Fussballfans stehen in der Schweiz seit einigen Jahren unter erhöhter Beobachtung von Politik und Justiz. Wie verhältnismässig ist die Reaktion des Staates auf die Verfehlungen einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Stadiongängern? Ist die kollektive Bestrafung aller Matchbesucher ein gangbarer Weg?
Fragen wie diese werden an der nächsten Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung “Fankultur” im FCZ-Museum am kommenden Donnerstag, 13.12. um 19.30 Uhr erörtert. Unter dem Titel “Recht und Ordnung” diskutiert Journalist Dario Venutti mit Manuela Schiller (Anwältin ZH), Simon Burger (Staatsanwalt AG) und Tobit Schäfer (Grossrat BS). Letzterer kämpft in Basel gegen die Verschärfung des “Hooligan-Konkordats” und spielt mit der Idee, dieses wegen rechtlicher Mängel vor Bundesgericht anzufechten.
P.S. von admin: Wegen der Verlinkungen kommt das als P.S. und nicht als Kommentar, aber egal, denn: Zur vorbereitenden Lektüre wärmstens empfohlen sei der Jahresbericht 2011 der Fanarbeit Basel. Er ist viel mehr als ein Jahresbericht. Er bietet eine ausgezeichnete kritische Rundschau über die relevanten Fan- und Sicherheitsthemen der vergangenen Monate. Und wer dann immer noch Zeit hat, darf sich im WDR anschauen, wie in Deutschland die für diesen Mittwoch geplante Verabschiedung des umstrittenen DFL-Sicherheitspapiers diskutiert wird.
