Bücher zu Weihnachten
Damit kann sich auch nicht jedes Buch rühmen: dass es in der NZZ gleich zweimal prominent besprochen wird, beide Male mit farbiger Abbildung des Buchumschlags. Dem “Hardturm” kommt diese Ehre zuteil: Nach einer schwärmerischen Rezension im Zürich-Bund kurz nach Erscheinen folgt heute die etwas gedämpftere auf der “Sportbücher”-Seite im Sportteil. “Der Hardturm” wird dabei nun mit dem “nach wir vor empfehlenswerten” Espenmoos-Buch von 2008 verglichen, was ein bisschen doppelt fies ist. Weil an das Espenmoos-Buch heranzukommen auch doppelt schwierig ist: Es ist nämlich nicht nur grossartig, sondern auch längst vergriffen und entsprechend begehrt.
Nun denn. Auf der selben Sportbücherseite würdigt Heinz Stalder heute auch das “Stadion Allmend“, indem er den Fokus stark auf die darin breit vertretene Fanszene legt (aus deren Innerem das Buch ja auch stammt):
Luzerner Löwen jagten die Tiere aus den Wappen der Gegner, (…) Anfeuerungs- und Spottsprüche wurden in wilden Rhythmen zusammengestellt und umformuliert. Feuerwerk wurde gezündet, die Allmend mit bengalischem Licht eingeräuchert. Die Offiziellen auf den Holzbänken und Schalensitzen (…) entsetzten sich oft, freuten sich aber insgeheim über die Kreativität der immer schon sehr eigenständigen Fans auf den Stehrampen der gegenüberliegenden Tribüne. Worüber sollte man sich auch allzu sehr echauffieren?
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