Archive for the ‘FCZ’ Category

Vor 30 Jahren

Wednesday, December 28th, 2011

Da gab es noch solcherlei Aufnäher auf den Jeans-Gilets. Zu lesen als Kommentar betreffend Fanfreundschaften oder auch als Jahresrückblick zum Fall Sion.

 

In the darkness

Tuesday, December 13th, 2011

Ein denkwürdiger Tag, der 13. Dezember 2011. Zuerst Dölf Brack, nun Mario Widmer. Und der tönt so:

So sollten die FCZ-Kritiker ihre Unverschämtheiten einmal an den Politikern der Stadt Zürich auslassen. Dass diese in den letzten Jahren so viel Herz für Kiffer, Lesben und Schwule gezeigt haben, ist ihnen im heutigen Zeitgeist zwar nicht zu verdenken. Ihr Zynismus hingegen, der sich darin zeigt, wie in Zürich die schönen Künste jährlich mit dreistelligen Millionenbeiträgen gesponsert werden, während die Kunst des «armen Mannes», der Fussball, im eiskalten Letzigrund förmlich eingefroren wird, ist wirklich schamlos.

Darauf muss man erst mal kommen: Weil jahrelang Homos gehätschelt statt Fussballclubs subventioniert wurden, darbt heute der FCZ. Und:

90 Prozent der Politiker sind überflüssig, 9 Prozent unfähig und 1 Prozent brauchbar.

 

2017

Saturday, December 10th, 2011

In Sammers Sinn

Friday, December 2nd, 2011

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat vor einigen Wochen in einem Interview erklärt, wie im heutigen Fussball ein erfolgreiches Mannschaftsgefüge aussieht: Es sei ein Zusammenspiel von “Teamplayern, Führungsspielern und Freigeistern”. Die Teamplayer seien pflegeleicht und ordneten sich dem Mannschaftsgedanken unter. Die Führungsspieler zeichneten sich durch eine klare Haltung auf und neben dem Platz aus. Die Freigeister und Individualisten schliesslich ermöglichten das Unmögliche und erhielten dafür die nötigen Freiheiten. Entscheidend dabei sei aber, dass sich die drei Teile ineinander fügen: dass es erstens von jedem Teil eine passende Anzahl Spieler in einer Mannschaft gebe und dass sich zweitens auch die Freigeister der Grundordnung anpassen, d.h. zum Beispiel nach einem missglückten Dribbling sofort wieder ihre Position suchen müssten.

Überträgt man diese Auffassung einer – die Teams des DFB beweisen es – erfolgsversprechenden sozialen Konstruktion zum Beispiel auf den seit Wochen öffentlich behandelten Patienten FC Zürich, werden einige grundlegende Probleme offensichtlich. So bereitet bereits die Zuordnung der Spieler in eine der drei Sammer-Gruppen grosse Schwierigkeiten. Aegerter zum Beispiel müsste aufgrund seiner Position und seiner Captainrolle wohl zwingend Führungsspieler sein, ist es aber wegen seines bedächtigen, zurückhaltenden Wesens nur sehr bedingt. Magnin fällt noch klarer in diese Gruppe, 62 Länderspiele, jahrelange Bundesligaerfahrung und ein eher extrovertiertes Naturell lassen keine Fragen offen. Seine Autorität wird jedoch sportlich untergraben, indem er als einer der mutmasslichen Topverdiener hinter dem jungen Rodriguez nur zweite Wahl ist. Margairaz käme aufgrund von Mehrsprachigkeit, Alter und Erfahrung ebenfalls in Frage, zeigt aber für einen Leader seit langem viel zu wenig Herausragendes. Welchen Einfluss Béda aufs Team hat, ist schwer zu sagen. Und Leoni ist auch nicht Hugo Chavez.

Als Freigeist steht zuoberst Chikhaoui. Szenen wie jene neulich im Training, als ihm Magnin mangelnden Einsatz vorwarf, was ein Wortgefecht und schliesslich ein Handgemenge zufolge hatte, nähren die Vermutung, dass Chikhaoui seine Pflicht dem Gesamtgefüge gegenüber aus Sicht der vermeintlichen Führungsspieler nicht genug wahrnimmt. Andere Freigeister? Von der Klasse her kommt nach Chikhaoui eine Weile nichts mehr. Und von Djuric kommt, gerade wenn es schlecht läuft, zu wenig Überraschendes.

Dann die Arbeiter, die Teamplayer, die Loyalen, Bescheidenen. Die Kochs kann man zu dieser Kategorie zählen, Barmettler auch, Rodriguez muss man wohl, weil ihm für einen Führungsspieler Alter und Aura fehlen. Bleiben einige, die nirgends einzuordnen sind. Was wären nach Sammer ein Nikci, Schönbächler, Mehmedi, Chermiti, Alphonse? Manövriermasse?

Irgendwann sagt Sammer auch noch, zu den wesentlichen Teilen der DFB-Ausbildung gehörten grundlegende Verhaltensnormen: Wer aus dem Bus aussteige, müsse sich vergewissern, ob nicht noch Material zu tragen sei. Auch davon war im Zusammenhang mit dem FCZ zu lesen. Nur nicht in Sammers Sinn.

Lazio – FCZ: Canepa spricht

Friday, November 4th, 2011

Anlässlich einer Podiumsdiskussion zum FC Zürich im Kino Razzia Ende September führte Präsident Canepa auf plausible Weise aus, was für ein fragiles Gebilde ein Schweizer Profiverein ist und von wie vielen Faktoren sein Gedeihen abhängt. Es ist deshalb nicht nur davon auszugehen, dass Canepas an Verzweiflung grenzende Enttäuschung, die aus dem hier geposteten Beitrag spricht, echt ist. Es stellt sich auch die Frage, wohin der gestrige Vorfall Canepa und den FCZ führt.

Was zu sagen, was Gescheites

Tuesday, October 4th, 2011

“Der erste Spielabbruch der Superleague – ich war dabei!” Das möchte ich so nicht schreiben. Es würde aber nicht gross auffallen im Wulst der Veröffentlichungen seit Sonntagabend. Was zu sagen, und was Gescheites dazu, hat SFV-Generalsekretär Alex Miescher. Der FDP-ler, rechte Hand von Präsident Gilléron, war bis eben noch der Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Leider, muss man sagen. Lesen Sie das:

Nennen Sie mich einen grenzenlosen Optimisten. Aber wir kommen nicht darum herum, mit den vernünftigen Köpfen aus der Kurve den Dialog zu suchen. Das Problem lösen wir nicht, indem wir sie alle aus dem Stadion werfen. Dann würden wir es nur verlagern. Es wird uns vorgehalten, wir gingen mit diesen Leuten zu pfleglich um. Ich akzeptiere den Vorwurf, weil ich der Überzeugung bin, dass es nicht anders geht. Aber der Appell richtet sich an die Kurve: Sie muss einsehen, dass sie sich der Kollektivhaftung stellen muss.

Und dann den ganzen guten Rest hier.

Die Analyse

Monday, October 3rd, 2011

Auf tagi-online dürfen sich wie immer alle an der sachlichen Aufarbeitung der Vorfälle beteiligen. Das ist Journalismus! Das ist Reflexion! Xork miteinander, und einen schönen Tag.

Veranstaltungshinweis

Thursday, September 22nd, 2011

Guten Tag und eine schöne Woche. Die unter anderem Folgendes bietet: Im ehemaligen Kino Razzia in jenem kleinen Teil des Zürcher Seefelds, der in den vergangenen Tagen NICHT von Horden entfesselter Krawallanten (oder: so genannten Partygängern) in Schutt und Asche gelegt wurde, im Razzia also findet am 22. September im Rahmen der Ausstellung “Das begehbare Buch” ein launiger Gesprächsabend zum FCZ statt, der nachher knapp noch mit ein paar danebenen Musikstücken aus der hiesigen Sammlung beschlossen wird. Es gibt bei weitem nicht nur FCZ-Lieder. Tönen könnte es am Donnerstag zum Beispiel auch so:

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wenn Schwulsein normal wäre …

Tuesday, September 20th, 2011

… bräuchte es keine schwul-lesbischen Fanklubs. Wer sich regelmässig in Stadien aufhält, weiss aber: Schwulsein ist dort noch nicht wirklich als normal angekommen. Im Gegenteil: “Schwul” fristet beim Fussball viel mehr ein Dasein als Schimpfwort. Darüber und über mehr noch spricht der hier auch schon erwähnte Perikles Monioudis für die NZZ-online mit den Letzi Junxx. Hier. Und wer sich fragt, wo das denn hinführen soll mit solchen Fanklubs, ob dann plötzlich alle mit Blutgruppe 0- auch irgendwann zusammen hinter einem Transparent stehen: vielleicht. Hängt davon ab, was der Rest in Zukunft brüllt.

Lange Nacht im FCZ-Museum

Saturday, September 3rd, 2011

Wer heute noch nichts vorhat oder ein gutes Argument braucht, um bereits Eingeladene wieder auszuladen, dem sei folgender Anlass empfohlen, an dem u.a. altverdiente Mitarbeiter dieses Blogs mitwirken:

Das FCZ-Museum nimmt teil an der stadtweiten Museumsschau: 35 Zürcher Museen bieten am 3. September spannende Programme bis teils spät in die Nacht. Attraktion des FCZ-Museums ist eine fussballhistorische Stadtrundfahrt mit dem originalen FCZ-Teambus. Stündlich ab 19.30 Uhr fährt der Mannschaftsbus ab Bellevue hinaus zum FCZ-Museum am Hubertus. 
Dort finden von 20.00 Uhr – 23.00 Uhr zur vollen Stunde jeweils Kurzführungen statt: Zum Thema „Fussball ist (keine) Kultur!“ diskutiert Museumsleiter Saro Pepe mit Clubpräsident Ancillo Canepa, Prof. Thomas Sieber (Dozent ZhdK) und Mämä Sykora (Chefredaktion Fussballmagazin ZWÖLF).
Infos unter: www.langenacht.ch