Jung, erfolgreich – und ohne Zukunft?
Monday, December 7th, 2009Es wurde mir eben ein internes Papier aus dem Analyse- und Recherchezentrum Sykora GmbH zugespielt, und: Der Inhalt ist brisant! Sykora GmbH hat sich nämlich die U17-WM-Finals 1995, 1997, 1999, 2001 und 2003 angeschaut und den Karriereverlauf sämtlicher 18 bzw. 20 Kaderspieler der jeweiligen Finalteilnehmer untersucht. Es handelte sich dabei um die Nationalmannschaften Brasiliens (4x), Ghanas (2x), Frankreichs, Spaniens, Nigerias und Australiens. Die Junioren von damals sind heute zwischen 23 und 31 Jahre alt, im besten Fussballeralter also, weshalb es auch Sinn macht, die Karrieren der späteren Finalteilnehmer vorerst ausser Acht zu lassen. Einige Schlüsse, die sich aus der Tabelle ziehen lassen:
Von den insgesamt 184 Kaderspielern von 1995 bis 2003 haben genau 19 heute einen Stammplatz in einer der europäischen Top-Ligen (England, Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien). Das entspricht 10,3 %
61 der 184 Spieler sind in ihren Klubs Stammspieler: 33 %. Diese Klubs reichen von der 8. Englischen über die 4. Brasilianische, die 3. Französische und die 2. Rumänische bis zur Primera Division.
34 der 184 Spieler haben A-Länderspiele vorzuweisen: 18,5 %
Von den afrikanischen Finalteilnehmern hat heute keiner einen Stammplatz in einer Top-5-Liga. Stephan Appiah (Ghana 1995) kommt bei Bologna zu Einsätzen, damit ragt er bereits aus der “Masse der Untergetauchten” heraus. Das beste Fundament für die weitere Karriere haben die Australier 1999 gelegt: 11 von 18 Spielern erfreuen sich heute eines Stammplatzes, sei es auch nur bei Nagoya, Shrewsbury oder Dandenong.
So. Aber die Euphorie ist ja ohnehin bereits etwas verflogen. Oder sollte ich mir die Schweizer Illustrierte kaufen?






