Muezzin Blatter
Die neue FIFA-Neujahrskarte ist diesmal besonders gelungen: Nicht nur ist sie aufklappbar und auf einem Biedermeiermöbel sehr dekorativ. Sie schaltet sich auch in die aktuelle Minarettdiskussion hierzulande (bzw. weltweit!) ein. Und zwar deutlich. Eine Collage aus hunderten lachenden Gesichtern, Kinder und Erwachsene aus allen Erdteilen, die Häute in allen Farben, Afrikanerli, Chinesli, Inderli, Schweizerli, eine herzige bunte Welt, ganz wie bei Jim Knopf. Und vor der Collage das ausgestanzte FIFA-Logo mit integriertem Minarett. Das versteht jeder und jede sofort. Das ist eine klare Botschaft des Friedens. Das ist schön. Das ist wichtig. Und wir sind froh zu lesen (gestern Freitag in der NZZ), dass Muezzin Blatter den Friedensnobelpreis NICHT ablehnen würde. Weil das nicht anständig wäre. For the game, for the world. Ich geh jetzt an die Demo.