Josip kriegt den Segen

Wir erinnern uns: Aus überschwänglicher Freude über die WM-Qualifikation schrie der schlaue kroatische Verteidiger Josip Simunic nach dem entscheidenden Spiel gegen Island den Gruss der Ustascha ins Mikrofon. Das brachte ihm eine Sperre von 10 Spielen ein – inklusive WM. Dumm gelaufen.

Nun ist zu lesen, dass sich Simunic mit seiner lauthals geäusserten Gesinnung in klerikaler Gesellschaft weiss: Der kroatische Bischof Pulic regt an, den Faschistengruss zum offiziellen Ruf der kroatischen Armee zu machen. Dazu die NZZ:

In seinem Anliegen wird er offenbar unterstützt von zwei Amtsbrüdern, den Bischöfen von Zagreb und Sisak. Der klerikale Probeballon soll zeigen, wie steif der Wind von rechts weht in Kroatien.

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2 Responses to Josip kriegt den Segen

  1. ust says:

    Danke für den Link. Mittlerweile kann man als Aussenstehender tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass sich Simunić dabei “nichts Böses” gedacht hat, angesichts des anscheinend rechten Klimas in der kroatischen Gesellschaft. Hätte er sich mal lieber an Tito orientiert, war ja schließlich auch Kroate ;-)

  2. admin says:

    Zu Tito, ust, empfehle ich diesen aktuellen Text aus derselben Zeitung: http://www.nzz.ch/feuilleton/schauplatz/titos-traum-1.18612844
    Oder den eben übersetzten Roman von Drago Jancar: http://derstandard.at/2000021192228/Drago-Jancar-Bilder-des-Verschwindens

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