Probleme mit renitenten Kirchgängern
Wednesday, November 2nd, 2011
Die Seuche weitet sich aus: von den Stadien ist sie nun auf die Gotteshäuser übergeschwappt. Nirgendwo wissen die Leute sich noch zu benehmen, scheint’s! Vor dem Hauptportal einer schönen katholischen Kirche in einem lombardischen Dorf schreckte ich unlängst heftig zurück, als ich den “Avviso sacro” erblickte. Avviso sacro – das kann man zum Beispiel mit “heilige Warnung” übersetzen. Womit wir mittendrin sind bei Hiob und Konsorten! Gott erbarme. Aber eben genau darum geht es ja: Das Erbarmen hat Grenzen! Es müssen katastrophale Zustände herrschen im südlichen Nachbarland, und zwar auch in den Kirchen. Du sollst nicht halbnackt eintreten! Du sollst nicht telefonieren! Du sollst nicht plaudern! Und du sollst auch herrgottnochmal nicht essen während des Gottesdienstes, ist – das – klar? Dafür gibt es Bars, und zwar direkt auf der gegenüberliegenden Strassenseite! Amen.





Um die Ostnostalgie etwas zu brechen hier ein Beispiel guter Insulanerfussballgrafik, aus einem Matchprogramm von Crewe Alexandra vom 16.12.94 (gegen York City). Wüsste ich doch nur, was ein Sentinel ist. Man wird aufgefordert, die Geschicke von Alex (Kosename von Crewe Alexandra) in einem Sentinel zu verfolgen. Was könnte das sein? Ein Kleidungsstück? Wikipedia hilft nicht weiter, da kommt für Sentinel alles in Frage, von U-Boot über Satellit, Computerspiel und Zeppelin bis hin zum Aufklärungsflugzeug. Aber die können ja nicht ernsthaft gewollt haben damals, dass ich mir die Crewe-Spiele aus einem U-Boot anschaue. Von einem Zeppelin runter schon eher, aber man stelle sich mal vor, jeder Käufer und jede Käuferin eines Matchprogramms hätte diesen Wunsch beherzigt und wäre dann mit dem eigenen Zeppelin über dem Stadion aufgekreuzt. Grosses Puff im Luftraum! Zudem ist Crewe ein traditioneller Eisenbahnerverein. Die wollen doch nicht wirklich Luft- und Seefahrt fördern in ihrem Heftchen. Wer weiss weiter? Thank you (in your Sentinel)