Wer die Wahl hat, hat die Qual (im Fall!)

Immer schön: die Frage “Was macht eigentlich … ?” Heute: Was macht eigentlich Heinz Risi? Man kann es in knappen Worten sagen: Der einstige Verteidiger des FC Luzern betreibt Wahlkampf. Heinz Risi möchte gern für Nidwalden nach Bern. Für die Fdpdieliberalen. Heinz Risis Slogans: “Einwanderung: hart aber fair” oder auch “Mehr Leistung in der Schule”. So reden heute Liberale. Auf Heinz Risis Homepage kann man allerlei nachlesen. Was leider fehlt: dass er im Sinne der Wirtschaftsförderung gerne einen Sondierstollen gehabt hätte im Wellenberg, weil so ein schmuckes Endlager für radioaktive Abfälle ja dann Arbeitsplätze generiert ohne Halbwertszeit.

Heinz Risis härtester Gegner im Wahkampf ist auch ein bunter Hund: Peter Keller, “Historiker, Jodler und ehemaliger Gymnasiallehrer” (NZZ). Der Weltwoche-Redaktor könnte inhaltlich eigentlich mit Heinz Risi fusionieren. Für die Schule fordert er “Disziplin und Leistung”, für den Rest dasselbe wie sein Kontrahent. Zusammen könnten die beiden als Heinz-Peter Kellerrisi nach Bern fahren. Es sei denn, es steht ihnen einer vor dem Sünneli: Coni Wagner, Mitgründer der Auto-Teilete Mobility, will auch in den Nationalrat. Für die Schule wünscht er sich “Bildungsqualität und Integration”. Wir werden sehen. Bald ist Oktober. More politics to come. (Übrigens: Der Rothaarige neben Risi kandidiert auch. Für einen Trainerposten jeglicher Art.)

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8 Responses to Wer die Wahl hat, hat die Qual (im Fall!)

  1. Pauletta says:

    … Risi und Fringer, damals auf der Allmend, waren das noch Zeiten! Liegt es daran, dass ich nun ein wenig Mühe habe, wenn Risi jetzt einfach so verkellert wird? Wie auch immer, zumindest im Ton unterscheiden sich die beiden, respektive ihre Parteien voneinander. Und bekanntlich ist es ja der Ton, der die Musik macht…

    Gruess, Pauletta

  2. Kummerbube says:

    Da kommt mir eine Win-Win-Idee: Fringer zu GC, Sforza und Risi als Duo Forzarisi in den Nationalratssaal oder wohin auch immer. Aber wahrscheinlicher ist wohl der Status Quo. Fringer arbeitslos, Risi ungewählt und Sforza am weitersiechen…

    Meine persönliche Wahlempfehlung zum Schluss. Schnurzegal wer, nur ja nicht Verena Diener. Danke.

  3. admin says:

    @ Kummerbube: Ok, alles, nur nicht Verena Diener. Dann darf man sagen: Kummerbube empfiehlt zum Beispiel hier und jetzt: Balthasar Glättli und Christoph Blocher in den Ständerat. Interessant!
    @ Pauletta: Der Ton macht die Musik, ja. Aber wozu gibt es politische Parteien, wenn sich die eine von der andern nur dadurch unterscheidet, dass sie die selben Dinge etwas anständiger sagt? Wenn du willst, mail ich dir einen interessanten Text zu diesem Thema. Es geht darum, was heute als Normalität definiert wird. Und dass wir uns an diese neue Normalität schon so gewöhnt haben, dass wir sie goutieren, sobald sie uns von Anständigen vermittelt wird.

  4. Kummerbube says:

    @ sehr geschätzter admin: Das darf man ruhig so stehen lassen. Glättli und Blocher sind doch wie Adjektive. Man weiss also ziemlich genau was man bekommt. (gut, böse, durchtrieben, weltfremd etc.) Diener ist aber ein Nomen. (wie z.B. Ratte oder Fahnenschwinger) Nomen sind beeinflussbar und sehr vergleichbar mit Modefans. Und wer möchte sich schon von den Cüplifans regieren lassen?

  5. admin says:

    @ Kummerbube: Die Wählbarkeit von der Adjektivierbarkeit abhängig machen – das nenn ich mal ein eigenwilliges Wählerverhalten! Ökofaschistisch oder völkisch sind ja auch Adjektive. “Ratte” wiederum wurde als Nomen in der jüngeren Menschheitsgeschichte bereits einschlägig verwendet zur Herabsetzung von Bevölkerungsgruppen. Aber man kann das natürlich auch weiterhin tun, wenn man will. Und wenn man aktuelle unheilige Allianzen nicht scheut (google, images: Rattenplakat)

  6. Kummerbube says:

    Adjektive sind oft auch Charakterzüge, Eigenheiten und aus dem Leben gewachsene Tugenden. Diese sind meist korrigierbar und/ oder so harmlos, dass getrost darüber gelacht werden kann. Das Wort “Ratte” gilt in diesem Falle nicht einer Bevölkerungsgruppe. (älterer möchtegern grünliberaler Ladys oder so) Es gilt nur einer Person. Der Verena.

    Ich schrei zwar im Stadion auch meist “Scheiss FCZ”, meine aber damit genau nur die 4 Sauaffen die uns zwei 12jährige Buben anno 1987 zusammenschlagen mussten. Und da kommt dann auch die Mündigkeit wieder ins Spiel. So werde ich niemals meine Hand gegen Anhänger des FC erheben, aber meinen rechten Fuss im Grand Cherokee senken, sobald einer der 4 Subjekte vor mir den Fussgängerstreifen passieren sollte. Ratte hin oder her.

  7. admin says:

    Jedem seinen eigenen Umgang mit Sprache und ihrer Wirkung, Kummerbube, jedem seine eigenen SUV-Rache- und Meuchelfantasien. Was bleibt: Du bezeichnest in einem von mir verwalteten Blog eine Person des öffentlichen Lebens als Ratte. Was immer du auch für eine furchtbare persönliche Geschichte mit ihr erlebt hast: Ich lasse diesen Kommentar nur stehen, weil du mit dem Link auf deine Homepage nicht anonym schreibst.

  8. Kummerbube says:

    Ich danke. Denke aber auch, dass die erkenntnisresistente Verena eh nicht hier vorbeibloggt… Schade eigentlich.

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