Archive for May, 2010

Wann war das schon wieder? 1994?

Monday, May 31st, 2010

UnknownBlog Brain Blochin hat für die bekannte Spielserie ANNO DOMINI von Urs Hostettler ein FUSSBALL-ANNO-DOMINI produziert, das seit heute zu haben ist, und zwar hier. Es handelt sich um ein wirklich simples und deshalb auch wirklich unterhaltsames Gesellschaftsspiel für 3-8 Nasen, die den Auftrag haben, jeweils eine Auswahl von insgesamt 336 Ereignissen aus der Fussball-Geschichte chronologisch richtig einzuordnen. Habe ich mich verständlich ausgedrückt?

Ungeheuerlich

Monday, May 31st, 2010

RL

Ohne Worte

Friday, May 28th, 2010

fcz_museum

Pokal-Klau am Grümpelturnier?

Friday, May 28th, 2010

Emine-Yakin-179x300Dieses Bild ist voller Rätsel: Wer ist die Frau, die nachlässig mit einen Pokal über den Holzrost schreitet? Was hat sie vor? Wird sie gleich in der Türe verschwinden? Was tut der Mann mit der schwarzen Jacke, der ihr zu folgen scheint? Was bedeuten die roten Bänder an den Henkeln? Wo befinden wir uns – auf einer Kleingartenanlage oder auf einem Quartierfussballplatz?
Einen Teil der Fragen können wir beantworten, andere bleiben offen: Das Bild wurde auf dem Gemeindesportplatz in Gossau aufgenommen, nach dem Spiel zwischen dem FC Gossau und dem FC Thun. Der Pokal wurde wenige Minuten zuvor dem Gewinner der Challenge League Meisterschaft 2009-2010 überreicht. Es regnet, weil sich ein Adriatief am Säntis staut, was den Abstieg des FC Gossau stimmungsvoll umrahmt. Es war mit Sicherheit die letzte Partie in diesem Stadion, das den Sicherheitsanforderungen des SFV schon längst nicht mehr genügt, was es aber gerade so einzigartig macht. Die Frau mit dem Pokal ist Emine Yakin, die Mutter des Thun-Trainers Murat Yakin. Was sie mit dem Pokal im Sinn hat, wissen wir nicht. Wir vermuten: Sie will ein paar Minuten ganz allein sein, oder zusammen mit ihrem Sohn und diesen denkwürdigen Moment geniessen und ihm dabei ein paar Dinge mit auf den Weg geben. Warum sie den Pokal fast schon lieblos herumträgt? Vielleicht deshalb: Sie hält nicht sehr viel von der Challenge League und sie weiss, dass Murat noch ganz andere Trophäen in die Höhe stemmen wird als Trainer. Und überhaupt: Ohne Mutter Yakin wäre dieser Pokal jetzt nicht hier.

Milito dodelijk

Saturday, May 22nd, 2010

04-royaltigrapleinCL-Finale auf www.wilmaa.com ohne Ton, Bildschirmdiagonale ca. 12 cm, auf dem Tischchen liegt eine Packung Tigra, ich rauche eine, stark wie die Sau ist sie, und auf der Packung steht: “Roken is dodelijk”. Unterdessen macht Milito das 2:0. Er ist halt auch dodelijk, absolut dodelijk.

Bubentraum

Tuesday, May 18th, 2010

Neulich auf der Allmend Brunau in Zürich sagt meine Frau zu mir: „Schau, dort drüben spielt Chikhaoui mit einem kleinen dicken Kind!“ Aber es war kein Kind. Es war Ancillo Canepa, der vergeblich versuchte seinem Superstar den Ball wegzunehmen. Wahrscheinlich haben sie um einen neuen Vertrag gespielt. Wenigstens macht Canepa keinen Hehl daraus, dass er mit dem FCZ einfach seine eigenen Träume verwirklicht.

Funkloch Istanbul

Monday, May 17th, 2010

Dass es das noch gibt: Fenerbahce spielt zuhause gegen Trabzonspor, die Nachspielzeit läuft, es steht 1:1. Im Fernduell um den Titel empfängt Bursaspor (mit Herrn Ergic) Besiktas. Bursaspor muss gewinnen, um Fenerbahce noch abzufangen. Irgendwann, kurz nach Minute 5 im Video, gibt der Fenerbahce-Speaker durch, in Bursa stehe es unentschieden. Die Leute in Gelb-Blau fallen sich um den Hals. Wenige Sekunden später eine erneute Durchsage, eine offensichtlich fatale: Bursaspor-Besiktas sei abgepfiffen, 2:2. In Istanbul rasten sie aus. Nur: Es stand nie 2:2 in jenem Spiel, Bursaspor gewann 2:1 – und wurde Meister.

Die offenbar natelempfangsgestörten Anhänger von Fenerbahce, einige von ihnen schon feiernd auf dem Platz, erfahren dann doch plötzlich, was wirklich ist, und dann werden sie furchtbar sauer. Fackeln grad kurz ihr eigenes Stadion ab für ein paar Millionen. Kann man auch verstehen, nicht wahr. Enttäuschte Liebhaber sind zu allem fähig. Der Fenerbahce-Speaker übrigens, so sagt mir mein Freund vom türkischen Geheimdienst, lebt bereits irgendwo im Fernen Osten mit einer neuen Identität. Er heisst jetzt Semir Remis.

Knapp daneben am “Halt auf Verlangen”

Monday, May 17th, 2010

Diesen Samstag gibt es eine kleine Knapp-daneben-Stunde – wie immer mit Wort und Musik sowie den üblichen Sättigungsbeilagen – am wahrscheinlich besten Pfingstfestival der Welt: am “Halt auf Verlangen” im Gasthaus Grünenwald vor Engelberg.

GW_HAV_2010Beim zweitägigen Fest ist der Name Programm: Es findet direkt an der Bahnlinie Luzern-Engelberg statt, genauer: am Zahnradabschnitt der Bahnlinie. Der Zug tuckert so langsam und so nahe am Festgelände vorbei, dass ein frecher Tourist aus dem fahrenden Zug heraus auch schon einmal den Stecker eines Bass-Verstärkers rausgezogen hat. Die Zentralbahn, wie der Zug heute heisst, hält extra und nur für das Gasthaus Grünenwald. Aber leider nicht mehr lange, weshalb am diesjährigen Festival auch die Wehmut Gast sein wird. Ab Dezember 2010 ist die Zahnradstrecke nämlich in einen Tunnel verlegt und der Grünenwald wird nicht mehr bedient, was das “Halt auf Verlangen” in dieser Art Vergangenheit werden lässt. Also kommt noch einmal alle, alle, alle, allez, allez, allez!

Fussball(e)kultur

Tuesday, May 11th, 2010

Ein gut gemeinter Beitrag (im Hinblick auf die WM, im Fall!) zum angeblichen Verschwinden von Rassismus im Fussball war heute auf DRS2 zu hören. Gut gemeint, weil es einfach nicht so passt, sich mit drei Schweizer Gesprächspartnern über die Situation in der Schweiz zu unterhalten und das Gesagte danach mit Beispielen aus Ostdeutschland oder Italien zu widerlegen. Und weil es auch einem Hochkulturkanal nicht gut ansteht, Berlusconi mit Inter in Verbindung zu bringen. Und das gleich zweimal in 30 Minuten. Hochkultur nährt sich doch vor allem auch vom Zweifel. Und wenn jemand, was ich sehr schätze, mit Fussball sonst gar nichts anzufangen weiss, dann aber eine Sendung zu Fussball macht und über Inter spricht, ja dann sollte sich doch kurz der Zweifel melden. Sollte anklopfen und sagen: Inter? War das wirklich Inter, das mit Berlusconi? Oder hiess der Verein nicht anders? Hören Sie es aber trotzdem, hier.

The Peacemaker

Monday, May 10th, 2010

So hiess einmal ein schlechter Film mit Herrn Kapselsystem Clooney. Laut unserem beliebten Fachorgan Tagi-online (newsnetz) hiess so aber auch eine Band aus Liverpool, und zwar die, die “das Fussballlied schlechthin” geschrieben hat. In einem an Vulgarität kaum mehr zu überbietenden Ranking der Top-Fussballsongs werden aus Schrittmachern Friedensstifter, und auch Elvis kommt, irgendwie, zu seinen Ehren. “Fuck Internet, wir warn’ schon immer mit der Welt eins” (Die Beginner in: City Blues, 2003)

Tagi_Gerry