Archive for the ‘Fotos’ Category

Neue Stadionpostkarte

Sunday, January 25th, 2009

Im renommierten Postkartenverlag “knappdaneben” ist eine neue Stadionpostkarte erschienen. Spezialisiert auf Abbruchobjekte, bieten wir diesmal den alten Hardturm an, und zwar im Zustand der Zersetzung.

 

 

Nach wie vor erhältlich sind die alte Maladière sowie der alte Letzigrund. Die Postkarten kosten jeweils einen Franken fünfzig (SFR. 1.50) plus 1.- Porto (für 1-10 Stk, ab 11 Stk 1.30), bezahlt werden kann in Briefmarken. Wer sich interessiert, schreibe bitte ein Mail an knappdaneben (at) gmail.com

Mayer Vorfelde

Monday, December 22nd, 2008

Irgendwie kann ich ja noch nachvollziehen, weshalb man das Kürzel seines Lieblingsvereins oder Ähnliches an eine Hauswand sprayt. Aber wer ist Fan von Gerhard Mayer Vorfelder und Reiner Calmund? Entweder wurde die entsprechende Person überrascht, bevor sie das Kunstwerk beenden konnte, oder aber da läuft irgendwo ein ganz Irrer mit einem dicken Stift herum…

Manchester Und t

Monday, December 8th, 2008

Für Simon, den Basler, steht fest: So lange in Bern die Pubs so für TV-Spiele werben, wird das nie was mit der fussballbegeisterten Hauptstadt:

 

Den Zeitungen fehlen Hooliganbilder

Thursday, November 20th, 2008

Es ist offensichtlich: Die Presse hat zu wenig Hooligan-Bilder. Genauer gesagt: Sie hat nur eines. Es stammt aus der Partie Schaffhausen-FCZ, zeigt eine richtige Prügelszene und wird von der Agentur Keystone angeboten. Dieses Bild findet sich circa alle drei Wochen in irgendeinem Blatt. Weil es häufiger einfach nicht mehr geht, greifen die Fotoredaktionen zur Bebilderung von Hooliganismus auf andere Fan-Bilder zurück. Ein journalistisches Unding.

Nach der Gemeinderatsdebatte zur Stadtzürcher Präventiv-Datenbank HOOLDAT (neu: GAMMA) bebildern sowohl NZZ als auch Tages-Anzeiger ihre Artikel mit Kurvenszenen. Die NZZ zeigt den Gästesektor im Hardturm bei einem Gastspiel des FC Basel und zwei Fans, die auf den Zaun geklettert sind und Leuchtfackeln in der Hand halten. Der besser erkennbare Fan ist vermummt. Die Bildlegende der NZZ: “Gewaltbereitschaft an Sportanlässen genügt, um in einer Datenbank registriert zu werden.” Den Abgebildeten wird also unterstellt, gewaltbereit zu sein. Dies schliesst die NZZ vermutlich aus der Vermummung und dem Hantieren mit Feuerwerk. Richtig ist: Feuerwerk in Sportstadien wird laut Verordnung zum Hooligangesetz (BWIS II) als “gewalttätiges Verhalten” taxiert. Diese Definition unterläuft aber die gängigen Vorstellungen von Gewalt und Gewalttätigkeit. So ist aufgrund dieses NZZ-Bildes nicht auszumachen, welchen körperlichen Schaden die Abgebildeten Dritten zugefügt haben oder bald zuzufügen gedenken.

Der Tages-Anzeiger zeigt ebenfalls einen Gästesektor (wohl in Basel) und Fans des FC Zürich. Zwei Fans haben den Zaun erklommen, einer der beiden ist vermummt und hält eine Leuchtfackel in der Hand. Im Hintergrund brennen weitere Fackeln. Die Bildlegende: “Im Visier der Politik: Zürcher Hooliganismus an einem Super-League-Fussballspiel.” Der Tagi geht also noch einen Schritt weiter als die NZZ und identifiziert die abgebildeten Personen als Hooligans im Sinne von Gewalttätern. Erneut ist aber nicht zu erkennen, welche Gewalttätigkeiten im gebräuchlichen Sinne von den beiden ausgegangen sind oder ausgehen werden. Beim nicht vermummten Fan handelt es sich im Gegenteil um einen Aktivisten der Zürcher Südkurve, der sich eher durch Besonnenheit und integrative Stärken als durch körperliche Rohheit einen Namen gemacht hat.

Bilder vermummter Fans, die Fackeln zünden, eignen sich als Blickfänge unzweifelhaft gut und bedienen die gewünschte Assoziation zu Gewalt. Nur – und das wissen mit Sicherheit sämtliche zuständigen Redaktorinnen und Redaktoren – vermummen sich diese Leute nicht, weil sie im nächsten Moment auf andere loszugehen gedenken, sondern weil sie mit dem Zünden einer Fackel gegen das Sprengstoffgesetz, die Stadionordnung und die Richtlinien der Fussballliga verstossen und unvermummt eine ordentliche Ladung Sanktionen und Bussen zu befürchten hätten.

Fackeln gehören nach Auffassung dieser Fans zu einer Fankurve wie Transparente, Fahnen und Gesänge. Dass die Fackelträger mit dieser Haltung gegen Gesetze und Reglemente verstossen, ist Fakt. Folgerichtig ist Feuerwerk in Stadien seit langem Gegenstand intensiver Diskussionen. Man kann (auch als NZZ oder Tagi) noch so berechtigterweise gegen diese Art von Fankultur sein: sie in die Nähe von Hooliganismus zu rücken, ist unzulässig. Sie aus Mangel an Bildern echter Hooligans in die Nähe von Hooligansmus zu rücken, ein Skandal. Oder zeigt eine Zeitung, die grad kein gutes Raserbild findet, zur Not auch mal ein falsch parkiertes Auto?

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Thursday, November 13th, 2008

Titel: Das wahre Kleinfeld steht nicht in Kriens

Aufgenommen von Roberto, aus seiner Wohnung hinunter in den Innenhof des Zürcher Kindergartens Bullingerhof. Roberto schreibt dazu: “Zwei Minuten später musste das Spiel wegen einer Prügelei (aufgrund eines groben Fouls) abgebrochen werden.”

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Tuesday, October 28th, 2008

Titel: Es ist noch ein langer Weg zum Kunstrasen

Aufgenommen von Filippo (bzw. seinem Bekannten, denn Filippo spielt selbst mit) im Nationalstadion von Dili in Timor-Leste (Osttimor), Frühling 2008

Das kann nur die Revolution!

Monday, October 27th, 2008

Endlich gehen sie in Italien auf die Strasse – und wie! Zusammen! Wie das Bild aus einer NZZ von letzter Woche zeigt, empören sich die jungen Fans von Roma (oben rechts) und Lazio (unten Mitte) gemeinsam, und zwar über die Rückbombardierung des Bildungswesens in die Zeit der Baumschulen. Ob die Handzeichen ein ebenso frivoles Jekami verraten wie die Fussballtextilien, lassen wir mal offen.

Storia degli Stadi d’Italia

Sunday, October 19th, 2008

Es ist auch schon ein halbes Jahr alt, dieses Buch, doch es ist mit Sicherheit zeitlos, weshalb eine Besprechung auch heute noch Sinn macht. Die Rede ist von Tijs Tummers’ “Storia degli Stadi d’Italia”, das auf der Postkartensammlung des Italieners Clino D’Eletto basiert. Gegliedert in Regionen, beschreibt das Buch anhand historischer Postkarten die Entwicklung des Stadionbaus in Italien. Grossartige Aufnahmen sinnvoll ausgewählt und wohltuend gelayoutet – diese Sammlung gehört zu den besten Publikationen ihres Genres.

Was “Stadi d’Italia” von ähnlichen Büchern wie “Ansichtssache Fussballplatz” unterscheidet und abhebt, ist der Textteil. Keine locker-lustigen oder dramatisch-ernsten Fussballtexte zwischen den Bildern, dafür kurze, kompakte und äusserst aufschlussreiche Notizen zur Geschichte des jeweiligen Bauwerks. So wird einem die prägende Rolle des italienischen Faschismus’ beim Bau von Sportstätten noch einmal vor Augen geführt oder man erfährt, weshalb die AC Perugia 1975 vom Stadthügel runter in die Ebene zügeln musste. 

“Stadi d’Italia” ist ein wunderschönes Buch und ideales Geschenk. Auf Nachfrage wahrscheinlich in jeder guten Buchhandlung zu bestellen, sicher aber zu finden im stets gut bestückten Zürcher Sportantiquariat.

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Friday, October 17th, 2008

Normalerweise finden sich unter “Felder” ja eher Äcker als Stadien, weil aber hier, in Ancona, das Stadion so wunderbar von Äckern gesäumt ist und der Fotograf, Rafaele Coppi, ein gutes Auge beweist, machen wir gerne eine Ausnahme.

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Monday, October 6th, 2008

Titel: Fussballspielen vermutlich erlaubt.

Aufgenommen von Saro im Garten von Schloss Nymphenburg in München.