Die Artikel im Artikel

Heute Montag war ein prächtiger Tag für alle, die es ein bisschen mit den Begleitern von Schweizer Fussballklubs haben. Also mit den grammatischen. Nehmen wir die NZZ auf Seite 30, unter dem Titel “YB und Sitten in der Europa League”:

Sollte Sitten den Cupfinal gegen Xamax gewinnen (…), könnte der Thun oder Luzern nachrücken.

Der Thun! Hau den Lukas, das ist doch wirklich mal was Neues! Feminin hab ich ja schon gehört (“Die Thun was”), aber der Thun? Riecht ein bisschen nach Dosenfisch, aber liest sich vorzüglich. Wenn einem nicht noch ein verlorenes “n” in der Gurgel hängen bleiben täte. Nun denn: Es ist aber noch nicht alles. Im selben Artikel:

St. Gallen wird auswärts gegen die YB antreten.

Einverstanden, hatten wir schon einmal. Ist aber immer wieder schön. Vor allem gespiegelt an folgendem Satz aus dem online-Tages-Anzeiger:

Kurz bevor es zu den jeweiligen Spielen ging, erfuhren wir noch, dass Ueli Maurer seit 50 Jahren mit dem YB mitleidet und hofft, dass YB in der kommenden Saison näher an der Spitze ist.

So geht das! Ein ganz normaler Montag, aber es werden uns nahezu alle gelb-schwarzen Varianten geboten: die YB, der YB, YB. Und mit Christian Gross wird sicherlich jene Versachlichung die Hauptstadt erreichen, die das YB so dringend nötig hat. Dann hätten wir das Kleeblatt der fussballgrammatischen Glückseligkeit.

Wenn Ihnen das jetzt aber alles langsam aber sicher zu wirr wird, dann lassen Sie sich sagen: beim Belgier, da kommt dann wirklich gar niemand mehr draus – danke an Herrn F., den Schreyhals vom Rhein, für den Hinweis.

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