“Grundsätzlich durch zwei teilen”

Es ist so eine Sache mit den Zuschauerzahlen hierzulande. Jede Liga, jeder Verein zählt anders. Gerade neulich haben wir uns an einem Spiel der 2. Liga interregional darüber unterhalten: Wo wird nach oben, wo nach unten korrigiert und warum?

Zwei Journalisten von Le Matin kamen die offiziellen Zuschauerzahlen im Sittener Tourbillon ein bisschen hoch vor. Sie entschlossen sich, genau zu zählen. Beim Spiel gegen Thun vom 22. März, dessen Kulisse offiziell mit stolzen 8500 angegeben wurde, liessen sie 15 Minuten nach Anpfiff von einem Fotografen sämtliche Tribünen ablichten. Die Auswertung ergab: Der FC Sion hatte sich um fast 5000 Zuschauer verschätzt. 3548 schauten dem Spiel zu. “Man kann die offiziellen Zahlen grundsätzlich durch zwei teilen”, schreiben die Journalisten.

In den Amateurligen, so ein Experte, werde oft um ein paar Dutzend geschönt, um die Spiele für potenzielle Sponsoren als wichtige gesellschaftliche Ereignisse erstrahlen zu lassen. 150 töne einfach schon mal besser als 90. Wen genau der FC Sion mit seinen Botox-Zahlen anlocken will, bleibt bis auf weiteres offen.

PS: Die Zuschauerzahl von Sion-GC vom Karfreitag wird übrigens mit – exakt! – 8500 angegeben.

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