Archive for the ‘Fotos’ Category

Bildlegende konfus

Saturday, December 5th, 2009

DSC01745Die NZZ gibt viel her dieser Tage. Auch im Auslandteil. So war gestern der Artikel “Mehr Hilfe für Afghanistan” mit einer Fussballszene bebildert: Sieben junge Afghanen, davon fünf in kulturkompatiblen grünen Carlsberg-Trikots, betreten einen Sandplatz, bereit zum Spiel. Auf dem Platz stehen mehrere italienische Militärfahrzeuge, die den Raum vor dem Fussballtor versperren. In einem der Fahrzeuge sitzt ein Soldat hinter einem Maschinengewehr. Die Bildlegende sagt:

Auch ein Teil der Entwicklungshilfe. Italienische Truppen bringen Jugendlichen das Fussballspiel bei.

Sicher, es gibt Flecken auf dieser Erde, da ist die moderne Trainingslehre noch nicht angekommen. Da sind noch Schleifer alter Schule am Werk. Ob man aber in vorliegendem Fall tatsächlich noch von “Fussballspiel beibringen” sprechen darf?

Ein Stück Stadtkultur

Friday, November 13th, 2009

Die Kulanz des Hier+Jetzt-Verlages macht es möglich, dem blossen Hinweis auf das eben erschienene Hardturm-Buch nun auch eine kurze inhaltliche Würdigung folgen zu lassen. Man hält mit den “Erinnerungen an ein aussergewöhnliches Stadion”, wie es im Untertitel heisst, ein schönes Werk in den Händen. Die Fotosammlung des GC-Fans Jens Fischer bildet die Grundlage der Publikation, und es wird an vielen Stellen deutlich, dass hier weniger der Profi mit dem Sinn für Kompositionen und als Moment erfassten Geschichten als eben der Anhänger mit dem Auge fürs Detail an der Arbeit war. Seine Heimat waren zweifelsohne die Stehplätze im Heimsektor, Aufnahmen der Haupt- oder Gästetribüne während eines Spiels fehlen. Das ist zwar bedauerlich, aber verständlich bei einer Publikation, die weniger auf einem Konzept als auf dem Fundus eines “Archivars” basiert.

155_0_umschlag_gross“Der Hardturm” ist ein unverzichtbares Erinnerungsstück für alle, die in diesem Stadion eine Heimat gefunden hatten. Er versetzt aber mit Sicherheit auch jene in Rührseligkeit, die jahrelang skandierend drohten, das Stadion dereinst anzuzünden. Denn so sehr der Hardturm bei Gästefans als verhasste und schwer einzunehmende Festung galt, so deutlich wurde nach seiner Schliessung, welch grosse Lücke in der Stadionlandschaft er hinterlässt. In einem der 20 kurzen Textbeiträge schildert der Autor denn auch prägnant, welche Chance mit dem Abriss vertan wurde. Die alte Haupttribüne zeitgemäss ersetzen, und viele Diskussionen um Euro, Quartierverträglichkeit und Urbanität wären hinfällig geworden.

Nicht immer reicht die Kürze der Texte für so viel Klarheit. So wird die temporäre Besetzung des Hardturm im Sommer 2008 auf irritierende Weise verurteilt und implizit für den späteren Abriss verantwortlich gemacht. Hier hat man offiziellen Verlautbarungen zu sehr Glauben geschenkt: Ob mit oder ohne “Brotäktschen”, wie die Besetzung damals hiess, eine Sanierung des alten Stadions stand nie ernsthaft zur Debatte. Man müsste sich vielmehr glücklich schätzen, atmete der Hardturm vor seinem Ende noch einmal etwas Leben.

Spieltage in Zürich-West waren immer etwas Besonderes, die Erinnerungen an Fantrauben vor dem Restaurant “Stadion” und nach dessen Abbruch vor dem “Hobo”, an die Ansammlungen der Gästefans vor dem “Herdern”, das kurz nach der Stadionschliessung aus lauter Wehmut explodierte – sie sind wach und schmerzen zuweilen. Dass die Grundmauern heute einer reichen Stadtflora Boden bieten, ist ein kleiner Trost. Genau wie das Buch selber. Ein kleiner Trost, der seinen Preis allemal wert ist.

Jens Fischer: Der Hardturm. Erinnerungen an ein aussergewöhnliches Stadion. Hier+Jetzt, Baden 2009. 38 Sfr

Karlsson vom Dach

Tuesday, November 10th, 2009

Leser Fabian hat eine Kollegin, und die hat einen Helikopter, und mit dem ist sie neulich über die Ostschweiz geflogen und hat abgedrückt. Danke, Frau C!

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So So Soccer

Friday, October 23rd, 2009

Freund Martin schickt uns aus der grossen Welt diese Nachricht mit Bild:

“Jede freie Ecke im Central Park wird für Fussball genutzt. Football und Baseball sind out. Die Baseballfelder im Norden des Parks wurden in Fussballfelder verwandelt. Alle wollen tschutten. Eine Handvoll Mexikaner versucht den Kindern reicher New Yorker die Grundlagen beizubringen. Aber die Nachfrage ist einfach zu gross.”

Wer also einen Job sucht … (Koller, Gross und wie ihr alle heisst)

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Ball flach halten

Sunday, October 18th, 2009

“Das war’s dann. Gesehen auf einer Jurawanderung, zwischen La Sagne und La Chaux-de-Fonds”, schreibt Leserin Regina und schickt uns dieses Bild, das mich auch ein bisschen an Europa erinnert, oder den südwestlichen Teil davon. Der Pilz wäre dann Irland. Es lohnt sich übrigens sehr, von La Sagne nach Chaux-de-Fonds zu wandern. Vor allem auch im Winter. Oder umgekehrt, und dann im Von Bergen abzusteigen.

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Erkennt sich jemand?

Wednesday, September 30th, 2009

Also sich oder seinen Vater, Grossvater, Onkel, Chef. Hab das Föteli im Brockenhaus gefunden und wüsste gerne, wer und wo das ist. Tippe auf anfang 70er.

Team blauweiss senior

Kuhn, uno di noi

Thursday, March 26th, 2009

Heute öffnet eine kleine, feine Ausstellung über Jakob Kuhn im Ortsmuseum Wiedikon ihre Pforten.  Zu sehen sind unter anderem ein paar wunderbare Original-Leibchen: Eines vom FC Liverpool vom Meistercup-Halbfinal 1977, ein zeitloses FCZ-Shirt der Marke Le Coq sportif und das erste Nati-Shirt von Kuhn von 1962. Dazu jede Menge Fotos aus seinen privaten Alben. Nicht nur für Leibchen-Fanatiker interessant also.

Stadionverbot für Campus-Schläger?

Saturday, February 7th, 2009

Die Geschichte ist bekannt: Hooligan Spielervermittler trifft Journalisten bei Trainingsspiel auf dem GC-Campus in Niederhasli, Austausch von Nettigkeiten, Spielervermittler wird tätlich, Journalist erstattet Anzeige. Gestern nun hat der Tages-Anzeiger, auf dessen Sportredaktion der Journalist arbeitet, den Vorfall in einem längeren Text abgehandelt und vor allem: bebildert! Ein Fotograf des Tages-Anzeigers war nämlich ebenfalls zugegen und Profi genug, die gute Story über kollegiale Solidarität zu stellen, also abzudrücken vor dem Einschreiten.

Die Aufnahme ist, bei aller Anteilnahme, ein Glücksfall. Sie liefert dem Tages-Anzeiger nämlich eines dieser so heiss begehrten, leider aber viel zu seltenen Hooliganbilder. Endlich erhält der (auch vom Tagi) dutzendfach wiederverwertete Schnappschuss vom Cupspiel Schaffhausen-FCZ, den die Agentur Keystone seit Jahren anbietet, ernsthafte Konkurrenz. Wurde ja auch Zeit. Dem Spielervermittler, inzwischen auch als “Campus-Schläger” bekannt, droht nun Stadionverbot. So erwägt laut Tages-Anzeiger der FC Aarau, dem Manne künftig den Zutritt zum Brügglifeld zu verwehren (Sportchef Hächler: “Es ist höchste Zeit, dass etwas unternommen wird.”). Ein Stadionverbot wäre auch absolut vertretbar und völlig reglementskonform. Gewalt gegen Leib und Leben am Rande eines Fussballspiels – das reicht sogar locker für die Hooligandatenbank. Wir bleiben dran.

Ja und übrigens: Was passiert ist, ist natürlich

hundsmiserabelgrottenschlimm.

Neue Stadionpostkarte

Sunday, January 25th, 2009

Im renommierten Postkartenverlag “knappdaneben” ist eine neue Stadionpostkarte erschienen. Spezialisiert auf Abbruchobjekte, bieten wir diesmal den alten Hardturm an, und zwar im Zustand der Zersetzung.

 

 

Nach wie vor erhältlich sind die alte Maladière sowie der alte Letzigrund. Die Postkarten kosten jeweils einen Franken fünfzig (SFR. 1.50) plus 1.- Porto (für 1-10 Stk, ab 11 Stk 1.30), bezahlt werden kann in Briefmarken. Wer sich interessiert, schreibe bitte ein Mail an knappdaneben (at) gmail.com

Mayer Vorfelde

Monday, December 22nd, 2008

Irgendwie kann ich ja noch nachvollziehen, weshalb man das Kürzel seines Lieblingsvereins oder Ähnliches an eine Hauswand sprayt. Aber wer ist Fan von Gerhard Mayer Vorfelder und Reiner Calmund? Entweder wurde die entsprechende Person überrascht, bevor sie das Kunstwerk beenden konnte, oder aber da läuft irgendwo ein ganz Irrer mit einem dicken Stift herum…