ch/aktuell25012012.shtml" target="_blank">zusammengefasst</a> und die verschiedenen Vernehmlassungsantworten zur Durchsicht präsentiert. Ein Auszug daraus aus dem <a href="http://www.referendum-bwis.ch/Vernehmlassung%20KKJPD%20Hooligankonkordat%20111219.pdf" target="_blank">Papier der SP</a>:</p>
<blockquote><p>Die SP Schweiz bedauert, dass mit den vorgeschlagenen Änderungen im Konkordat weitere Grund- rechtseinschränkungen verbunden sind. In Anbetracht der Ernsthaftigkeit des Problems und der nicht hinnehmbaren Körperverletzungen und schweren Sachbeschädigungen (z.B. in den Zügen der <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/sbb-und-sachschaden-von-3-mio-auf-100000/" target="_blank">SBB</a>) sind diese aber grösstenteils gerechtfertigt und als bedauerlich, aber notwendig hinzunehmen.</p></blockquote>
<p>Wenn man auch einräumen muss, dass in der Stellungnahme der SP kritischere Töne und dabei sogar Verlinkungen auf südkurve.ch oder fansicht.ch zu finden sind, ist die Grundaussage der Sozialdemokraten doch einigermassen irritierend: Wir wissen, das geht in eine rechtsstaatlich sehr gefährliche Richtung, aber Ausnahmezustände erfordern Ausnahmegesetze.</p>
<p>Die Verschärfungen, die die KKJPD unter Führung der dafür soeben <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/art120094,2827860" target="_blank">ausgezeichneten</a> Karin Keller-Sutter anstreben, sehen unter anderem vor, dass private Sicherheitsdienste wie die <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21297.html" target="_blank">Delta Security</a> Besucherinnen und Besucher von Sportanlässen ohne konkreten Verdacht bis in den Intimbereich durchsuchen dürfen. Andere neue Massnahmen werden wie gewohnt mit den Vorbildern Deutschland oder England begründet, völlig ungeachtet dessen, dass gerade im Nachbarland inzwischen ungleich differenziertere Diskussionen im Gang sind und man von einer schnellen &#8220;Lösung der Gewaltfrage&#8221; weiter entfernt ist denn je &#8211; weil nun <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cXGXsxlK1wo" target="_blank">ernsthaft hinterfragt</a> wird, was denn eigentlich alles unter Gewalt zusammengefasst werden soll.</p>
<p>Wer sich eingehender informieren möchte, was sich die Polizeidirektoren mithilfe des Vehikels Fussball für die Schweiz ausgedacht haben, lese bitte die beeindruckende Vernehmlassungsantwort der <a href="http://www.referendum-bwis.ch/stellungnahme_zur_vernehmlassung_kkjpd.pdf" target="_blank">YB-Dachverbände</a> oder jene, etwas technischere, der <a href="http://www.referendum-bwis.ch/Vernehmlassung_FaCH_Konkordat_BWIS.pdf" target="_blank">Fanarbeit Schweiz</a>.</p>
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		<title>&#8220;Ultras gegen Kamelreiter&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Empfehlung der Woche: die aktuelle Ausgabe der Monde diplomatique (am Kiosk, als Beilage der WOZ). Der Autor, Blogger und Unversitätsdozent James M. Dorsey legt einen der bisher ausführlichsten und aufschlussreichsten Texte vor zur Rolle der Ultras im ägyptischen Aufstand. Dorsey zitiert einen Zamalek-Ultra: Als die Polizei angriff, machten wir den Leuten Mut: Sie sollten nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Empfehlung der Woche: die aktuelle Ausgabe der <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.aktaus" target="_blank">Monde diplomatique</a> (am Kiosk, als Beilage der WOZ). Der Autor, <a href="http://mideastsoccer.blogspot.com/" target="_blank">Blogger</a> und Unversitätsdozent James M. Dorsey legt einen der bisher ausführlichsten und aufschlussreichsten Texte vor zur Rolle der Ultras im ägyptischen Aufstand. Dorsey zitiert einen Zamalek-Ultra:</p>
<blockquote><p>Als die Polizei angriff, machten wir den Leuten Mut: Sie sollten nicht davonlaufen und keine Angst haben. Dann feuerten wir Leuchtraketen ab. Die Leute fühlten sich ermutigt und machten mit; sie wissen, dass wir was von Ungerechtigkeit verstehen und fanden es gut, dass wir wie die Teufel kämpften.</p></blockquote>
<p>Dorsey zeichnet nach, wie das jahrelange Training der Zamalek- und al-Ahly-Ultras bei Kämpfen mit den Sicherheitskräften im und ums Stadion 2011 bei den Demonstrationen zum Tragen kam, aber auch, wie weit die Ultras eine gewichtige Alternative zu den Islamisten darstellen. Grosse Lektüre.</p>
<p>Nachtrag: Fast vergessen, obwohl auch grosse Lektüre und v.a. auch lange Lektüre: In ebendieser <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr02/sport/21603.html" target="_blank">WOZ</a>, wo Le Monde diplomatique drinsteckt, schreibt <a href="http://www.jensweinreich.de/" target="_blank">Jens Weinreich</a> auf 3 Seiten über die Fifa. Unbedingt!</p>
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		<title>Sachschäden an Extrazügen, Teil 3</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:20:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was tun, wenn einem die Argumente in Gestalt von aussagekräftigen Zahlen fehlen? Man schiesst zurück, wild und planlos. Das scheint das Kommunikationsprinzip der SBB in der Frage nach den tatsächlichen Sachschäden an Fan-Extrazügen. Kurz zur Erinnerung: Ein internes SBB-Papier belegt, dass die von Fussballfans verursachten Sachschäden an Extrazügen nicht 3 Millionen Franken, sondern weniger als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was tun, wenn einem die Argumente in Gestalt von aussagekräftigen Zahlen fehlen? Man schiesst zurück, wild und planlos. Das scheint das Kommunikationsprinzip der SBB in der Frage nach den tatsächlichen Sachschäden an Fan-Extrazügen.</p>
<p>Kurz zur Erinnerung: Ein <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr01/schweiz/21582.html" target="_blank">internes SBB-Papier</a> belegt, dass die von Fussballfans verursachten Sachschäden an Extrazügen nicht 3 Millionen Franken, sondern weniger als ein Zehntel davon ausmachen. Zahlreiche Medien hatten diese Falschmeldung verbreitet, die SBB haben nie widersprochen. Das tun sie dafür jetzt, umso heftiger. Nur in eine seltsame Richtung.</p>
<p>Der St. Galler Ruben hat in <a href="http://rubensch.tumblr.com/post/15400726879/extrazuge-viel-heisse-luft-um-sachschaden" target="_blank">seinem Blog</a> erwähnt, dass die in der WOZ publik gemachte tatsächliche Schadenssumme der Saison 2009/2010 einen ausgebrannten und verschrotteten Waggon enthält. Kostenpunkt laut SBB-Papier: 69&#8217;700 Franken &#8211; und damit fast ein Drittel der Gesamtsumme 2009/2010 von 225&#8217;503.65 Franken. Nur: War das tatsächlich von Fans verursachter Sachschaden? Diese Frage wirft Blogger Ruben auf. Er verweist auf ein <a href="http://www.fricktal.info/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24332:aarau-nachtrag-zum-brand-im-bahnwagen-des-extrazuges-des-fc-st-gallen-&amp;catid=265:alle&amp;Itemid=545" target="_blank">Communiqué</a> der Kapo Aargau, die abgeklärt haben will, dass die Fans des FC St. Gallen den Brand vorsätzlich gelegt hätten. Lassen wir die Frage, wie lebensmüde man sein muss, den Eisenbahnwagen, in dem man gerade fährt, absichtlich anzuzünden, mal beiseite. Hatte die Kapo Aargau eine andere Möglichkeit, als die Brandursache bei den Fans zu finden? Kaum. Ihr Sprecher hatte nämlich bereits unmittelbar nach dem Brand gegenüber dem <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/fc-st-gallen-extrazug-in-flammen-145433" target="_blank">Blick</a> die Schuldigen klar ausgemacht.</p>
<p>Die SBB wollen nie von &#8220;3 Millionen Franken Schäden&#8221; gesprochen haben, wie Medienchef Reto Kormann einem <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/HooliganSchaeden-Geringer-als-behauptet/story/15691033" target="_blank">Newsnetz</a>-User vorhält:</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Newsnetz_Kormann.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4722" title="Newsnetz_Kormann" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Newsnetz_Kormann-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die im eigenen, internen Papier festgehaltenen Zahlen können die SBB aber aus politischen Gründen auch nicht so stehen lassen. Und so wird mit versteckten Schäden, buchhalterischen Werten und Aufklebern an Bahnhöfen argumentiert &#8211; Kosten, die nicht erfasst seien. Was zur nächsten Frage führt: Wie wissen die SBB, wie viele ungedeckte Kosten anfallen, wenn tatsächlich nicht alle Kosten erfasst werden? Und wäre es hier nicht am einfachsten, dem guten Beispiel des obersten Bähnlers Ulrich Gygi zu folgen und nach den Schadenszahlen für YB (13&#8217;000 Franken in der Saison 2010/2011, &#8220;nicht viel&#8221;, laut Gygi) auch die aller anderen Vereine zu nennen? Dann wüssten wir nämlich alle genau, wovon wir sprechen, ist doch davon auszugehen, dass Gygis Zahl der tatsächlichen und alles umfassenden Schadenssumme entspricht. Alles andere wäre ja aus dem Munde des SBB-Präsidenten unseriös.</p>
<p>Nein, Transparenz zu schaffen, wie das Gygi vormacht, das möchten die SBB offensichtlich nicht. Wie würde sich ein Schadenstotal von mutmasslich weniger als 100&#8217;000 Franken für 2010/2011 machen, wenn in der Diskussion um die von den SBB angestrebte Aufhebung der Transportpflicht bisher nützlicherweise immer von 3 Millionen die Rede war?</p>
<p>Das alles ist schwer auszuhalten und noch schwerer zu kommunizieren. Und so schiesst man halt, eben, wild drauflos. Wie SBB-Sprecher Christian Ginsig, der gegenüber Blogger Ruben via Twitter ein Youtube-Filmchen auspackt. Als Antwort auf Rubens wirklich unerhörte Feststellung, es bestehe ein Unterschied zwischen einem mutwillig gelegten und einem durch einen Defekt verursachten Brand:</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/ginsig_SBB.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4724" title="ginsig_SBB" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/ginsig_SBB-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stille Profiteure</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 13:03:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer auch noch ganz froh sein kann um das Hildebrand-Blocher-Weltwoche-Theater, diese Pest-gegen-Cholera-Inszenierung zum Jahresauftakt, ist die NZZ. Dank dem Getöse um die SNB geht nämlich unter, was sich im Hause der Alten Dame gerade für ein unwürdiges Stück abspielt. Da werden in den USA drei Angestellte der Bank Wegelin angeklagt, der Bank des NZZ-Präsidenten Konrad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer auch noch ganz froh sein kann um das Hildebrand-Blocher-Weltwoche-Theater, diese Pest-gegen-Cholera-Inszenierung zum Jahresauftakt, ist die NZZ. Dank dem Getöse um die SNB geht nämlich unter, was sich im Hause der Alten Dame gerade für ein unwürdiges Stück abspielt.</p>
<p>Da werden in den USA drei Angestellte der Bank Wegelin angeklagt, der Bank des NZZ-Präsidenten Konrad Hummler, weil Wegelin laut Anklageschrift im grossen Stil US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen hat: Zwischen 2005 und 2010, also im Zeitraum, als US-Kunden massenweise die UBS verlassen und eine neue, sichere Bank zum Verstecken ihrer Millionen suchen mussten, hat sich das von Wegelin verwaltete US-Vermögen von 240 Mio $ auf 1,2 Mrd verfünffacht. Hummler, von der NZZ netterweise immerhin dazu befragt, möchte gern festhalten, dass es sich hier um ganz normale Vorgänge gehandelt habe. Es sei eben die Zeit vor dem &#8220;Paradigmawechsel&#8221; gewesen. Damals seien die Banken noch nicht mitverantwortlich gewesen, &#8220;dass ihre Kunden die Steuerpflicht einhalten.&#8221; Man braucht nicht zwischen den Zeilen zu lesen, um hier Hummlers tiefe Trauer über diese Zeitenwende zu spüren.</p>
<p>Ganz hart wird es aber erst in der Kommentarspalte, die den Artikel begleitet und ganz offensichtlich dessen Inhalt abfedern soll. 26,8 cm ist er lang, der Kommentar mit dem herzigen Titel &#8220;Zielscheibe Wegelin&#8221;, davon handeln 19,7 cm von &#8220;Uncle Sam&#8221;, der mit seinem &#8220;Furcht-System&#8221; Wegelin-Mitarbeiter &#8220;peinigt&#8221;. Yeah! 7,1 cm, die bescheidene Länge des Schlussabschnitts, stehen dann immerhin noch für Journalismus zur Verfügung und werden eingeleitet mit &#8220;Allerdings ist auch festzuhalten, dass &#8230;&#8221;</p>
<p>Vielleicht stimmt es ja, was im Kommentar steht. Vielleicht entspricht er der tiefen Überzeugung des Verfassers. Nur: Wer soll das noch glauben? Pferdenarren, die als Journalisten über den eigenen, grössenwahnsinnigen Pferdevereinspräsidenten schreiben; Wirtschaftsredaktoren, die in Kommentarspalten den eigenen Chef aus der Schusslinie nehmen müssen; ein Chefredaktor, der Gerhard Blochers Bruder für den Ständerat empfiehlt &#8211; NZZ, alles Gute für die Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die SBB, die Sachschäden und die Motive</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:35:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gestern Donnerstag veröffentlichte die WOZ einen Artikel, in dem die bisher zirkulierenden Zahlen zu Sachbeschädigungen an Fan-Extrazügen massiv nach unten korrigiert wurden: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie Tagesschau, Tages-Anzeiger und zahlreiche andere Medien behaupteten, sind es gemäss einem internen Papier der SBB nicht einmal 10% davon: 225&#8217;503.65 Franken. Die SBB haben die Echtheit des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Donnerstag veröffentlichte die <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr01/schweiz/21582.html" target="_blank">WOZ</a> einen Artikel, in dem die bisher zirkulierenden Zahlen zu Sachbeschädigungen an Fan-Extrazügen massiv nach unten korrigiert wurden: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie Tagesschau, Tages-Anzeiger und zahlreiche andere Medien behaupteten, sind es gemäss einem internen Papier der SBB nicht einmal 10% davon: 225&#8217;503.65 Franken.</p>
<p>Die SBB haben die Echtheit des Dokumentes nie bestritten. Sie wählen dafür eine andere Strategie: Sie relativieren die eigenen Zahlen. Sowohl in der WOZ als auch bei <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/HooliganSchaeden-Geringer-als-behauptet/story/15691033" target="_blank">Newsnetz</a>, das die Geschichte aufgegriffen hat, ist von &#8220;buchhalterischen Werten&#8221; die Rede. Viele weitere Schäden und Verunreinigungen seien da nicht mitgerechnet. Das sind erstaunliche Aussagen.</p>
<p>Fassen wir zusammen: Die für die Extrazüge verantwortlichen SBB-Mitarbeiter erstellen eine Bilanz der Exrazugsaison 2009/2010. Detailliert wird darin aufgelistet und mit Balkendiagrammen dargestellt, wie viele Fans von welchem Klub wie viele Züge benutzt, Billette gekauft und Schäden angerichtet haben. Auf weiteren 8 Seiten ist jedes Spiel einzeln aufgelistet, mit Zugnummer, Anzahl Reisender, Anzahl Sicherheitspersonal, Schadenszahl usw. Diese Papiere sind die Grundlage der regelmässigen Sitzungen der SBB-Regionalverantwortlichen mit der Transportpolizei, den Klubs und den Fanarbeitern. Und nun wollen die SBB behaupten, diese detaillierte Auflistung, erstellt durch ihre eigenen Angestellten, sei Makulatur? Was wirft denn das für ein Licht auf den Bundesbetrieb?</p>
<p>Ohnehin ist offen, inwieweit in der Frage der Extrazüge bei den SBB die rechte Hand weiss, was die linke tut. Da wird das Versteckspiel um die wahren Schadenszahlen verteidigt, weil sonst die Gefahr bestünde, dass die Fans einen &#8220;Hooligan-Sachschaden-Wettbewerb&#8221; anzetteln. Wer sich dann aber um diese scheinbare Gefahr foutiert und allen SBB-Kommunikationsregeln trotzt, ist ausgerechnet der Bahn-Chef selbst, Ulrich Gygi, Beirat der Young Boys. Um zu betonen, dass &#8220;seine&#8221; Fans mit Extrazügen ganz gut unterwegs seien, plaudert er die entsprechenden Zahlen für 2010/2011 in der Zeitung aus &#8211; und bringt seine eigene Medienstelle damit in Nöte. Ein starkes Stück, ganz abgesehen davon, dass YB mit der von Gygi genannten Schadenssumme von 13&#8217;000 Franken (übrigens: brutto oder netto?) bei weitem nicht den Primus stellt.</p>
<p>Die SBB sagen explizit, es störe sie nicht, wenn in den Medien von &#8220;3 Millionen Sachschäden&#8221; anstatt, wie es korrekt heissen müsste, &#8220;3 Millionen ungedeckten Kosten&#8221; die Rede sei. Es ist ihr egal, dass sie damit all jene vor den Kopf stösst, die sich um einen geordneten Ablauf der Auswärtsfahrten bemühen. Es ist ihr auch egal, dass sie ihre Mitarbeiter verprellt, die an den regionalen Treffen den Unmut der Vereins-, Liga- und Fanvertreter zu spüren bekommen und die jetzt, neu, auch noch erfahren müssen, dass die von ihnen erstellten Schadensbilanzen nichts taugen.</p>
<p>Die SBB wollen ganz offensichtlich partout, dass sich an den medial transportierten 3 Millionen Franken Sachschaden nichts ändert. Dafür scheuen sie weder argumentative noch kommunikative Kapriolen. Die Aufhebung der Transportpflicht als Motiv ist offensichtlich. Es ist ein politisches Manöver der Bundesbahnen, auf Kosten jener, die ohnehin bei niemandem Kredit haben. Willkommen im neuen Jahr.</p>
<p>Pascal Claude</p>
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		<title>Abt. Beteiligungen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 16:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich übernehme ungern 1:1, aber das hier ist zu gut. Von den geschätzten Kollegen der Nation of Swine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich übernehme ungern 1:1, aber das hier ist zu gut. Von den geschätzten Kollegen der <a href="http://nationofswine.ch/2011/12/18/yo-lugner-noch-’ne-frage/" target="_blank">Nation of Swine</a>.</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/390569_2832148371799_1501850941_32867629_952307543_n-555x416.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4666" title="390569_2832148371799_1501850941_32867629_952307543_n-555x416" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/390569_2832148371799_1501850941_32867629_952307543_n-555x416-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
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		<title>Das Instrument ist sauer</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 11:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ueli Maurer, der sich in der NZZ als Instrument seiner Partei bezeichnet und als nichts anderes, ist stinksauer über die Wiederwahl seiner Kollegin Widmer-Schlumpf. Das ist nett zu wissen, und schön wäre es, er würde sein Departement mitsamt der besten Armee der Welt von oben herab an seiner Säuerlichkeit teilhaben und versauern lassen. Wir hätten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/071122214923.jpg"><img class="alignleft  wp-image-4660" title="071122214923" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/071122214923-300x219.jpg" alt="" width="210" height="153" /></a>Ueli Maurer, der sich in der NZZ als Instrument seiner Partei bezeichnet und als nichts anderes, ist stinksauer über die Wiederwahl seiner Kollegin Widmer-Schlumpf. Das ist nett zu wissen, und schön wäre es, er würde sein Departement mitsamt der besten Armee der Welt von oben herab an seiner Säuerlichkeit teilhaben und versauern lassen. Wir hätten ein paar Probleme weniger und ein paar Milliarden mehr, für Gescheiteres. Ansonsten lasse ich mich nun gerne weiterregieren von diesen sieben. Soweit zum Alltag. Bald kommt auch wieder Fussball.</p>
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		<title>Fiorentina, Playstation, Sanaa</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf altravita.com befasst sich Kai Tippmann mit einem Text eines Fiorentina-Tifoso auf dodicesimouomo.net. Tippmann übersetzt den Beitrag &#8220;A noi ci ha rovinato la playstation&#8221; mit &#8220;Die Playstation hat uns versaut!&#8221; Sich der Gefahr des Kulturpessimismus bewusst, beklagen beide, Autor und übersetzender Blogger, die Verschiebung der Fan-Sozialisation weg von realer, lokal verankerter Fussballbegeisterung hin zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.altravita.com/die-playstation-hat-uns-versaut.php" target="_blank">altravita.com</a> befasst sich Kai Tippmann mit einem Text eines Fiorentina-Tifoso auf <a href="http://www.dodicesimouomo.net/12uomo/news-curva-fiesole/5135-a-noi-ci-ha-rovinato-la-playstation.html" target="_blank">dodicesimouomo.net</a>. Tippmann übersetzt den Beitrag &#8220;A noi ci ha rovinato la playstation&#8221; mit &#8220;Die Playstation hat uns versaut!&#8221; Sich der Gefahr des Kulturpessimismus bewusst, beklagen beide, Autor und übersetzender Blogger, die Verschiebung der Fan-Sozialisation weg von realer, lokal verankerter Fussballbegeisterung hin zu einer virtuellen, von jedem regionalen Bezug lösgelösten (Be)Siegermentalität:</p>
<blockquote><p>Oggi i bambini tifano per il Real o il Barcellona anche se nascono a Novoli o al Girone, le magliette di Rooney sono più di moda di quelle di Natali, la tua squadra è degna di moda solo se ha un “palmares” invidiabile.</p></blockquote>
<p>Gestern fand ich in der NZZ folgendes Bild zu einem Artikel über Jemens Zukunft mit oder eben ohne Präsident Saleh: Allein in der ersten Reihe der Saleh-kritischen Demonstranten finden sich 4 Trikots von Real Madrid.</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/Sanaa_NZZ.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4579" title="Sanaa_NZZ" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2011/12/Sanaa_NZZ-300x127.jpg" alt="" width="300" height="127" /></a></p>
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		<title>Gewalt im Fussball: Die Zahlen, die wirklichen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 11:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Pyro]]></category>

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		<description><![CDATA[Was die NZZ schon vor einem Jahr belegt hat, wohlgemerkt ohne es zu merken, bringt nun der Beobachter explizit und aktuell: All jene Zahlen, die Gewalt an Sportveranstaltungen erfassen, widerlegen die Behauptung einer Zunahme: Im Jahr 2010 ging die Anzahl der Verzeigungen auf 303 zurück – eine Abnahme um sieben Prozent trotz steigenden Zuschauerzahlen. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die NZZ schon <a href="http://knappdaneben.net/2010/09/fedpol-und-kkjpd-weniger-ist-mehr/" target="_blank">vor einem Jahr</a> belegt hat, wohlgemerkt ohne es zu merken, bringt nun der <a href="http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/18676/" target="_blank">Beobachter</a> explizit und aktuell: All jene Zahlen, die Gewalt an Sportveranstaltungen erfassen, widerlegen die Behauptung einer Zunahme:</p>
<blockquote><p>Im Jahr 2010 ging die Anzahl der Verzeigungen auf 303 zurück – eine Abnahme um sieben Prozent trotz steigenden Zuschauerzahlen. In den letzten beiden Jahren kam also je eine Verzeigung wegen einer Gewaltstraftat auf rund 13&#8217;000 Zuschauer. Bei schweren Gewalttaten beträgt das Verhältnis rund 1 zu 750&#8217;000.</p></blockquote>
<p>Gestützt auf diese Tatsache kann man sich der Frage zuwenden, warum wichtige Repräsentanten einer rein repressiven Strategie gegen Gewalt und als Gewalt taxiertes Feuerwerk im Zusammenhang mit Fussballspielen sich so sehr dagegen wehren, die eindeutigen Zahlen zur Kenntnis zu nehmen. Luzerns Polizeikommandant Beat Hensler im <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4de8eb17-e545-43b3-87da-97f050d89c63" target="_blank">SF-Club</a>: &#8220;Ein bisschen Zu- oder Abnahme, das spielt doch keine Rolle&#8221;. Wäre es denkbar, dass ein bisschen Abnahme von Gewaltvorfällen bei steigender Zuschauerzahl etwas mit der angeblich nicht existierenden Selbstregulierung der Fanszenen zu tun hat? Nein, sagt dazu Beat Hensler im Club. Wenn tatsächlich weniger passiert, dann nur dank der Präsenz der Polizei. Urteilen Sie selbst.</p>
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