Archive for the ‘Kunst’ Category

Fast schön!

Sunday, September 18th, 2011

Ich bringe ja dem Fussball in Delémont einige Sympathie entgegen, aber gestern haben sie mich doch etwas geärgert, die Jurassier. Um ein Haar nämlich hätten die Samstagsspiele der 32stel-Finals des Schweizer Cups allesamt mit Auswärtssiegen geendet. Um ein Haar! Denn, eben, Delémont verlor gegen Malley im Penaltyschiessen. Ein kleiner Trost: Weil es so viele Partien sind, brachte sie der Teletext nicht auf eine Seite, und so bleibt immerhin dieses schöne, wenn auch trügerische Bild als Erinnerung an den 17. September 2011. Adieu.

Expo Super League

Tuesday, May 17th, 2011

Moral, Heuchelei, Lohn, Kunst, Architektur

Monday, May 2nd, 2011

Im neuen NZZ-Folio, das heute im Briefkasten lag, sagt Benjamin Huggel:

Ich halte die Diskussion für heuchlerisch, ob 15 oder 20 Millionen Franken Jahreslohn für Ronaldo oder Messi pervers sind. Könnte man ethische oder moralische Massstäbe anlegen, wäre etwa die Arbeit einer Pflegerin viel mehr wert. Aber der Massstab ist der Markt.

So. Haben wir wieder etwas gelernt. Wäre vielleicht auch schwierig, als Spieler, der Woche für Woche ein Novartis-Trikot trägt, zu sagen:

Jahreslöhne von 15 oder 20 Millionen Franken werfen schon ethische oder moralische Fragen auf. Soll der Markt allein entscheiden, wie eine Pflegerin für ihre Arbeit entlöhnt wird und wie ein Fussballer oder ein Manager?

Einen anderen interessanten Satz las ich am Samstag im “Magazin”. Max Küng fragt sich dort in seiner Kolumne, wo eigentlich Ai Weiwei steckt und ob die Geschichte um den verschleppten chinesischen Künstler auch mitgemeint ist, wenn China als spannende Tourismusdestination angepriesen wird. Küngs Kolumnenkollege Thomas Held, der circa wöchentlich den Schweizer Fortschrittskritischen die Innovationskraft Chinas um die Ohren haut, würde sagen: Ja! Die Länder stehen im internationalen Wettbewerb! Es mag ja schön und gut sein, wenn Künstler ihre Heimat kritisch hinterfragen, aber wer weiter kommen will, kann sich diese Art von Zersetzung nicht mehr leisten. Schauen Sie nach China! Für jeden Verschleppten wird dort ein Wolkenkratzer hochgezogen, für jeden Dissidenten ein Dorf umgesiedelt. So geht’s in die Zukunft! Und weg wären die Künstler (ausser Andreas Thiel).

Wo ist eigentlich Ai Weiwei? Was ich mich frage: ob sich Herzog & de Meuron das auch fragen. Ai Weiwei hat ihnen ja recht geholfen auf dem Weg zum Olympiastadion, dem Vogelnest, das “eine radikale Freiheit ausdrückt” (Jacques Herzog, NZZ, 7. Juni 2008). Ja, mit dem lustigen Ai Weiwei haben Herzog & de Meuron unter anderem lustige Türme aus Weingläsern gebaut. Man kann es nachsehen in einem Film über ihre Arbeit am Stadion (Herzog: “Es ist eine begehbare Skulptur in der Art des Eiffelturms.”). Wo ist Ai Weiwei? Darf man in einem Land bauen, das seine Künstler, nachdem sie europäische Architekten nützlich beraten haben, verschwinden lässt unter Nennung dubioser Gründe? Man darf. Sagt Herzog:

“Man kann sagen, in einem Land, das nicht unsere gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder moralischen Standards hat, engagiere ich mich nicht. Dann könnte man aber an vielen Orten nicht bauen, im Grunde nicht einmal im Amerika der Bush-Administration.”

Und noch etwas gelernt – sagenhaft! Das ist eigentlich fast noch besser als “Wenn wir es nicht gemacht hätten, hätte es ein anderer gemacht.” Herzogs Vergleich ist ohnehin gut, denn im Amerika der Bush-Administration haben Herzog & de Meuron ja auch gebaut. Aber eben: Wo ist Ai Weiwei? Das würde ich auch gerne fragen, aber leider kann man keine ethischen oder moralischen Massstäbe anlegen. Leider, leider, leider.

Per inserire nel juke box

Tuesday, April 5th, 2011

Abteilung schöne Fussballplattencoverrückseiten.

Die Helmut Rahn Allee

Monday, February 7th, 2011

Quasi als Bettmümpfeli hier eine späte, ganz schöne Zusendung unseres Lesers Thomas, einem (manchmal) breiten Publikum bekannt als Schützi-TV-Mann.

Ballon de noir et blanc

Saturday, January 15th, 2011

Ein Herz für Rowdys

Wednesday, September 29th, 2010

Oder waren es Hooligans? Chaoten? So genannte Fans? Wie dem auch sei, die Basler Polizei zeigte sich bei der Einkesselung der angereisten Münchner von ihrer herzerwärmendsten Seite.

Nachtrag vom 1. Oktober: Um hier nicht dem Vorwurf der Saloppheit (Saloppung? Saloppiertheit?) ausgesetzt zu werden, hier der Link zu Stellungnahme der Schickeria München. Das sind nämlich die, die sich hier im Herz befinden.

Bloody Saturday. And Sunday, too.

Friday, September 10th, 2010

Es ist nicht gut, dass die Gruppe U2 und im speziellen ihr Sänger Bono Vox die Infrastruktur eines Sportstadions nutzen dürfen, das ich gelegentlich auch besuche und vor allem als Steuerzahler mitfinanziere. Bono Vox kann von mir aus seine Laiff Muzik irgendwo spielen, aber nicht hier. Mein Freund sagte immer: Bevor er sich auf eine Frau eingelassen hat, hat er immer zuerst ihre Plattensammlung durchgekämmt. Ob da U2 drin ist. Wenn ja, adieu Frau.

Ich möchte nicht so weit gehen wie mein Freund. Aber ich möchte beim nächsten Mal darüber abstimmen können, ob Bono Vox in den Letzigrund darf. Das ist nicht übertrieben. Gerade muss ich über einen Kredit für ein WC-Kafi-Kombihäuschen abstimmen, das so genannte Nagelhaus, weil die SVP findet, das sei “e Schiissi” und keine Kultur oder Kunst. Da kann ich auch gleich darüber abstimmen, ob U2 “e Schiissi” ist oder Kultur. Und oh ja, ich weiss, was ich stimmen werde. Überhaupt nicht in the name of love.

Knapp daneben am “Halt auf Verlangen”

Monday, May 17th, 2010

Diesen Samstag gibt es eine kleine Knapp-daneben-Stunde – wie immer mit Wort und Musik sowie den üblichen Sättigungsbeilagen – am wahrscheinlich besten Pfingstfestival der Welt: am “Halt auf Verlangen” im Gasthaus Grünenwald vor Engelberg.

GW_HAV_2010Beim zweitägigen Fest ist der Name Programm: Es findet direkt an der Bahnlinie Luzern-Engelberg statt, genauer: am Zahnradabschnitt der Bahnlinie. Der Zug tuckert so langsam und so nahe am Festgelände vorbei, dass ein frecher Tourist aus dem fahrenden Zug heraus auch schon einmal den Stecker eines Bass-Verstärkers rausgezogen hat. Die Zentralbahn, wie der Zug heute heisst, hält extra und nur für das Gasthaus Grünenwald. Aber leider nicht mehr lange, weshalb am diesjährigen Festival auch die Wehmut Gast sein wird. Ab Dezember 2010 ist die Zahnradstrecke nämlich in einen Tunnel verlegt und der Grünenwald wird nicht mehr bedient, was das “Halt auf Verlangen” in dieser Art Vergangenheit werden lässt. Also kommt noch einmal alle, alle, alle, allez, allez, allez!

Mister P. Diogo, animated

Sunday, April 25th, 2010

Keine Ahnung, ob das längst bekannt ist, aber ist ja auch egal – Erinnerung an einen handfesten Abend auf der Breite: