Archive for the ‘Bücher’ Category

Flachpass in 11Freunde

Thursday, June 30th, 2011

In der aktuellen Ausgabe des Fussballmagazins 11Freunde (Nr.116, Juli 2011) sind 4 farbige Seiten dem Buch “Flachpass – Die Bar im Letzigrund” gewidmet. Das Heft – u.a. noch mit einer lesenswerten Rückschau auf die Saison von Mönchengladbach und einem schönen Beitrag zur Rückkehr Wimbledons in den Profifussball – gibt es am Kiosk. Das Buch immer noch hier.

Durfte ich es lesen?

Thursday, June 30th, 2011

An dieser Stelle hätte ich gerne eine leichte Sommerlektüre empfohlen, eine Lektüre, die mir letztes Jahr den Sommer erleichterte und die es vielleicht dieses Jahr noch ein paar anderen täte. Ich hätte gern geschrieben, dass ich “Wir haben noch das ganze Leben” des Israeli Eshkol Nevo ganz ausgezeichnet gefunden habe, nachdem ich mich durch die ersten hundert Seiten eher durchgebissen hatte. Ich hätte erwähnt, dass ich dem Fussballbezug anfangs zu viel Bedeutung beigemessen – schliesslich war er wohl der Grund gewesen, dass man mir das Buch zum Geburtstag geschenkt hatte – und ihn erst später als reines Vehikel erkannt hatte. Vier Freunde, die während des WM-Finals 1998 beschliessen, je drei Wünsche ans Leben auf einen Zettel zu schreiben und die Wünsche erst vier Jahre später, beim Finale der WM 2002, offenzulegen. Um gemeinsam zu überprüfen, was das Leben in der Zwischenzeit für einen bereit gehalten hat.

Ich hätte geschrieben, dass ich als eher Laie das Buch eher als israelkritisch, mit Sicherheit als gegenüber der israelischen Armee kritisch eingestuft hätte. Seit einer Woche nun verfolgen mich Zweifel, ob das Buch empfohlen werden darf. Ja: ob ich es überhaupt hätte lesen dürfen. Denn die BDS hat eben eine neue Kampagne lanciert mit dem Titel “Israelische Produkte? Kaufe ich nie!”

Sicher, ein Buch ist kein Apfel und keine Grapefruit. Die BDS-Kampagne ruft indes auch zum “Kulturellen Boykott” auf. Wenn man will (es ist zu befürchten, es wollen nicht so viele), kann man auch das Kleinergedruckte der Kampagne lesen: dass mit dem kulturellen Boykott nur staatlich subventionierte, also unter israelischem Propaganda-Verdacht stehende Kultur gemeint sei. Eshkol Nevo erscheint auf Deutsch bei dtv. Ist er aber deshalb unbedenklich? Im Impressum steht: “Published by the arrangement with The Institute for the Translation of Hebrew Literature”. Anzunehmen, dass die Übersetzung und Verbreitung hebräischer Literatur auch dem Staat Israel ein Anliegen und deshalb etwas Geld wert ist. Also auch kultureller Boykott von Eshkol Nevo?

Wenn man will, und man sollte wohl, konnte man sich in der letzten WOZ Stefan Howalds kritische Ausführungen zur BDS-WOZ-Beilage genehmigen. Und in der aktuellen WOZ die des Mitunterzeichners Daniel Vischer, der viel relativieren möchte und auf die Frage nach antisemitischen Trittbrettfahrern, die eine Kampagne mit dem Titel “Israelische Produkte? Kaufe ich nie!” anlocken dürfte, antwortet, dagegen könne man nicht viel tun. Überhaupt kann, wer will, es sich in der Meinungsbildung sehr sehr schwer machen, und ich fürchte, ich bin auf gutem Weg dahin. Oder soll ich mich an die Entgegnung des Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, es gebe ja noch andere Staaten, wo die Menschenrechte noch viel krasser verletzt würden, klammern?

Vor über zwanzig Jahren gehörte ich zu denen, die (laut) zum Boykott südafrikanischer Äpfel aufgerufen hatten. Warum mir heute alles viel schwieriger scheint, weiss ich nicht. Lesen Sie Eshkol Nevo.

“Flachpass” nominiert für Fussballbuch 2011

Friday, June 17th, 2011

Dem im Mai erschienenen Buch “Flachpass – Die Bar im Letzigrund” wird eine besondere Ehre zuteil: Jury-Mitglied Philipp Köster (Chefredaktor 11Freunde) nominiert es für den Fussballbuchpreis 2011 der Akademie für Fussballkultur. Aus den rund 350 jährlichen Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Fussballbuchmarkt wählen die 12 Juroren unter der Leitung von Hans Meyer ihren persönlichen Favoriten, den sie gegen 11 Konkurrenten ins Rennen schicken. Im Oktober 2011 wird in Nürnberg der Sieger bekannt gegeben.

Die Nomination beweist: Das Buch ist auch für nicht FCZ-ler geniessbar. Praktisch ohne Nebenwirkungen. Zu bestellen weiterhin unter www.flachpass.ch oder direkt über flachpassbuch (at) gmail.com (Preis: 29.- zzgl. Porto)

Stilleben in kurzer Hose

Thursday, June 9th, 2011

Wieder einmal soll ein Buch vorgestellt und empfohlen werden. Es ist schon seit drei Monaten im Handel, aber wir sind hier ja nicht in erster Linie der Aktualität verpflichtet. Es geht also um Perikles Monioudis’ “Junge mit kurzer Hose” (knapp-Verlag {sic!} 2011). Kurz wie die Hose des Protagonisten als junger Mann ist auch das Büchlein selbst, ein 80-seitiges Antippen von Lebensmomenten, gegliedert in kurze Kapitel, Miniaturen in Anführungszeichen. Es wird gesprochen, heisst das wohl, doch mit wem? Am ehesten mit sich selbst, in einer Art Selbstvergewisserung. Der Junge in kurzer Hose, der älter wird, sich zaghaft einer Nelly nähert, seinen Vater verliert, den er nie wirklich hatte, und am Ende auch seine zu starke Mutter, dieser Junge gliedert sein Leben nach Erkenntnissen und Ritualen, die ihm unter anderem der Fussball ermöglicht. Das macht dieses Fussballbüchlein zu einem Büchlein, das den Fussball nicht bemüht, und deshalb zu etwas gleichzeitig Leichtem wie Schwerem. Die Reflexion über die Beziehung zum Gegenspieler zum Beispiel erhält so ihr Gewicht, weil Monioudis gerade nicht angetreten ist, uns den Fussball zu erklären. Dass es hier aber einer sehr ernst meint mit seinem Gegenstand, darin besteht kein Zweifel. Zum Lesen empfohlen, als Geschenk sehr geeignet.

“Fein gestaltete Erlebnis-Gastronomie”

Monday, May 16th, 2011

Für alle Freundinnen und Freunde des FC Zürich, die seit heute keine Tabelle mehr lesen mögen, bietet sich eine hervorragende Alternative. Und auch an alle andern “mit einer Schwäche für schöne Printprodukte mit Fussballbezug ergeht eine klare Kaufempfehlung”, wie die praktisch unbestechlichen Kollegen vom Runden Leder schreiben. Die Rede ist von einem “fein gestalteten Werk”, das “im Idealfall zur Blaupause eines neuen Fanlokals” im zu bauenden Stadion Zürich werden wird (Tages-Anzeiger):

Flachpass – Die Bar im Letzigrund (von Fischer, Pepe, Steffen, Claude)

Das recht dicke und trotzdem nicht teure Buch (“ein Göttibatzen”, laut FCZ-Forum) mit aufschlussreichen langen Texten (zur Stadionlandschaft Schweiz, zur Fussball-Gastronomie, zur Sicherheitsdebatte) und haufenweise kurzen (zum Intimleben des FCZ in den Jahren 2002 bis 2006) gibt es über diese Homepage (wo auch drin geblättert werden kann) oder direkt bei flachpassbuch (at) gmail.com

Das Buch, das laut Zürich-West “der Hochblüte der Letzigrund-Erlebnis-Gastronomie würdig huldigt”, eignet sich als Bett- ebenso wie als WC-Lektüre und auch sehr gut als Geschenk. Wo sich doch sogar ausgewiesene YB-Fans darin wiedererkennen.

 

Jetzt da: Flachpass – das Buch

Monday, May 2nd, 2011

Druckfrisch liegt es nun hier auf dem Tisch, das Buch “Flachpass – Die Bar im Letzigrund”. Zu bestellen unter www.flachpass.ch oder direkt über flachpassbuch (at) gmail.com.

156 schöne Seiten, quadratisch, farbig, nicht öde! Viele Bilder, Grafiken und Texte, von Gygax, Ganz und Gutenberg und vielen, vielen mehr. Kostet 29.- plus Versand. Wird gegen Rechnung verschickt.

Vernissage mit Lesung und Plauderei: Montag, 9. Mai, 19.30 Uhr, Buchhandlung im Volkshaus

Festchen zur Buchtaufe: Donnerstag, 12. Mai, 20 Uhr, Bundeshaus-Wiedikon


Flachpass-Buch

Thursday, April 14th, 2011

Darf ich Sie, nun fast offiziell, auf folgenden Link aufmerksam machen? Danke. Sie dürfen ihn gerne auch rumreichen. Das Buch “Flachpass – Die Bar im Letzigrund” (156 Seiten, farbig) erscheint Anfang Mai.

Vorankündigung

Friday, April 1st, 2011

Anfang Mai erscheint das Buch “Flachpass – Die Bar im Letzigrund” (156 Seiten, farbig). Genaueres bald an dieser Stelle. Vorerst eine andere Stadionkneipe. Auch eine schöne. Prost und gutes Wochenende.

Bitte nicht mehr anrufen!

Monday, August 30th, 2010

Die aus einem Erdloch aufgetauchten Knapp-daneben-Bücher sind weg. Jetzt heisst vergriffen wirklich vergriffen.

Armes Italien

Friday, August 13th, 2010

Wer noch Sommerferien hat, oder sonstwie (viel) zu viel Zeit, kann sich mal von kritischer Seite auf den neusten Stand in Sachen italienische Fankultur bringen. Kai Tippmann, Autor des Blogs Altravita setzt sich intensiv mit einem längeren Bericht aus der Repubblica auseinander, der im Mai unter dem Titel “Die Hände der Ultràs im Geschäft mit dem Fussball” erschienen ist. Ausserdem begrüssenswert ist, dass Tippmann noch dieses Jahr eine Deutsche Übersetzung des Buchs Tifare Contro auf den Markt bringen will. Buch und Blog: Kategorie nicht mehr ganz neu, aber sehr lesenswert.