Archive for September, 2009

“Eckstein, Eckstein”

Wednesday, September 30th, 2009

Und gleich noch eine Frage: Habe hier eine Vinyl-Single ohne Cover, von der ich schon lange gerne mehr wüsste. Die Band nennt sich ASLK, die zwei Songs heissen “Eckstein, Eckstein” und “Wonderland” (B-Seite). ASLK zähle ich vom Stil her noch zur Neuen Deutschen Welle, d.h. maximal Mitte 80er. Monotoner, harter Sound. Könnte sich theoretisch um eine Fussball-Platte handeln, wegen Eckstein und den Farben rot-schwarz auf der Etikette (Nürnberg). Momentan funktioniert die Audio-Funktion hier nicht, aber später lad ich den Song mal hier rauf. Wenn jemand im Netz was findet, wäre ich dankbar. Hab bisher vergebens gesucht.

Nachtrag 1.10.09: Danke, Theo. Jetzt weiss ich, dass die Single von 1981 ist. Dieter Eckstein spielte da im Fussball aber noch keine Rolle, und schon gar nicht in Nürnberg. Die Platte hat also wohl keinen Fussballbezug. Aber trotzdem eine gute Textzeile: “Eckstein, Eckstein, alles muss perfekt sein.”

Erkennt sich jemand?

Wednesday, September 30th, 2009

Also sich oder seinen Vater, Grossvater, Onkel, Chef. Hab das Föteli im Brockenhaus gefunden und wüsste gerne, wer und wo das ist. Tippe auf anfang 70er.

Team blauweiss senior

Es bröckelt in Italiens Stadien

Wednesday, September 30th, 2009

Herr Meier bestärkt uns aufmerksamerweise im Versuch, DRS2 zum neuen Spartensender SPORT-HINTERGRUND umzudeuten: Hier sein Link zu einem kurzen (3:28), aber guten Beitrag zum Zustand des italienischen Fussballs anhand seiner Infrastruktur. Es ist zu hören, dass heute einzig Bari, Rom und Mailand den Uefa-Normen  entsprechen. Wie aber durfte dann gestern die Fiorentina zuhause auf so wunderbare Weise beeindrucken? Heimlich? Haben die Florentiner alle Ortsschilder ersetzt und die Uefa-Offiziellen glauben lassen, sie seien in Apulien? Man wird es, wie so oft, nie erfahren.

Rein mit der Polizei!

Monday, September 28th, 2009

Blick_RomDas möchte jetzt auch der neue SFV-Präsident Peter Gilliéron: dass die Polizei rein geht in die Schweizer Stadien. Weil die Sicherheitsdienste allein der Lage nicht Herr werden. Der BLICK schreibt dazu online ein Textlein, und um die Sache auch artgerecht zu präsentieren, liefert er Bilder. Und ein Video. Aus Rom. Roma-ManUnited, CL, April 2007. Sollte vermutlich Gilliéron in seinem Vorhaben bestärken, lautet doch die Bildlegende: “Solche Bilder sollten bald der Vergangenheit angehören.” Das ist aber doppelt komisch: Erstens wären Polizisten im Stadion ja dann unsere Zukunft und nicht die Vergangenheit. Und zweitens sorgte die (italienische) Polizei genau in diesem Spiel statt für Ruhe für erhebliche Unruhe. So erheblich, dass sich Manchester United zu einer Protestnote veranlasst sah, die Uefa eine Untersuchung einleitete, sich das britische Home Office zu Wort meldete und Francesco Totti sich öffentlich bei einer United-Anhängerin entschuldigte, die erwiesenermassen völlig grundlos zusammengeknüppelt wurde. Es muss halt schnell gehen online, vor allem auch beim Blick. Klar. Trotzdem: Wenn es das ist, was sich der neue Fussballpräsident wünscht, dann herzlichen Glückwunsch.

Endlich Ruhe “um die Stadions”?

Monday, September 28th, 2009

Da braucht man sich nichts vorzumachen: Über 70% Ja zur städtischen Datenbank Gamma, 60% Ja in den traditionell linken, polizeikritischen Stadtkreisen 4 und 5, das lässt sich nicht allein mit Belgrad-Bildern, Hooligan-Panikmache und SP-Stimmfreigabe begründen. Hier hat der Zeitgeist ein Machtwort gesprochen. Und sonst? 

„Die Zürcherinnen und Zürcher haben offensichtlich genug von Ausschreitungen rund um die Stadions.“

Das ist laut der heutigen Printausgabe des Tages-Anzeigers der Kommentar von Zürichs Polizeivorsteherin Esther Maurer zur haushoch angenommenen Gamma-Vorlage. Aber hat sie das wirklich gesagt? Hat sie wirklich „die Stadions“ gesagt? Dann hätte ihr der Tagi das aber ruhig zurechtredigieren dürfen. Wo man doch ein so kollegiales Verhältnis pflegt. Denn wie lautet der erste Satz des Tagi-Kommentars zur Gamma-Abstimmung, gleich rechts neben Esther Maurers Zitat:

„Die Zürcherinnen und Zürcher haben genug von den Krawallen in und um Sportstadien.“

Da erstaunt es auch nicht mehr, dass der Tagi im Vorfeld die Ja-Parole herausgegeben hat, wenn er sich seine Kommentare direkt vom Stadtrat diktieren lässt. Aber ab morgen wird ja alles besser. Dann macht der Tagi mit halb so vielen Leuten eine doppelt so gute Zeitung. Und wenn nicht, ist es auch nicht so hundsmiserabelgrottenschlimm. Das Bild zum Text übrigens zeigt (wieder einmal) den FCZ in Basel und Fackeln als Symbol für Gewalt. Wie viel das mit Gamma zu tun hat, weiss die Tagi-Bildredaktion sicher besser als ich. Ich dachte bis jetzt, Fackeln seien ein Fall für Hoogan. Weil das Abbrennen von Feuerwerk ja gewalttätiges Verhalten ist gemäss Bundesgesetz zur Wahrung der INNEREN SICHERHEIT, Gamma aber keine Datenbank für Gewalttäter ist sondern für solche, die es werden wollen.

Gute britische Fussballgrafik

Friday, September 25th, 2009

Alex_CreweUm die Ostnostalgie etwas zu brechen hier ein Beispiel guter Insulanerfussballgrafik, aus einem Matchprogramm von Crewe Alexandra vom 16.12.94 (gegen York City). Wüsste ich doch nur, was ein Sentinel ist. Man wird aufgefordert, die Geschicke von Alex (Kosename von Crewe Alexandra) in einem Sentinel zu verfolgen. Was könnte das sein? Ein Kleidungsstück? Wikipedia hilft nicht weiter, da kommt für Sentinel alles in Frage, von U-Boot über Satellit, Computerspiel und Zeppelin bis hin zum Aufklärungsflugzeug. Aber die können ja nicht ernsthaft gewollt haben damals, dass ich mir die Crewe-Spiele aus einem U-Boot anschaue. Von einem Zeppelin runter schon eher, aber man stelle sich mal vor, jeder Käufer und jede Käuferin eines Matchprogramms hätte diesen Wunsch beherzigt und wäre dann mit dem eigenen Zeppelin über dem Stadion aufgekreuzt. Grosses Puff im Luftraum! Zudem ist Crewe ein traditioneller Eisenbahnerverein. Die wollen doch nicht wirklich Luft- und Seefahrt fördern in ihrem Heftchen. Wer weiss weiter? Thank you (in your Sentinel)

Zweifel auch in Emmenbrücke

Thursday, September 24th, 2009

fcl_sionHunger gegen Mathez, Sixt gegen Gwerder, Amrhein gegen Delaloye. Oder: FCL-Sion anno dazumal. A propos anno dazumal: Was ist eigentlich aus der Fanfreundschaft geworden, die die beiden dem Vernehmen nach mal hatten? Ertränkt? Guete Match mitenand.

Zweifel im Spitzenkampf

Wednesday, September 23rd, 2009

Zweifel_FussballFür alle Daheimgebliebenen: Die Firma Zyklo AG begrüsst Sie im Namen von “Z – Zweifel Pomy Chips” zum heutigen Schlagerspiel (live im Öffentlichrechtlichen). Mit einer schönen Spielerserie aus luftgepolstertem Kunststoff erfreute Zweifel Anfang 70er Jahre die Kleinen und die Grossen mittels Packungsbeilage. Heute lassen wir Theunissen, Brenninger und Peters gegen Heer, Münch und Kuhn auflaufen. Weitere Duelle folgen. Eventuell. Falls Chaux-de-Fonds und Grenchen wieder mal aufsteigen.

Gutes zu Busacca

Tuesday, September 22nd, 2009

Von all dem, was über Busaccas Mittelfinger zu sehen, hören und lesen war, fand ich bis jetzt den heutigen Kommentar in der NZZ am besten. Als beinahe einziger verweist er auf eine grassierende Unkultur der Unhöflichkeit in den Stadien, OHNE die Vergangenheit zu verklären. So ist zum Vorfall u.a. zu lesen, er sei

Ausdruck einer Verrohung, die das Sportmilieu hinnimmt, weil es die Emotionen braucht und letztlich nur dank ihnen lebt. Diese Ausbrüche sind systemimmanent, ohne sie funktioniert der Fussball nicht, und nicht immer sind die Gefühlsausbrüche positiv und freudvoll. Das Überdruckventil unterscheidet nicht, ob es guten oder schlechten Emotionen freien Lauf lässt.

Das ist eine Analyse, die in erster Linie Fragen stellt (wenn auch implizit), statt verkrampfte Antworten zu liefern. Für Busacca habe ich übrigens plötzliche Sympathien. Der gläubige Tessiner, gutaussehend, stets gefasst, erfolgreich, integer, kurz: die Teflonpfanne des Schiedsrichterwesens, und dann bricht im Stadion Esp zu Baden einfach so der Sanguiniker durch. Ich hoffe, es hat ihm gut getan. Es wäre ihm zu gönnen.

Hitzlsperger sieht fern (wenig)

Tuesday, September 22nd, 2009

Auf Zeit Online ist ein nettes Interview mit dem gescheiten Thomas Hitzlsperger zu lesen, und es geht ausschliesslich um Fernsehen. Zum Beispiel so:

Hitzlsperger: Ich finde, Sportjournalisten in Deutschland sollten noch mehr über Fußball wissen, am besten ein Studium belegen oder einen Trainerschein machen und selbst eine Mannschaft trainiert haben. Da kommen so oft Fragen, die verschlagen mir die Sprache. Auch wiederholen sich die Fragen häufig. Neulich erst hat sich wieder ein Kommentator darüber gewundert, wie Spieler die ganze erste Halbzeit verschlafen können. Er meinte, dass die doch die ganze Woche nichts zu tun haben und so etwas nicht passieren darf. Der Mann versteht nichts von Fußball.

Könnte das mal einer aus der Superleague auf die hiesigen Verhältnisse übertragen? Danke. Also Herr Huggel hat das ja schon getan, auf seine Art.