Es wurde ja auch in diesen Spalten schon explizit offenbart, wie schwer sich die Männer der Weltwoche mit den Linken tun. Es muss da Verletzungen geben, tiefe. Zu kurz gekommen sein. Schlechter aussehen. Weniger hell. Irgendetwas in diese Richtung eben. Auf jeden Fall wird mit einiger Regelmässigkeit wild geschossen, eine zwingende Entladung vermutlich, bei zu starker Stauung.
Kollege Schwein hat bereits darauf hingewiesen, aus welcher Quelle sich die jüngste Eruption hauptsächlich speist: der Versuch, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Tagi-Chefredaktor Res Strehle und dem Terrorismus. Korrekt klauen ist immerhin eine kleine Leistung. Aber Leute verwechseln? Kaum veröffentlicht, musste der zuständige Weltwoche-Autor einräumen, den einen für einen andern gehalten zu haben, weil: die beiden FAST GLEICH HEISSEN! Wo gibt es denn sowas noch? Zum eigentlich gemeinten Daniele von Arb gab es immerhin einen Kinofilm. Als Journalist hätte man also zwei Stunden Zeit gehabt, sich das Gesicht einzuprägen. Doch scheint man bei der Weltwoche selbst für diese Art der Vulgärrecherche zu blöd. Wie viel am Rest der Story wahr ist, wird vor diesem Hintergrund zur rhetorischen Frage. Vielleicht sollten sie bei der Weltwoche einfach das machen, was sie wirklich können: Satire. Das macht ihnen so schnell keiner nach.

grosses Kino