Der 20. November 2012, ein weiterer grosser Tag für die KKJPD, die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren, die vor fünf Jahren noch niemand kannte, die dann aber erfolgreich als Steigbügelhalterin im Ostschweizer Ständeratswahlkampf diente und die seither, nach Erfüllung dieser ihrer Kernaufgabe, nicht müde wird, das Schreckensszenario, dem sie ihre Legitimation verdankt, unerschrocken und frivol zu bewirtschaften. Da waren es kürzlich noch “nicht repräsentative Umfragen” mit diffusen Resultaten, auf die sich der Aktionismus der KKJPD stützte. Heute Dienstag nun lässt sich der KKJPD-Generalsekretär zu den Rahmenbedingungen des Hooligan-Konkordats wie folgt vernehmen:
Was die Umsetzung der Massnahmen angeht, gibt auch Schneeberger zu, dass gerade beim Kombi-Ticket einige Fragen offen sind.
Es lohnt sich in diesem Moment, an diesem Dienstag, ein Blick gegen Norden, wo deckungsgleich verhandelt wird und wo das Bündnis aktiver Fussballfans BAFF (das sich übrigens als erste Vereinigung, noch weit vor DFL, DFB oder UEFA, vor bald 20 Jahren, als es noch weh tat, gegen Rassismus und Homophobie im Fussball ausgesprochen hat), BAFF also sich am selben heutigen Tag fragt:
BAFF hat sich die (polizeiliche) Verletztenstatistik der letzten Saison genau angesehen und hat ein paar Fragen. Zum Beispiel: Was ist ein Unbeteiligter? Wann ist man ein Störer? Und wie kommt es, dass die Zahl der verletzten Polizeibeamten erfreulicherweise zurückgegangen ist, jene der verletzten Fans sich aber verdoppelt hat?
