In Österreich lösen im Heimsektor von Austria Wien aufgehängte Fahnen Diskussionen aus, heftige zum Teil, wie folgender Auszug aus dem FM4-Fussballjournal zeigt:
Während sich die Rapid-Fans weiter damit rühmen allfällige Störungen eines zumindest politisch nicht letztklassigen Ablaufs (denn menschlich ist nahezu jeder Sprechchor der Ultras auf Einzeller-Denk/Sprach-Niveau) zumindest schnell zu unterbinden (der lustige Hitler war schnell wieder weg – was dann gerne so ausgelegt wird, als wäre er nie dagewesen…), hat sich am anderen Ende Wiens in einer zahlenmäßig viel überschaubareren Ecke ein Dreckloch der widerlichsten Sorte etabliert. Und das nicht klammheimlich, sondern bereits den gesamten Herbst über schwelend.
Interessant an alledem ist auch, dass bei den Nachbarn ähnliche Pläne im Umlauf sind zum rigorosen Durchgreifen bei Pyro-Aktionen wie hierzulande (Satzbau ade, sorry), die Polizei sich bei offenkundig rechtsextremen Bekundungen aber zurückhält.


Und gestern in Zürich… Nazi-Fahnen im Milanesi-Fanblock… wurden immer wieder im TV gezeigt… ???
Sieht man seit langem an fast jedem Milan-Spiel. S. auch Min 2:05 hier: http://www.youtube.com/watch?v=Vnqm5aZPdLs
Es ist tatsächlich bedauerlich, wenn Rechtsextreme-Symbole in der Fanszene nicht verfolgt werden. Ob Sprechgesänge oder hissen von Symbole – beides sollte eine Intervention zur Folge haben.
Dieser Missstand sollte aber nicht mit einem anderen Missstand bzw. Regelverletzung (Pyro) verglichen werden. Das führt nur zu Polemik.
Ist die Frage nach dem Fokus von Polizei und Politik bereits Polemik? Es gibt eine Prioritätenliste in der Bekämpfung der Gewalt (und allem, was zu ihr gerechnet wird) im Fussball. Zur Erinnerung vielleicht: Das Hooligangesetz war ursprünglich als Neonazi-Gesetz gedacht. Dann kamen die Linksextremen dazu, dann die Hooligans. Am Ende blieben nur die Hooligans (bzw. was heute gemäss VWIS als Hooligans definiert wird).