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	<title>Knapp daneben &#187; Fans</title>
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	<description>Fussball und Alltag</description>
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		<title>Köppel: Hooligan-Analyse von Navyboot gesponsert</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 08:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weltwoche-Chef Roger Köppel war neulich &#8220;zum ersten Mal live an einem Fussballmatch der englischen Premier League&#8221;. Und schwupp haben wir einen Hooligan-Experten mehr in unseren Reihen: Auffällig ist einzig die massierte Präsenz von Sicherheitskräften, die an den Niedrigzäunen kauern. Fast unmerklich dringen sie manchmal zu den Fans vor, um einen Querulanten vorsorglich aus dem Verkehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weltwoche-Chef Roger Köppel war neulich &#8220;zum ersten Mal live an einem Fussballmatch der englischen Premier League&#8221;. Und schwupp haben wir einen Hooligan-Experten mehr in unseren Reihen:</p>
<blockquote><p>Auffällig ist einzig die massierte Präsenz von Sicherheitskräften, die an den Niedrigzäunen kauern. Fast unmerklich dringen sie manchmal zu den Fans vor, um einen Querulanten vorsorglich aus dem Verkehr zu ziehen. Alles spielt sich im Diskreten ab. Das Hooliganproblem ist augenscheinlich lösbar, und es braucht deshalb kein Armeeaufgebot im Stadion.</p></blockquote>
<p>Interessanter an Köppels London-Abstecher ist aber etwas anderes: Wie der &#8220;Sonntag&#8221; berichtet, war Köppel auf seiner Reise zu Arsenal &#8211; Manchester United Gast des Unternehmers Philippe Gaydoul (Navyboot, Fogal, ehem. Denner-Chef). Zusammen mit Ringier-CEO Marc Walder, Sonntagszeitung-Chefredaktor Martin Spieler und SVP-Banker Thomas Matter flog er in Gaydouls Privatjet über den Kanal und landete in der von Gaydoul gebuchten Loge des Emirates-Stadions.</p>
<p>Das alles aber mochte Köppel in seiner Hooliganismus-Kurzanalyse im Weltwoche-Editorial nicht erwähnen. Wie auch &#8211; er braucht die Zeit schliesslich dafür, andere für ihre Interessenkonflikte anzuprangern. Auch als der &#8220;Sonntag&#8221; anklopfte, schwieg Köppel: &#8220;Er fand acht Tage lang keine Zeit, entsprechende Mails oder Telefonanrufe zu beantworten.&#8221;</p>
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		<title>SBB-Chef Meyer bestätigt zehnmal geringere Schadenssumme</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:01:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sachschäden]]></category>
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		<description><![CDATA[Von &#8220;3 Millionen Sachschäden jährlich&#8221;, die Fussballfans an Extrazügen verursachen, war die Rede, landauf, landab, von Tagesschau bis Tages-Anzeiger. Anfang Jahr machte die WOZ aufgrund eines SBB-internen Papiers publik, dass es zehnmal weniger als 3 Millionen sind. Damals in der WOZ widersprach SBB-Sprecher Reto Kormann, indem er die Zahlen im SBB-Papier als unvollständig relativierte. Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von &#8220;3 Millionen Sachschäden jährlich&#8221;, die Fussballfans an Extrazügen verursachen, war die Rede, landauf, landab, von Tagesschau bis Tages-Anzeiger. Anfang Jahr machte die <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21582.html" target="_blank">WOZ</a> aufgrund eines SBB-internen Papiers publik, dass es zehnmal weniger als 3 Millionen sind. Damals in der WOZ widersprach SBB-Sprecher Reto Kormann, indem er die Zahlen im SBB-Papier als unvollständig relativierte. Heute nun sagt SBB-Chef Andreas Meyer an einer <a href="http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Das-YBFanzugProjekt-wird-fortgesetzt/story/13328926" target="_blank">Pressekonferenz</a>, es seien &#8220;etwa 300&#8217;000 Franken&#8221;. Nun ist es also amtlich.</p>
<p>In der von Meyer genannten Summe dürfte der Schaden, den Anhänger des FC Sion auf der Fahrt an und vom Cupfinal im Mai 2011 angerichtet haben, einen beträchtlichen Teil ausmachen. Sion gehört aber nicht zu den 6 Klubs, deren Fans regelmässig Extrazüge benutzen. Ich habe <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/sbb-und-sachschaden-von-3-mio-auf-100000/" target="_blank">an dieser Stelle</a> kürzlich ausgerechnet, dass deren Schadenssumme für die letzte Saison rund 100&#8217;000 Franken betragen dürfte. Nachdem die SBB dem Bedürfnis nach Transparenz in dieser politisch aufgeladenen Kostenfrage heute in einem ersten Schritt nachgekommen sind, darf man gespannt sein, ob weitere folgen. Eine detaillierte Übersicht, die alle 6 betroffenen Klubs einbezieht, wäre gerade auch für die Anhänger von YB willkommen, sehen sie sich doch derzeit in der eher unangenehmen Rolle als Kuscheltier der SBB-PR-Abteilung. Und dies im Wissen, dass es andere Vereine gibt, deren Fans sich genauso verantwortungsvoll benehmen wie sie selbst, die nur leider keinen SBB-Verwaltungsratspräsidenten in ihren Reihen haben. Und von den SBB deshalb nach wie vor keine Zahlen erhalten. (pac)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>SF bi de Hooligans</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:14:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[FCB]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute, 20.50, SF1: &#8220;Hooligans an die kurze Leine&#8221; in der Rundschau: Im Kampf gegen die Gewalt in und um die Fussball-Stadien waren Polizei und kantonale Behörden lange auf den Goodwill der Klubs angewiesen. Jetzt wollen die kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren die Spielregeln umkehren: Neu sollen alle Spiele eine Bewilligung benötigen. Die Klubs bezahlen für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, 20.50, SF1: &#8220;Hooligans an die kurze Leine&#8221; in der <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d2ad5b5c-72e1-4944-ae55-9f7b4635270e" target="_blank">Rundschau</a>:</p>
<blockquote><p>Im Kampf gegen die Gewalt in und um die Fussball-Stadien waren Polizei und kantonale Behörden lange auf den Goodwill der Klubs angewiesen. Jetzt wollen die kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren die Spielregeln umkehren: Neu sollen alle Spiele eine Bewilligung benötigen. Die Klubs bezahlen für die Schäden ihrer Fans. Sonst wird nicht angepfiffen. Erstmals zeigen die Behörden der Rundschau ihre Pläne, wie sie dem Hooligan-Problem Herr werden wollen.</p></blockquote>
<p>Morgen Donnerstag, 20.05, SF1: &#8220;<a href="http://www.tvprogramm.sf.tv/details/cacf0a7c-d2d2-4c03-9095-5a49c088fef6" target="_blank">Narben der Gewalt</a>&#8220;, Dok. Regisseur Alain Godet in <a href="http://www.20min.ch/life/tv/story/TV-Doku-portraetiert-die-Ultras-von-1993-13435185" target="_blank">20minuten</a>:</p>
<blockquote><p>Das Erstaunliche ist, dass damals zwei Polizisten die ganze Muttenzerkurve im Griff hatten. Heute kommt man mit absurden Verboten. Aber das ist wie bei einem Kochtopf. Mit einem Deckel drauf steigt der Druck nur noch und dann explodiert das Ganze.</p></blockquote>
<p>Die zu Ausgewogenheit verpflichtete öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt scheint ihren Auftrag ernst zu nehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Es ist bedauerlich, aber &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist zwar bedauerlich, es so sagen zu müssen, aber wenn nun auch selbst ernannte Horte des Liberalismus zum heiteren Grundrechte-Kegeln aufrufen, fängt es an zu stinken. Aus dem gestrigen Kommentar der NZZ zur Verschärfung des Hooligan-Konkordats: Dies ist zwar bedauerlich, aber leider unausweichlich. In der Vergangenheit sind alle freiwilligen Bemühungen gescheitert, die auf Eigenverantwortung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist zwar bedauerlich, es so sagen zu müssen, aber wenn nun auch selbst ernannte Horte des Liberalismus zum heiteren Grundrechte-Kegeln aufrufen, fängt es an zu stinken. Aus dem gestrigen <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/fertig_lustig_1.14470216.html" target="_blank">Kommentar</a> der NZZ zur <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/nackt-vor-den-deltas/" target="_blank">Verschärfung des Hooligan-Konkordats</a>:</p>
<blockquote><p>Dies ist zwar bedauerlich, aber leider unausweichlich. In der Vergangenheit sind alle freiwilligen Bemühungen gescheitert, die auf Eigenverantwortung der Fans, der Klubs und der Verbände gesetzt haben.</p></blockquote>
<p>Woher weiss die Autorin, wer sich wann wie worum bemüht hat und mit welchem Resultat? Welche Studie lieg ihr vor, die das vollumfängliche Scheitern jedes Versuchs der Selbstkontrolle belegt? Auf welche empirischen Grundlagen stützt die NZZ ihren Angriff auf die Grundrechte?</p>
<p>Am besten, man bleibt immer schön gelassen. Die tägliche Ladung an Bruch, die sich über uns ergiesst im Zusammenhang mit der totalen Fussballgewalt, lässt keine andere Möglichkeit zu. Wenn sich nun aber auch noch die Falkenstrasse in solche Niederungen abseilt, fängt es an zu nerven:</p>
<blockquote><p>Karin Keller-Sutter hat nicht umsonst den Swiss Award für ihre Verdienste bei der Bekämpfung des Hooliganismus in der Schweiz verliehen bekommen.</p></blockquote>
<p>Wtf? Was habe ich für eine Zeitung abonniert? Die Glückspost für Kleinanleger?</p>
<blockquote><p>Der Fussballverband will die Bewilligungspflicht nur bei Hochrisikospielen zulassen. Doch davon ist abzusehen. Bei welchem Spiel die Situation eskaliert, weiss niemand im Voraus. Eine Bewilligungspflicht ist nur sinnvoll, wenn sie für jedes Spiel in einer gemeinsamen interkantonalen Praxis angewandt wird.</p></blockquote>
<p>Echt? Wirklich wahr? Und hat irgendjemand bei der NZZ die Sache mit der Bewilligungspflicht einmal zu Ende gedacht? Was macht man mit 1200 Fussballfans, die gerade am Bahnhof ankommen und dort erfahren, dass dem Spiel soeben die Bewilligung entzogen worden ist? Wer trägt die Verantwortung, wenn die Behörden die Bewilligung erteilt haben und trotzdem etwas passiert?</p>
<blockquote><p>Selbst die «Pyros» waren, trotz ausdrücklichem Verbot, in den Stadien bis zum Derby zwischen den beiden Zürcher Fussballklubs von den Sportveranstaltern irgendwie geduldet.</p></blockquote>
<p>Wo hat sie das denn gelesen? Wer hat wann was &#8220;irgendwie geduldet&#8221;? Woher stammen denn all die Stadionverbote wegen Feuerwerk, die zweijährigen, dreijährigen, und die daraus resultierenden Anzeigen wegen Verstosses gegen das Sprengstoffgesetz, die zwingend ausgesprochenen Rayonverbote und die Eintragungen in die Hooligandatenbank, weil das Zünden von Feuerwerk laut BWIS ja gewalttätiges Verhalten ist? Vom Samichlaus? Von Konrad Hummler, dem <del>Banker</del> Banquier, als Samichlaus verkleidet? Wie uninformiert darf man sein, um so einen grossen Quatsch zu erzählen?</p>
<blockquote><p>Fertig lustig</p></blockquote>
<p>heisst der Titel des Kommentars. Wie glatt! So schweizerisch! Was das uns wohl sagen will? Dass wir freien Eidgenossinnen und Eidgenossen, angeführt von Frau Keller-Sutter, es schaffen gegen diese Hooligans, wenn wir denn nur zusammenstehen? Was wird hier für ein Land beschworen, was für eine Gesellschaft?</p>
<blockquote><p>Wer sich verantwortungsvoll verhält, braucht keine Zäune, Drehkreuze, Videokameras, Polizisten und Identitätskontrollen, um einen Match zu verfolgen.</p></blockquote>
<p>Ja, und? Ist das der vom &#8220;Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, hat nichts zu befürchten?&#8221; Möchten Sie das sagen? Portiert die NZZ jetzt neben Ständerat Blocher auch den Überwachungsstaat?</p>
<blockquote><p>Eine freiheitliche Gesellschaft funktioniert nur, wenn sich alle der Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst sind.</p></blockquote>
<p>Applaus! Geht eine Kopie an die <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/stille-profiteure/" target="_blank">Bank Wegelin</a>?</p>
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		<title>&#8220;Ich bin nicht Top-Videospezialist&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:40:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Freitag berät das Schwyzer Strafgericht über das Urteil gegen zwei Polizisten der Luzerner Sondereinheit &#8220;Luchs&#8221;. Sie hatten im Juni 2005 in Arth zwei unschuldige junge Männer für einen gesuchten Schwerverbrecher gehalten und entsprechend behandelt. Der umstrittene Einsatz wurde von der Polizei gefilmt. Doch: Genau die Sequenz, welche die von den Opfern beklagten und nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Freitag berät das Schwyzer Strafgericht über das <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/19/Schweiz/Polizisten-wegen-irrtuemlicher-Festnahme-vor-Gericht" target="_blank">Urteil gegen zwei Polizisten</a> der Luzerner Sondereinheit &#8220;Luchs&#8221;. Sie hatten im Juni 2005 in Arth zwei unschuldige junge Männer für einen gesuchten Schwerverbrecher gehalten und entsprechend behandelt.</p>
<p>Der umstrittene Einsatz wurde von der Polizei gefilmt. Doch: Genau die Sequenz, welche die von den Opfern beklagten und nun vor Gericht verhandelten polizeilichen Übergriffe zeigen würde, fehlt. <a href="http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/872049.html" target="_blank">Manipulation</a>?</p>
<p>Die Aktion fällt in die Verantwortlichkeit des Luzerner Polizeikommandanten Beat Hensler. Auf das offensichtlich bearbeitete Videomaterial angesprochen, gab er damals der Schwyzer Staatsanwaltschaft zu <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Polizistenluegen-im-Fall-Luchs/story/29133682" target="_blank">Protokoll</a>:</p>
<blockquote><p>Bei der Visionierung ging ich nicht davon aus, dass es ein Beweismittel sein könnte.</p></blockquote>
<p>Später ging er noch weiter und erklärte in <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c48a4201-ef3b-4a90-977e-1606fab16a63" target="_blank">10vor10</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bin natürlich nicht Top-Videospezialist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Beat Hensler sagte im &#8220;<a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4de8eb17-e545-43b3-87da-97f050d89c63" target="_blank">Club</a>&#8221; des Schweizer Fernsehens zu Fussball und Fans, es spiele keine Rolle, ob die Gewalt jetzt ein bisschen ab- oder zunehme. Hauptsache, sie existiere, und das sei schlimm genug. Bitzli mehr oder weniger, bitzli drin lassen oder raus schneiden, bitzli wahr oder falsch, who cares? Nur bei der Toleranz, da nimmt es Herr Hensler sehr genau: Die soll bei null liegen.</p>
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		<title>Nackt vor den Deltas?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 08:26:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[KKJPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangene Woche ist die Vernehmlassungsfrist zu den Änderungen des &#8220;Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen&#8221; abgelaufen. In etwas einfacheren Worten: Es geht um die Verschärfung des Hooligangesetzes (BWIS II). Der Verein Referendum BWIS hat einmal mehr in aufwendiger Arbeit das Wichtigste zusammengefasst und die verschiedenen Vernehmlassungsantworten zur Durchsicht präsentiert. Ein Auszug daraus aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangene Woche ist die Vernehmlassungsfrist zu den Änderungen des &#8220;Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen&#8221; abgelaufen. In etwas einfacheren Worten: Es geht um die Verschärfung des Hooligangesetzes (BWIS II).</p>
<p>Der Verein Referendum BWIS hat einmal mehr in aufwendiger Arbeit das Wichtigste <a href="http://www.referendum-bwis.ch/aktuell25012012.shtml" target="_blank">zusammengefasst</a> und die verschiedenen Vernehmlassungsantworten zur Durchsicht präsentiert. Ein Auszug daraus aus dem <a href="http://www.referendum-bwis.ch/Vernehmlassung%20KKJPD%20Hooligankonkordat%20111219.pdf" target="_blank">Papier der SP</a>:</p>
<blockquote><p>Die SP Schweiz bedauert, dass mit den vorgeschlagenen Änderungen im Konkordat weitere Grund- rechtseinschränkungen verbunden sind. In Anbetracht der Ernsthaftigkeit des Problems und der nicht hinnehmbaren Körperverletzungen und schweren Sachbeschädigungen (z.B. in den Zügen der <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/sbb-und-sachschaden-von-3-mio-auf-100000/" target="_blank">SBB</a>) sind diese aber grösstenteils gerechtfertigt und als bedauerlich, aber notwendig hinzunehmen.</p></blockquote>
<p>Wenn man auch einräumen muss, dass in der Stellungnahme der SP kritischere Töne und dabei sogar Verlinkungen auf südkurve.ch oder fansicht.ch zu finden sind, ist die Grundaussage der Sozialdemokraten doch einigermassen irritierend: Wir wissen, das geht in eine rechtsstaatlich sehr gefährliche Richtung, aber Ausnahmezustände erfordern Ausnahmegesetze.</p>
<p>Die Verschärfungen, die die KKJPD unter Führung der dafür soeben <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/art120094,2827860" target="_blank">ausgezeichneten</a> Karin Keller-Sutter anstreben, sehen unter anderem vor, dass private Sicherheitsdienste wie die <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21297.html" target="_blank">Delta Security</a> Besucherinnen und Besucher von Sportanlässen ohne konkreten Verdacht bis in den Intimbereich durchsuchen dürfen. Andere neue Massnahmen werden wie gewohnt mit den Vorbildern Deutschland oder England begründet, völlig ungeachtet dessen, dass gerade im Nachbarland inzwischen ungleich differenziertere Diskussionen im Gang sind und man von einer schnellen &#8220;Lösung der Gewaltfrage&#8221; weiter entfernt ist denn je &#8211; weil nun <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cXGXsxlK1wo" target="_blank">ernsthaft hinterfragt</a> wird, was denn eigentlich alles unter Gewalt zusammengefasst werden soll.</p>
<p>Wer sich eingehender informieren möchte, was sich die Polizeidirektoren mithilfe des Vehikels Fussball für die Schweiz ausgedacht haben, lese bitte die beeindruckende Vernehmlassungsantwort der <a href="http://www.referendum-bwis.ch/stellungnahme_zur_vernehmlassung_kkjpd.pdf" target="_blank">YB-Dachverbände</a> oder jene, etwas technischere, der <a href="http://www.referendum-bwis.ch/Vernehmlassung_FaCH_Konkordat_BWIS.pdf" target="_blank">Fanarbeit Schweiz</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Ultras gegen Kamelreiter&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:44:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Empfehlung der Woche: die aktuelle Ausgabe der Monde diplomatique (am Kiosk, als Beilage der WOZ). Der Autor, Blogger und Unversitätsdozent James M. Dorsey legt einen der bisher ausführlichsten und aufschlussreichsten Texte vor zur Rolle der Ultras im ägyptischen Aufstand. Dorsey zitiert einen Zamalek-Ultra: Als die Polizei angriff, machten wir den Leuten Mut: Sie sollten nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Empfehlung der Woche: die aktuelle Ausgabe der <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.aktaus" target="_blank">Monde diplomatique</a> (am Kiosk, als Beilage der WOZ). Der Autor, <a href="http://mideastsoccer.blogspot.com/" target="_blank">Blogger</a> und Unversitätsdozent James M. Dorsey legt einen der bisher ausführlichsten und aufschlussreichsten Texte vor zur Rolle der Ultras im ägyptischen Aufstand. Dorsey zitiert einen Zamalek-Ultra:</p>
<blockquote><p>Als die Polizei angriff, machten wir den Leuten Mut: Sie sollten nicht davonlaufen und keine Angst haben. Dann feuerten wir Leuchtraketen ab. Die Leute fühlten sich ermutigt und machten mit; sie wissen, dass wir was von Ungerechtigkeit verstehen und fanden es gut, dass wir wie die Teufel kämpften.</p></blockquote>
<p>Dorsey zeichnet nach, wie das jahrelange Training der Zamalek- und al-Ahly-Ultras bei Kämpfen mit den Sicherheitskräften im und ums Stadion 2011 bei den Demonstrationen zum Tragen kam, aber auch, wie weit die Ultras eine gewichtige Alternative zu den Islamisten darstellen. Grosse Lektüre.</p>
<p>Nachtrag: Fast vergessen, obwohl auch grosse Lektüre und v.a. auch lange Lektüre: In ebendieser <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr02/sport/21603.html" target="_blank">WOZ</a>, wo Le Monde diplomatique drinsteckt, schreibt <a href="http://www.jensweinreich.de/" target="_blank">Jens Weinreich</a> auf 3 Seiten über die Fifa. Unbedingt!</p>
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		<title>Sachschäden an Extrazügen, Teil 3</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:20:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was tun, wenn einem die Argumente in Gestalt von aussagekräftigen Zahlen fehlen? Man schiesst zurück, wild und planlos. Das scheint das Kommunikationsprinzip der SBB in der Frage nach den tatsächlichen Sachschäden an Fan-Extrazügen. Kurz zur Erinnerung: Ein internes SBB-Papier belegt, dass die von Fussballfans verursachten Sachschäden an Extrazügen nicht 3 Millionen Franken, sondern weniger als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was tun, wenn einem die Argumente in Gestalt von aussagekräftigen Zahlen fehlen? Man schiesst zurück, wild und planlos. Das scheint das Kommunikationsprinzip der SBB in der Frage nach den tatsächlichen Sachschäden an Fan-Extrazügen.</p>
<p>Kurz zur Erinnerung: Ein <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr01/schweiz/21582.html" target="_blank">internes SBB-Papier</a> belegt, dass die von Fussballfans verursachten Sachschäden an Extrazügen nicht 3 Millionen Franken, sondern weniger als ein Zehntel davon ausmachen. Zahlreiche Medien hatten diese Falschmeldung verbreitet, die SBB haben nie widersprochen. Das tun sie dafür jetzt, umso heftiger. Nur in eine seltsame Richtung.</p>
<p>Der St. Galler Ruben hat in <a href="http://rubensch.tumblr.com/post/15400726879/extrazuge-viel-heisse-luft-um-sachschaden" target="_blank">seinem Blog</a> erwähnt, dass die in der WOZ publik gemachte tatsächliche Schadenssumme der Saison 2009/2010 einen ausgebrannten und verschrotteten Waggon enthält. Kostenpunkt laut SBB-Papier: 69&#8217;700 Franken &#8211; und damit fast ein Drittel der Gesamtsumme 2009/2010 von 225&#8217;503.65 Franken. Nur: War das tatsächlich von Fans verursachter Sachschaden? Diese Frage wirft Blogger Ruben auf. Er verweist auf ein <a href="http://www.fricktal.info/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24332:aarau-nachtrag-zum-brand-im-bahnwagen-des-extrazuges-des-fc-st-gallen-&amp;catid=265:alle&amp;Itemid=545" target="_blank">Communiqué</a> der Kapo Aargau, die abgeklärt haben will, dass die Fans des FC St. Gallen den Brand vorsätzlich gelegt hätten. Lassen wir die Frage, wie lebensmüde man sein muss, den Eisenbahnwagen, in dem man gerade fährt, absichtlich anzuzünden, mal beiseite. Hatte die Kapo Aargau eine andere Möglichkeit, als die Brandursache bei den Fans zu finden? Kaum. Ihr Sprecher hatte nämlich bereits unmittelbar nach dem Brand gegenüber dem <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/fc-st-gallen-extrazug-in-flammen-145433" target="_blank">Blick</a> die Schuldigen klar ausgemacht.</p>
<p>Die SBB wollen nie von &#8220;3 Millionen Franken Schäden&#8221; gesprochen haben, wie Medienchef Reto Kormann einem <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/HooliganSchaeden-Geringer-als-behauptet/story/15691033" target="_blank">Newsnetz</a>-User vorhält:</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Newsnetz_Kormann.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4722" title="Newsnetz_Kormann" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Newsnetz_Kormann-300x179.jpg" alt="" width="300" height="179" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die im eigenen, internen Papier festgehaltenen Zahlen können die SBB aber aus politischen Gründen auch nicht so stehen lassen. Und so wird mit versteckten Schäden, buchhalterischen Werten und Aufklebern an Bahnhöfen argumentiert &#8211; Kosten, die nicht erfasst seien. Was zur nächsten Frage führt: Wie wissen die SBB, wie viele ungedeckte Kosten anfallen, wenn tatsächlich nicht alle Kosten erfasst werden? Und wäre es hier nicht am einfachsten, dem guten Beispiel des obersten Bähnlers Ulrich Gygi zu folgen und nach den Schadenszahlen für YB (13&#8217;000 Franken in der Saison 2010/2011, &#8220;nicht viel&#8221;, laut Gygi) auch die aller anderen Vereine zu nennen? Dann wüssten wir nämlich alle genau, wovon wir sprechen, ist doch davon auszugehen, dass Gygis Zahl der tatsächlichen und alles umfassenden Schadenssumme entspricht. Alles andere wäre ja aus dem Munde des SBB-Präsidenten unseriös.</p>
<p>Nein, Transparenz zu schaffen, wie das Gygi vormacht, das möchten die SBB offensichtlich nicht. Wie würde sich ein Schadenstotal von mutmasslich weniger als 100&#8217;000 Franken für 2010/2011 machen, wenn in der Diskussion um die von den SBB angestrebte Aufhebung der Transportpflicht bisher nützlicherweise immer von 3 Millionen die Rede war?</p>
<p>Das alles ist schwer auszuhalten und noch schwerer zu kommunizieren. Und so schiesst man halt, eben, wild drauflos. Wie SBB-Sprecher Christian Ginsig, der gegenüber Blogger Ruben via Twitter ein Youtube-Filmchen auspackt. Als Antwort auf Rubens wirklich unerhörte Feststellung, es bestehe ein Unterschied zwischen einem mutwillig gelegten und einem durch einen Defekt verursachten Brand:</p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/ginsig_SBB.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4724" title="ginsig_SBB" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/ginsig_SBB-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die SBB, die Sachschäden und die Motive</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachschäden]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Donnerstag veröffentlichte die WOZ einen Artikel, in dem die bisher zirkulierenden Zahlen zu Sachbeschädigungen an Fan-Extrazügen massiv nach unten korrigiert wurden: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie Tagesschau, Tages-Anzeiger und zahlreiche andere Medien behaupteten, sind es gemäss einem internen Papier der SBB nicht einmal 10% davon: 225&#8217;503.65 Franken. Die SBB haben die Echtheit des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Donnerstag veröffentlichte die <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr01/schweiz/21582.html" target="_blank">WOZ</a> einen Artikel, in dem die bisher zirkulierenden Zahlen zu Sachbeschädigungen an Fan-Extrazügen massiv nach unten korrigiert wurden: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie Tagesschau, Tages-Anzeiger und zahlreiche andere Medien behaupteten, sind es gemäss einem internen Papier der SBB nicht einmal 10% davon: 225&#8217;503.65 Franken.</p>
<p>Die SBB haben die Echtheit des Dokumentes nie bestritten. Sie wählen dafür eine andere Strategie: Sie relativieren die eigenen Zahlen. Sowohl in der WOZ als auch bei <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/HooliganSchaeden-Geringer-als-behauptet/story/15691033" target="_blank">Newsnetz</a>, das die Geschichte aufgegriffen hat, ist von &#8220;buchhalterischen Werten&#8221; die Rede. Viele weitere Schäden und Verunreinigungen seien da nicht mitgerechnet. Das sind erstaunliche Aussagen.</p>
<p>Fassen wir zusammen: Die für die Extrazüge verantwortlichen SBB-Mitarbeiter erstellen eine Bilanz der Exrazugsaison 2009/2010. Detailliert wird darin aufgelistet und mit Balkendiagrammen dargestellt, wie viele Fans von welchem Klub wie viele Züge benutzt, Billette gekauft und Schäden angerichtet haben. Auf weiteren 8 Seiten ist jedes Spiel einzeln aufgelistet, mit Zugnummer, Anzahl Reisender, Anzahl Sicherheitspersonal, Schadenszahl usw. Diese Papiere sind die Grundlage der regelmässigen Sitzungen der SBB-Regionalverantwortlichen mit der Transportpolizei, den Klubs und den Fanarbeitern. Und nun wollen die SBB behaupten, diese detaillierte Auflistung, erstellt durch ihre eigenen Angestellten, sei Makulatur? Was wirft denn das für ein Licht auf den Bundesbetrieb?</p>
<p>Ohnehin ist offen, inwieweit in der Frage der Extrazüge bei den SBB die rechte Hand weiss, was die linke tut. Da wird das Versteckspiel um die wahren Schadenszahlen verteidigt, weil sonst die Gefahr bestünde, dass die Fans einen &#8220;Hooligan-Sachschaden-Wettbewerb&#8221; anzetteln. Wer sich dann aber um diese scheinbare Gefahr foutiert und allen SBB-Kommunikationsregeln trotzt, ist ausgerechnet der Bahn-Chef selbst, Ulrich Gygi, Beirat der Young Boys. Um zu betonen, dass &#8220;seine&#8221; Fans mit Extrazügen ganz gut unterwegs seien, plaudert er die entsprechenden Zahlen für 2010/2011 in der Zeitung aus &#8211; und bringt seine eigene Medienstelle damit in Nöte. Ein starkes Stück, ganz abgesehen davon, dass YB mit der von Gygi genannten Schadenssumme von 13&#8217;000 Franken (übrigens: brutto oder netto?) bei weitem nicht den Primus stellt.</p>
<p>Die SBB sagen explizit, es störe sie nicht, wenn in den Medien von &#8220;3 Millionen Sachschäden&#8221; anstatt, wie es korrekt heissen müsste, &#8220;3 Millionen ungedeckten Kosten&#8221; die Rede sei. Es ist ihr egal, dass sie damit all jene vor den Kopf stösst, die sich um einen geordneten Ablauf der Auswärtsfahrten bemühen. Es ist ihr auch egal, dass sie ihre Mitarbeiter verprellt, die an den regionalen Treffen den Unmut der Vereins-, Liga- und Fanvertreter zu spüren bekommen und die jetzt, neu, auch noch erfahren müssen, dass die von ihnen erstellten Schadensbilanzen nichts taugen.</p>
<p>Die SBB wollen ganz offensichtlich partout, dass sich an den medial transportierten 3 Millionen Franken Sachschaden nichts ändert. Dafür scheuen sie weder argumentative noch kommunikative Kapriolen. Die Aufhebung der Transportpflicht als Motiv ist offensichtlich. Es ist ein politisches Manöver der Bundesbahnen, auf Kosten jener, die ohnehin bei niemandem Kredit haben. Willkommen im neuen Jahr.</p>
<p>Pascal Claude</p>
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		<title>Was ist Gegenkultur?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 11:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann wird aus einer Bewegung eine Kultur und wann eine Gegenkultur? Domenico Mungos Roman &#8220;Cani sciolti&#8221;, der seit Ende 2011 auf Deutsch vorliegt, bietet Gelegenheit, sich dieser Frage anzunehmen. Die Geschichte: Im Zuge der Ermittlungen und Massnahmen nach dem sizilianischen Derby 2007, bei dem der Polizist Filippo Raciti ums Leben kam, geraten zahlreiche Exponenten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann wird aus einer Bewegung eine Kultur und wann eine Gegenkultur? <a href="http://www.blickfang-ultra.de/mb_main.php?&amp;men=68&amp;hg=9" target="_blank">Domenico Mungos Roman &#8220;Cani sciolti&#8221;</a>, der seit Ende 2011 auf Deutsch vorliegt, bietet Gelegenheit, sich dieser Frage anzunehmen.</p>
<p>Die Geschichte: Im Zuge der Ermittlungen und Massnahmen nach dem sizilianischen Derby 2007, bei dem der Polizist Filippo Raciti ums Leben kam, geraten zahlreiche Exponenten der italienischen Ultra-Bewegung ins Visier <a href="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Unknown.jpeg"><img class="alignright size-full wp-image-4695" title="Unknown" src="http://knappdaneben.net/wp-content/uploads/2012/01/Unknown.jpeg" alt="" width="114" height="171" /></a>von Polizei und Staatsanwaltschaft. So auch die Hauptfigur des Romans, ein Chronist der Bewegung. Auf seiner Flucht nach Lugano (das kurzerhand zur Hauptstadt des Kantons Tessin erklärt wird), sammelt er eiligst Berichte und Erinnerungen seiner Kampfgenossen, um das Erbe der Ultras vor deren Zerschlagung zu retten und zu konservieren. Reise und Roman enden in einer ausgelassenen Feier in der Südschweiz, zu der auch &#8220;die Jungs der Banda Basel und viele andere, die zwischenzeitlich aus Italien zu uns gestossen waren&#8221;, eingeladen sind.</p>
<p>Der Hauptteil von &#8220;Streunende Köter&#8221;, so der deutsche Titel, besteht aus den erwähnten Berichten sowie Schilderungen des Erzählers, eines Viola-Ultras wie Mungo selbst, was eine stark autobiografische Prägung der Geschichte nahelegt. Zu lesen sind knapp 300 Seiten über reflexartig geschwungene Gürtelschnallen (zu seiner eigenen mit dem Union Jack scheint der Protagonist ein fast libidinöses Verhältnis zu haben), Kämpfe auf Brücken und in Tunnels von Genua, Brandanschläge auf Extrazüge gegnerischer Fans und das Durchbrechen von Polizeisperren. Dazwischen: zwanzig Jahre italienischer Fussball aus der Kurvenperspektive, die einzige Stärke des Buches und eine Antwort auf das Vorurteil, wonach sich Ultras nie für das Spiel interessiert hätten.</p>
<p>&#8220;Cani sciolti&#8221; kommt in keinem Moment an zitierte Vorgänger und Vorbilder wie Balestrinis &#8220;I Furiosi&#8221; oder Kings &#8220;Football Factory&#8221; heran. Dafür fehlt es einerseits dem Roman an Spannung, Witz und überzeugender Komposition, andererseits wird der dokumentarische Wert der Berichtesammlung durch mangelnde Einordnung und Reflexion, übertriebenen Pathos und, da als Roman deklariert, Fiktionsverdacht verspielt. Der Hinweis auf die Widersprüchlichkeit einer Bewegung, die Gegner (und damit Gleichgesinnte) ins Koma prügelt oder mit Brandsätzen verstümmelt, aber gleichzeitig schöne Choreografien bastelt und für wohltätige Zwecke sammelt, bleibt nichts als ein leeres Zitat, weil nicht zu erfahren ist, ob diese Widersprüchlichkeit auch zu internen Debatten und Selbstzweifeln geführt hat und was, allenfalls, daraus resultiert hätte. So wirkt angesichts all der glorifizierten Gewalt der Verweis auf Kreativität und Nächstenliebe ähnlich schrecklich wie der 3sat-Kommentar in einem <a href="http://vimeo.com/33914552" target="_blank">Bericht über das Buch</a>, wonach der böse Ultra Mungo heute schöne Literatur doziert und seiner Freundin auf Knien einen Heiratsantrag gemacht habe. Das ist Kitsch, und wie auch immer man, um zur Eingangsfrage zurückzukehren, Gegenkultur definieren mag: Kitsch ist mit Sicherheit keine.</p>
<p>Als Ultra Gegenkultur zu sein &#8211; oder gewesen zu sein &#8211; das wird im Buch behauptet. Eine Bewegung, die sich wie in Italien von den Strassen in die Stadien verlagert, die den Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit von der Gesellschaft auf die Kurve reduziert und zu einem Schlagabtausch um physische Hoheit und Territorialmacht umgedeutet hat, ist es ohne Zweifel wert, dokumentiert und wahrgenommen zu werden. Es muss aber unweigerlich auch die Frage folgen, ob die Entstehung der Ultra-Bewegung in Italien tatsächlich eine Gegenkultur im Sinne einer staatskritischen, reformistischen oder gar revolutionären Alternative bedeutete oder ob nicht im Gegenteil die Metamorphose einer Bewegung der Strasse mit klassenkämpferischem Anspruch zu einem Fussballphänomen mit hoher (selbst)zerstörerischer Kraft dem Staat in die Hände gespielt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
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