Archive for the ‘Deutschland’ Category

Mann der Runde?

Friday, January 20th, 2012

“Finde die beiden Fehler” …

Wednesday, January 11th, 2012

… schreibt Leser Urs und verweist auf die Pressemitteilung von Fortuna Düsseldorf:

Dabei testen die Flingeraner unter iberischer Sonne gleich doppelt: Am 21. Januar (16.00 Uhr) geht es gegen das Schweizer Spitzenteam Grashoppers Zürich

 

Gute Laune hat eine Farbe: lila

Monday, January 2nd, 2012

Zum Jahresbeginn erreicht uns die gute Nachricht, dass die LILA LAUNE, vermutlich eines der besten Fan-Magazine zu Tennis Borussia Berlin, wieder belebt worden ist. Und zwar in einer Zeck Zweckgemeinschaft mit dem Übersteiger. Am Titelblatt der Nummer 104 ist abzulesen, in welche Richtung es in etwa geht. Urteilen Sie selbst!

 

 

 

Gabler lesen

Monday, December 19th, 2011

Ein Lese- und Geschenktipp für alle (Fan-)Jugendsozialarbeiter, Szenekenner, Vereinspräsidenten, Onlinemedien-Kommentarschreiber – und alle, die gerne einen dieser Berufe erlernen wollen: Das neue Buch von Jonas Gabler, es heisst „Die Ultras – Fussballfans und Fussballkulturen in Deutschland“ (PapyRossa Verlag, 2010). In seinem zweiten Buch zum Thema schneidet Gabler viele Themen an, die auch hierzulande zur Zeit topaktuell (a.k.a. heiss) sind. Das Buch bietet einen einfachen Überblick über die derzeitige Situation und Entwicklung in Deutschlands Stadien. Diese ist in vielen Bereichen durchaus vergleichbar mit der Schweiz und gerade deshalb ist Gablers differenzierte Analyse lesenswert. Gabler betont die positiven Einflüsse der Ultra-Kultur auf heranwachsende Jugendliche und mahnt eindringlich zur Überwindung des gegenseitigen Misstrauens zwischen Fans, Vereinen, Polizei und Politik. Erhältlich ist es hier oder in jeder anderen guten Buchhandlung.

In Freundschaft

Friday, December 9th, 2011

Nachfolgend zwei Bilder aus dem schönen Fanlokal der Gladbacher Borussia (mit angrenzendem Fangarten). Dazu frage ich mich folgendes: Gibt es in der Schweiz auch “Fanfreundschaften”? Hat es das in der Schweiz jemals gegeben? Oder ist das eine jener seltenen Fankulturpraktiken, die von den Schweizer Fans nicht aus dem Ausland adaptiert wurde? Wer weiss dazu etwas?

Neo bei den Ultras: gute Spurensuche

Tuesday, December 6th, 2011

Einem Hinweis aus Zwickau verdanken wir den Hinweis auf diesen Beitrag des ZDF, das sich hier mithilfe seines Spartensenders wohl ein wenig aus der Wolf-Dieter-Poschmann-Falle befreien möchte. Was gar nicht schlecht gelungen ist, muss man sagen. Wer gerade eine halbe Stunde Zeit hat, bitteschön.

 

In Sammers Sinn

Friday, December 2nd, 2011

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat vor einigen Wochen in einem Interview erklärt, wie im heutigen Fussball ein erfolgreiches Mannschaftsgefüge aussieht: Es sei ein Zusammenspiel von “Teamplayern, Führungsspielern und Freigeistern”. Die Teamplayer seien pflegeleicht und ordneten sich dem Mannschaftsgedanken unter. Die Führungsspieler zeichneten sich durch eine klare Haltung auf und neben dem Platz aus. Die Freigeister und Individualisten schliesslich ermöglichten das Unmögliche und erhielten dafür die nötigen Freiheiten. Entscheidend dabei sei aber, dass sich die drei Teile ineinander fügen: dass es erstens von jedem Teil eine passende Anzahl Spieler in einer Mannschaft gebe und dass sich zweitens auch die Freigeister der Grundordnung anpassen, d.h. zum Beispiel nach einem missglückten Dribbling sofort wieder ihre Position suchen müssten.

Überträgt man diese Auffassung einer – die Teams des DFB beweisen es – erfolgsversprechenden sozialen Konstruktion zum Beispiel auf den seit Wochen öffentlich behandelten Patienten FC Zürich, werden einige grundlegende Probleme offensichtlich. So bereitet bereits die Zuordnung der Spieler in eine der drei Sammer-Gruppen grosse Schwierigkeiten. Aegerter zum Beispiel müsste aufgrund seiner Position und seiner Captainrolle wohl zwingend Führungsspieler sein, ist es aber wegen seines bedächtigen, zurückhaltenden Wesens nur sehr bedingt. Magnin fällt noch klarer in diese Gruppe, 62 Länderspiele, jahrelange Bundesligaerfahrung und ein eher extrovertiertes Naturell lassen keine Fragen offen. Seine Autorität wird jedoch sportlich untergraben, indem er als einer der mutmasslichen Topverdiener hinter dem jungen Rodriguez nur zweite Wahl ist. Margairaz käme aufgrund von Mehrsprachigkeit, Alter und Erfahrung ebenfalls in Frage, zeigt aber für einen Leader seit langem viel zu wenig Herausragendes. Welchen Einfluss Béda aufs Team hat, ist schwer zu sagen. Und Leoni ist auch nicht Hugo Chavez.

Als Freigeist steht zuoberst Chikhaoui. Szenen wie jene neulich im Training, als ihm Magnin mangelnden Einsatz vorwarf, was ein Wortgefecht und schliesslich ein Handgemenge zufolge hatte, nähren die Vermutung, dass Chikhaoui seine Pflicht dem Gesamtgefüge gegenüber aus Sicht der vermeintlichen Führungsspieler nicht genug wahrnimmt. Andere Freigeister? Von der Klasse her kommt nach Chikhaoui eine Weile nichts mehr. Und von Djuric kommt, gerade wenn es schlecht läuft, zu wenig Überraschendes.

Dann die Arbeiter, die Teamplayer, die Loyalen, Bescheidenen. Die Kochs kann man zu dieser Kategorie zählen, Barmettler auch, Rodriguez muss man wohl, weil ihm für einen Führungsspieler Alter und Aura fehlen. Bleiben einige, die nirgends einzuordnen sind. Was wären nach Sammer ein Nikci, Schönbächler, Mehmedi, Chermiti, Alphonse? Manövriermasse?

Irgendwann sagt Sammer auch noch, zu den wesentlichen Teilen der DFB-Ausbildung gehörten grundlegende Verhaltensnormen: Wer aus dem Bus aussteige, müsse sich vergewissern, ob nicht noch Material zu tragen sei. Auch davon war im Zusammenhang mit dem FCZ zu lesen. Nur nicht in Sammers Sinn.

Naturschutz in Klubfarben

Friday, November 25th, 2011

Mönchengladbach, 400 Meter vom Borussia-Park

Felder (23)

Friday, November 11th, 2011

Herr Grabowski hat sich den Platz von Mönchengladbach-Hehn 1958 vorgenommen.

Launig, launig

Monday, October 31st, 2011

Am vergangenen Freitag fand in Nürnberg die Gala zum „Deutschen Fussball-Kulturpreis 2011“ statt. An dieser Stelle darüber berichtet werden kann, weil das Buch „Flachpass – Die Bar im Letzigrund“ bei der Verleihung zum Fussballbuch des Jahres den 7. Rang von insgesamt 400 Neuerscheinungen im deutschsprachigen Fussballbuchmarkt erreichte. Die freundliche Einladung der Deutschen Akademie für Fussballkultur bot die Möglichkeit zu einem freien Wochenende in anregendem Umfeld.

Als bestes Fussballbuch prämiert wurde „Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur“ von Dietrich Schulze-Marmeling. Die Laudatio von Jürgen Kaube (FAZ) liess erahnen, dass dem Autor ein wahrhaft grosses Werk gelungen sein muss. Weitere Preise wurden vergeben für das innovativste Bildungsprojekt, sowie für den Fussballspruch und für die beste Fan-Choreografie der zurückliegenden Bundesliga-Spielzeit. Die anwesenden Gäste wählten in einem sympatisch-chaotischen Verfahren den zweisprachigen Beitrag des Dortmunders Roman Weidenfeller zum Fussball(er)spruch des Jahres: „I think we have a grandios Saison gespielt“. Persönlich gefiel mir die knapp unterlegene Feststellung von Bayerns Thomas Müller allerdings besser: „Die haben Leute dabei, die mehr Haare am Rücken haben als auf dem Kopf. Da ist natürlich mehr Erfahrung da.“ (Müller über Inter Mailand)

Heikel wurde es für die Preisverleiher, weil die Kaiserslauterer Ultra-Gruppierung „Generation Luzifer“ den mit 3000 Euro dotierten „easyCredit-Fanpreis“ für ihre Fritz-Walter-Choreografie nicht annahm. Die Ablehnung bezog sich vor allem auf den Sponsor des Preises und der ganzen Gala: Die Firma easyCredit hält die Namensrechte am Nürnberger Heimstadion, was offensichtlich nicht nur Fans des Clubbs erzürnt. Diese würden lieber im Max-Morlock-Stadion spielen.

Krönender Abschluß des Abends war der leibhaftige Auftritt von Sir Bobby Charlton, der mit dem „Walther-Bensemann-Preis“ ausgezeichnet wurde. Charlton erzählte im Interview, dass er schon als kleiner Junge wusste, dass er Fussballprofi werden würde: „I found the game quite easy.“ 14 Stunden dauerten damals seine sonntäglichen Trainingsspiele auf dem lokalen Bolzplatz, von 08.00 bis 22.00 Uhr. Auch wenn man talentiert ist, geht es offenbar nicht ganz ohne Üben.

Spannend ist solch ein fussballkultureller Anlass vorab, weil allerlei angeregte Gespräche mit spannenden Zeitgenossen und -genossinnen geführt werden können, vornehmlich in den langen Stunden nach dem offiziellen Gala-Teil. Die nächtliche Diskussionen kreisten viel um die letztwöchige „Pokal-Schlacht“ zwischen Dortmund und Dresden. Wer sich speziell für dieses Thema interessiert, dem seien folgende Artikel ans Herz gelegt:

http://publikative.org/2011/10/30/besser-jounalismus/

http://publikative.org/2011/10/26/sogenannter-journalismus-wie-erzahle-ich-fusballrandale/

Nürnberg hat nebst Fussballkulturpreis und Lebkuchen natürlich auch weitere Höhepunkte zu bieten: Etwa die lokale Spezialität der geräucherten Blutwurst oder das Restaurant mit dem Wundernamen „Bella Tandoori“ (im Logo das Kolosseum von Rom und der Taj Mahal) und das Ultra-Fanzine „Ya Basta!“.

Und so lassen sich derartige Kurzferien in Deutschland gleich umschreiben, wie ein Akademie-Mitglied schon vor der Gala den Abend anpries: Launig wie immer.