Archive for the ‘Lieder’ Category

Alex F. feat. Strahlenmeer

Sunday, May 2nd, 2010

Es hat uns heute eine Videolink-Zusendung aus dem Raume Basel erreicht mit Bemerkungen zu Herrn Alex Frei, die wir hier gerne unterschlagen, denn: Schauen Sie sich einfach mal das hier an:

Über sieben Brüggli musst du gehn’

Wednesday, March 10th, 2010

Anlässlich einer Lesung Ende 2009 darauf angesprochen, habe ich “Brügglifäld Olé” wieder aus dem Gedächtnis verbannt, bis mich Herr Roter Stern Unterstrass heute auf den dazugehörigen Clip rund um den FC Aarau aufmerksam gemacht hat. Sie heissen auch die Unabsteigbaren, die Herren vom FCA, und dass man dem unbedingt beipflichten muss, sehen Sie in den folgenden drei Minuten. Oder möchte das irgend jemand missen? Möchte irgend jemand, dass ein Verein, der sowas hervorbringt, von der Bildfläche verschwindet? Nicht im Ernst, oder? Wie schreibt doch schön der Herr Noz im Kommentar: “Gute Güte”. Damit ist ja dann alles gesagt.

David Bowie als Vorbild

Monday, February 8th, 2010

GC-Fans haben es in der Tat nicht leicht dieser Tage. Das eigene Stadion gibt’s nur noch als Buch, die sportlichen Leistungen sind ebenso bescheiden wie der Zuschaueraufmarsch an Heimspielen, und die finanzielle Situation ist so prekär, dass man ohne grosses Nachfragen eckelhaften Betrügern auf den Leim kriecht.

Da mag es nicht verwundern, dass sich immer weniger Leute zu diesem Verein bekennen mögen. Prominente schon gar nicht, die gerade in dieser Situation doch als Vorbilder von immenser Bedeutung wären. Einmal mehr lernen wir: Früher war alles besser. Zeigt zumindest das Beispiel von David Bowie.

Es ist das Jahr 1969. Auch damals steht es um die Grasshoppers nicht gut. Der letzte Meistertitel ist 13 Jahre her, die laufende Saison schliesst GC auf dem erbärmlichen 9. Platz ab, drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Im Cup kommt das Aus gegen B-Ligist Chiasso. Und doch scheut sich der junge David Bowie nicht, im Video zu seinem Welthit “Space Oddity” seine Liebe zum Zürcher Verein offen zu zeigen.

And the stars look very different today (Hier der Link zum Video)

bowie

Hipp Hipp Hibs!

Sunday, November 8th, 2009

Vorgestern schenkte mir ein Berliner Bekannter die Single “Sunshine on Leith” der Proclaimers. Die gehöre in eine gute Sammlung von Fussballsongs. Fussballsongs? Tatsächlich ist “Sunshine on Leith” nicht nur ein nackenhaarsträubend schönes Lied, sondern seit Jahren auch die inoffizielle Hymne von Hibernian Edinburgh. Und wenn deren nicht unbedingt erfolgsverwöhnte Fans -- wie nach dem 5:1 League-Cup-Sieg gegen Kilmarnock 2007 in Hampden -- sich zum Chor formieren, dann nistet sich “Sunshine on Leith” in den Gehörgängen ein und zwar unwiderruflich.  ”While I am worth -- my room on this earth!”

Paralitos

Monday, September 21st, 2009

Und gleich noch einmal Fangesang, diesmal aber laut und deutlich. Das hier ist zwar schon alt, gesehen hab ichs aber heute zum ersten Mal. Pearl Jam, die während eines Konzertes in Buenos Aires von den eigenen Fans paralysiert werden. Wie der etwas nervige Kommentator dieses Rockvideos richtig erkennt:

Fangesänge – auf DRS2!

Monday, September 21st, 2009

Von einer mir nahestehenden, an E-Kultur interessierten, bald 70-jährigen Verwandten erhielt ich gestern den Hinweis auf eine kurze Sendung auf DRS2 zu Fangesängen. Die These: Fussballfans sind musikalischer als der Durchschnittsbürger. Mal erfrischend anders, sowas. Sonst heisst es eher: besoffener, brutaler, primitiver. Jetzt also mal musikalischer. Gast im Studio ist der Journalist Walter Aeschimann (ehem. Timeout SFDRS), der das Thema für das Buch Musikszene Schweiz (Cronos Verlag) aufgearbeitet hat. Der Beitrag geht nicht gross in die Tiefe und hört natürlich mit You’ll never walk alone auf, aber, he, es ist nicht Radio Gäubschwarz, es ist DRS2! Schade einfach, dass sie sich nicht die Mühe genommen haben, mit einem guten Richtmikrofon ins Stadion zu gehen. So haben sie die Gesänge der Muttenzer Kurve bei FCB-Roma ab TV-Aufzeichnung geschnitten, was einen dumpfen Soundbrei ergab. Langer Rede kurzer Sinn: Hören! Und, falls Baslerin oder Basler, nachher den Eltern sagen: “Ich kam im Fall auf DRS2!” (Übrigens: Link gleich darunter, Knigge für Fans, kann man sich sparen)

Max über Alex

Saturday, August 29th, 2009

Das ist jetzt ein schöner Zufall, dass sich im heutigen Magazin Kolumnist Max Küng (alias MK, sic!) mit Alex Frei befasst. Und zwar so, unter anderem:

Ich schämte mich, und es stimmte mich traurig, denn: Ein jeder Spieler — auch ein noch so beschränkter, doofer — ist in seinem Inneren doch auch ein Mensch. Irgendwo. Ein bisschen. Sogar Alex Frei.

Es geht um ein wüstes Lied, das die Basler Fans 2001 gegen Herrn Frei angestimmt haben. Es ist die bekannte Verhöhnung frecher Abtrünniger, wie sie zur Melodie von “Nice one Cyril” gesungen wird und wie sie oft auch Mario Cantaluppi erfahren hat. 

Eine kleine Klugscheisserei noch: Frei wechselte nicht von Thun nach Genf, sondern zuerst nach Luzern, wo er, eben, die Gelegenheit wahrnahm, sich beim FCB-Anhang sehr unbeliebt zu machen. Das ist eine nicht unwichtige Episode im Zusammenhang mit dem von Küng beschriebenen Lied. Leider ging sie im Magazin, ehm, vergessen.

31.8.09, Nachtrag: Wer die Kolumne von Max Küng online kommentieren will, muss sich registrieren lassen. Das soll wohl eine Schutzmassnahme sein gegen zu viel Unflätiges in den Kommentarspalten (wie wir es z.B. von tagi-online kennen). Wie viel sie bringt, ist allerdings offen, wie ein Kommentar zu einem Guggenbühl-Text im selben Magazin beweist:

LAIILA LADEN
Dieser Artikel ist Dreck, grosser Dreck.
Ich bin 22 Jahre alt und kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich seit langer Zeit keine so grosse Scheisse mehr betreffend dieser “Thematik” gelesen habe. Dieser Artikel ist eine Beleidigung für denkende junge Menschen und alle Menschen überhaupt.

Penalty Goal!

Wednesday, August 12th, 2009

Gestern fand ich in meinem Briefkasten eine Sendung von hocherfreulichem Inhalt, ein unerwartetes Geschenk: Die Vinyl-Single der Ganglords aus dem EM-Jahr 2008, “Penalty Goal”, die leider völlig an mir vorbei gegangen ist. Die Ganglords hatten schon 2006 mit “Köbi Cool” einen sehr guten inoffiziellen Beitrag abgeliefert, doch wurde die Verbreitung des Songs damals von den Boney-M.-Anwälten verboten (es handelt sich, wie unschwer zu erraten ist, um eine Adaption von Daddy Cool). “Penalty Goal” schafft nun aber jede rechtliche Hürde, geht in seinem altersgerechten Tempo und dem sehr eingängigen Bläserthema sofort in den Bauch, verzichtet mit Ausnahme einiger Samples (u.a. Beni T.) auf Gesprochenes und sieht zudem noch super aus (s. Bild mit Etikette). Ach, kaufen Sie das Lied doch einfach, es ist auch digital zu haben: und zwar hier. Merci, Philipp!

Kesse Sohlen

Wednesday, July 22nd, 2009

Ferienzeit – seichte Zeit! Sie merken es, der Ernst macht Urlaub, es hat Platz für Leichtigkeiten und Humor. So hat mir zum Beispiel der vorbildliche Plattenhändler Ernst (nicht der, der Urlaub macht) kürzlich diese Single von Flamengo Rio de Janeiro verkauft. So ein Cover hab ich bisher noch nicht gesehen: die Verbindung einer Klubhymne mit der Werbung für Halbschuhe! Qualidade 752! Auch den Teppich hätte ich sehr gerne, wenn man den irgendwo kaufen könnte.

“Darling I love you!”

Monday, April 27th, 2009

Dass sich Fussballer wie Herr Djorkaeff im Showbizz versuchen, ist kein neues Phänomen. Dass sie es aber wie die Herren “Glenn & Chris” in die Charts schaffen, bleibt eine Seltenheit. Sehen Sie hier den ehemaligen Nationaltrainer Englands und religiös-geistheilerisch verwirrten Glenn Hoddle zusammen mit dem Ex-Marseillais und WM-Penaltyverschiesser Chris Waddle in “Top of the Pops”. Wie sagt doch so schön der Kommentator am Ende über “Diamond Lights”: “Not a bad song. Not a good song either.”